25. April 2022 / 21:21 Uhr

Fehlentscheidungen "nicht zu akzeptieren": Dieses VAR-Upgrade fordert Lothar Matthäus jetzt

Fehlentscheidungen "nicht zu akzeptieren": Dieses VAR-Upgrade fordert Lothar Matthäus jetzt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hat eine klare Meinung zum Videobeweis in der Bundesliga: Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus.
Hat eine klare Meinung zum Videobeweis in der Bundesliga: Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus. © IMAGO/RHR-Foto/Lackovic (Montage)
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Sowohl Borussia Dortmund als auch Union Berlin wurden am Wochenende klare Elfmeter verwehrt, auch der Videoschiedsrichter korrigierte die Fehlentscheidungen der Haupt-Referees nicht. Die Diskussion hat seitdem ordentlich Fahrt aufgenommen. Auch Ex-Nationalspieler und "Sky"-Experte Lothar Matthäus hat sich nun geäußert - und eine klare Forderung gestellt.

Durch einen 3:1-Sieg im Topspiel gegen Borussia Dortmund hat sich der FC Bayern am Samstagabend den zehnten Meistertitel in Folge gesichert. Über die beeindruckende Serie der Münchener und die ordentliche Leistung gegen den BVB wird aber schon längst nicht mehr gesprochen. In Fußball-Deutschland wird vielmehr über die Szene diskutiert, die den Sieg des Rekordmeisters womöglich entscheidend beeinflusst hat.

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Beim Stand von 2:1 für die Bayern setzte Benjamin Pavard gegen BVB-Profi Jude Bellingham im Sechzehner zur Grätsche an und holte den Dortmunder von Beinen. Eigentlich ein klarer Elfmeter, doch Schiedsrichter Daniel Siebert ließ zunächst weiterlaufen. Kurze Zeit später checkte der Videoschiedsrichter laut DFB die Szene, entschied nach einer kurzen Überprüfung aber ebenfalls, dass kein Foulspiel vorlag. Inzwischen haben sowohl Referee Siebert als auch der DFB den Fehler bei der Beurteilung der Szene eingeräumt.

Sky-Experte Lothar Matthäus wurde in seiner Kolumne für den Pay-TV-Sender deutlich: "Spätestens nach diesem Wochenende steht für mich fest: Wir brauchen ehemalige Profifußballer, um den VAR zu unterstützen. Es gab in Leipzig (dort hätte Union Berlin ebenfalls einen Elfmeter bekommen müssen, Anm. d. Red.) und in München zwei Entscheidungen, die so einfach nicht mehr zu akzeptieren sind." Beim Foul von Pavard an Bellingham sei "selbst von der Tribüne aus umgehend klar" gewesen, "dass der Unparteiische auf Strafstoß entscheiden muss".

Matthäus betont zwar, dass er "dagegen" sei, "den Video-Schiedsrichter wieder abzuschaffen", unter dem Strich sei aber "noch Luft nach oben". Ex-Fußballer könnten diese Situationen "besser bewerten, weil wir selber permanent und jahrelang in diesen Situationen waren und wissen, wie es aussieht, wenn man foult oder gefoult wird", schreibt der ehemalige Bayern-Profi und verdeutlicht: "Unsere Intuition ist in solchen Fällen eine andere, wie die von Menschen, die zwar auch oft auf dem Platz stehen oder gestanden haben und Spiele beobachten, aber diesen Sport nicht selbst auf diesem Niveau ausgeführt haben."