01. Juni 2021 / 06:59 Uhr

"Unerklärlich und unverzeihlich": Lothar Matthäus rechnet mit ManCity-Trainer Pep Guardiola ab

"Unerklärlich und unverzeihlich": Lothar Matthäus rechnet mit ManCity-Trainer Pep Guardiola ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Pep Guardiola musste sich nach dem verlorenen Champions-League-Finale mit viel Kritik herumschlagen.
Pep Guardiola musste sich nach dem verlorenen Champions-League-Finale mit viel Kritik herumschlagen. © IMAGO/Sportimage/Sven Simon (Montage)
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Pep Guardiola erntete für seinen taktischen Fehlgriff im Finale der Champions League Kritik von vielen Seiten. "Sky"-Experte Lothar Matthäus legte nun mit harschen Worten nach und ging mit dem Star-Trainer hart ins Gericht. Nach Meinung des 60-Jährigen trifft den ManCity-Coach allein die Schuld am verlorenen Endspiel gegen Chelsea.

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Seit zehn Jahren wartet Pep Guardiola nun bereits auf einen Titel in der Champions League, obwohl der 50-Jährige mit dem FC Barcelona, dem FC Bayern München und Manchester City in dieser Zeit im Dienst von Teams mit absolutem Weltklasseformat stand. In diesem Jahr war er nah dran, stand mit den Citizens im rein englischen Finale gegen Premier-League-Konkurrent FC Chelsea. Dass die Negativserie trotz des Vorstoßes ins Endspiel der Königsklasse nicht riss, hat der Star-Trainer aus der Sicht von Sky-Experte Lothar Matthäus selbst zu verantworten. "Er hat durch seine Aufstellung dem Klub und den Fans die Champions League gestohlen und er muss sich die harte Kritik von allen Seiten jetzt zurecht anhören", so das harte Resümee von Matthäus in seiner Sky-Kolumne.

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Der deutsche Rekordnationalspieler ging sogar noch weiter. "Pep allein hat Manchester City um den Pokal gebracht", deklarierte er den Coach des englischen Meisters als Schuldigen für das Verpassen von Europas Krone. Auch eine vorzeitige Trennung des Klubs, bei dem der Spanier noch einen Vertrag bis 2023 besitzt, sei für Matthäus denkbar. Der Grund: "Die Spieler werden seit diesem Finale an ihm zweifeln."

Matthäus: "Er musste mal wieder irgendwas probieren"

Guardiola hatte bei der 0:1-Pleite gegen die Londoner auf einen klassischen Sechser verzichtet, stattdessen mit Ilkay Gündogan, Bernardo Silva, Phil Foden und Kevin De Bruyne vier offensiver ausgerichtete Zentrum-Spieler aufgeboten. Für Matthäus ein Unding. "Er musste mal wieder irgendwas probieren, eine ausgedachte Genialität im schlechtesten Moment präsentieren und hat total verdient verloren", rechnete er mit Guardiola ab. Er verstehe nicht, wie man "im wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte" auf einen stabilisierenden und Balance gebenden Spieler auf der Sechserposition verzichten könne. "Wieso hat er Rodri und oder Fernandinho draußen gelassen, sechs Offensive gebracht und auch auf einen Mittelstürmer verzichtet?"



Die taktische Umstellung habe die Mannschaft verunsichert. Für Matthäus erwies er seinen Schützlingen damit einen Bärendienst. "Das ist das Schlechteste was ein Trainer nur machen kann. Unerklärlich und unverzeihlich", so die harten Worte des Weltmeisters von 1990. "Er hat damit garantiert bei jedem intern und extern viel Kredit verspielt." Die Ära des Star-Trainers beim englischen Spitzenklub könnte deshalb nun vorbei sein. "Ich würde mich nicht wundern, wenn die Zeit von Pep Guardiola bei Manchester City jetzt zu Ende ist", sagte Matthäus.