30. Mai 2022 / 22:51 Uhr

Lothar Matthäus nimmt Robert Lewandowski in Schutz: Wechsel-Forderung "absolut verständlich"

Lothar Matthäus nimmt Robert Lewandowski in Schutz: Wechsel-Forderung "absolut verständlich"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus hält es für gerechtfertigt, dass Robert Lewandowski den FC Bayern verlassen will.
Lothar Matthäus hält es für gerechtfertigt, dass Robert Lewandowski den FC Bayern verlassen will. © IMAGO/NurPhoto/dpa/Montage
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Zoff beim FC Bayern München: Robert Lewandowski will den Rekordmeister in diesem Sommer verlassen und machte den Bayern-Bossen am Montag eine klare Ansage. Vorstands-Chef Oliver Kahn hält dagegen. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat in seiner "Sky"-Kolumne nun Verständnis für den aktuellen FIFA-Weltfußballer gezeigt.

"Meine Geschichte mit Bayern ist vorbei. Nach allem, was in den letzten Monaten geschehen ist, kann ich mir eine weitere gute Zusammenarbeit nicht vorstellen." Mit diesen Worten sorgte Robert Lewandowski am Montagnachmittag für eine neue Eskalation im Wechsel-Poker mit dem FC Bayern München. Nach acht Jahren will der amtierende FIFA-Weltfußballer den deutschen Rekordmeister trotz Vertrags bis 2023 verlassen – und das völlig zu Recht, meint Rekordnationalspieler Lothar Matthäus in seiner Kolumne für den Pay-TV-Sender Sky. "Er will einfach nur noch weg. Und zwar schnell. Das hat sich der Klub selbst zuzuschreiben", gab Matthäus auch den Bayern eine Mitschuld an der Laune des wechselwilligen Superstars.

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Die Aussagen des Top-Torjägers des FCB kann Matthäus angesichts der "öffentlich gewordenen und in der Branche längst bekannten starken Avancen in Richtung Haaland" verstehen. "Dass Lewy nun keine Lust mehr auf Bayern hat, ist absolut verständlich", schrieb der ehemalige Bayern-Kapitän. Zuvor hatte bereits Lewandowski-Berater Pini Zahavi behauptet, dass sein Klient "die ganze Zeit" gewusst habe. dass der FC Bayern den Torjäger mit BVB-Star Erling Haaland ersetzten wollte. Der Norweger entschied sich jedoch letztendlich für einen Wechsel zu Manchester City. Lewandowskis Frust blieb.

"Es hat sich angedeutet, dass der Weltfußballer nicht mehr lange stillhalten würde, und das hat sich nun bewahrheitet", analysierte Matthäus die neuen Lewandowski-Aussagen. "Man merkt als Profi, ob sich Dinge in einem Klub verändern, die Rückendeckung bröckelt und auch sonst vieles nicht mehr so ist, wie man es gewohnt war." Die Wertschätzung der Bayern für Lewandowski sei "nicht mehr dieselbe wie noch vor einiger Zeit", mutmaßte der Weltmeister von 1990.

Matthäus über Lewandowski-Zukunft: FC Barcelona wäre "schöne Herausforderung"

Die Bayern bleiben trotz der Aufregung hart: Lewandowski soll seinen Vertrag bis 2023 erfüllen, "basta", sagte Vorstands-Boss Oliver Kahn erst kürzlich. Nach den neuen Lewandowski-Aussagen am Montag entgegnete Kahn bei Sport1, Wertschätzung sei "keine Einbahnstraße".

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Der Stürmer-Star soll mit einem Wechsel zum FC Barcelona liebäugeln. Die Katalanen haben Medienberichten zufolge bereits ein Millionen-Angebot unterbreitet. "Bayern ist ein seriöser Klub. Ich hoffe, dass er mich nicht nur deshalb festhalten wird, weil er es kann", sagte Lewandowski am Montag. Laut Matthäus wäre der Barcelona-Wechsel für Lewandowski "eine schöne Herausforderung". Der Bayern-Star "käme zu einem Zeitpunkt, bei dem es nur besser werden kann für Barcelona, und findet ein Team vor, das mit de Jong, ter Stegen, Pedri und vielen anderen Spielern vielversprechend ist", ermunterte der heutige TV-Experte den Polen.

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