08. Januar 2019 / 14:56 Uhr

Lotto Masters 2019: SV Todesfelde ärgert sich über verpasste Chance auf das Finale

Lotto Masters 2019: SV Todesfelde ärgert sich über verpasste Chance auf das Finale

Redaktion Sportbuzzer
Während die Mannschaft Platz drei auf dem Feld belegte, gebührt der Titel der farbenfrohesten und lautesten Fans den Anhängern des SV Todesfelde, die ihr Team frenetisch feierten.
Während die Mannschaft Platz drei auf dem Feld belegte, gebührt der Titel der farbenfrohesten und lautesten Fans den Anhängern des SV Todesfelde, die ihr Team frenetisch feierten. © Nils Göttsche
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Morten Liebert stürmte als Erster los. Verfolgt wurde der Stürmer der Oberliga-Fußballer des SV Todesfelde aber diesmal nicht von gegnerischen Abwehrspielern. Nein, seine Mannschaftskameraden waren ihm dicht auf den Fersen. Ein paar Augenblicke später erreichte das gesamte Team Lukas Benner. Der Fehlschuss des Keepers im Halbfinale des 21. Lotto-Hallenmasters in der mit 8219 Zuschauern vollbesetzten Sparkassen-Arena hatte alle aus den Träumen gerissen.

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Titelverteidiger SC Weiche 08 Flensburg stand nach dem 7:6 im Neunmeterschießen im Endspiel, die Todesfelder waren ausgeschieden. Und was machten die Todesfelder Kicker? Sie spendeten Pechvogel Benner Trost. Jeder nahm den 22-Jährigen für einen kurzen Moment in die Arme. In diesen Sekunden zeigte sich, welch großer Zusammenhalt im Team von Trainer Sven Tramm herrscht.

Es war zweifelsfrei einer der bittersten Momente in der Karriere des jungen SVT-Keepers. Aber auch einer der bewegendsten. „Ich hätte fast geheult“, räumte Lukas Benner ein, der selbstkritisch feststellte: „Ich bin 1,92 Meter groß und das Tor nur fünf Meter breit. Einen Neunmeter hätte ich halten müssen.“ Spieler, Trainer, Verantwortliche und auch die mehr als 700 Todesfelder Fans besaßen in diesen Sekunden ein feines Gespür. Sie feierten den Torwart, als ob er seine Mannschaft in das Finale geschossen hätte. „Wenn du nach einem Patzer hörst, wie hunderte Menschen deinen Namen rufen, tut das richtig gut.“

Richtig gut, da waren sich alle einig, präsentierten sich Mannschaft und Fans des SV Todesfelde. Sie rockten an diesem Abend die Sparkassen-Arena.

Sie war das Überraschungteams beim Hallenmasters 2019 in Kiel. Im Halbfinale scheiterten sie knapp an Weiche Flensburg.

Die Todesfelder Fans breiten ein Banner in ihrem Fanblock aus. Zur Galerie
Die Todesfelder Fans breiten ein Banner in ihrem Fanblock aus. ©
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Holger Böhm (Vorsitzender SV Todesfelde): „Ein fantastisches Turnier unserer Mannschaft. Das bittere Ausscheiden schmälert nicht den grandiosen Gesamteindruck. Ich freue mich erstens besonders für Bernd Jorkisch, der uns seit Jahren als Sponsor die Treue hält. Zweitens für die tollen Fans und drittens für unseren Trainer Sven Tramm, der einen herausragend guten Job macht.“

Bernd Jorkisch: „Vor einem Jahr, als wir ohne Punktgewinn nach Hause gefahren sind, war ich richtig grantig über den enttäuschenden Auftritt. Heute darf niemand enttäuscht sein. Es war überragend, was die Mannschaft geboten hat. Wir haben Herz und Leidenschaft gezeigt und dabei tollen Fußball gespielt. Am Schluss hat gegen die Flensburger nur ein ganz kleines bisschen Glück zum Finaleinzug gefehlt.“

Sven Tramm (Trainer): „Wir waren in allen Spielen die bessere Mannschaft und sind im Halbfinale zu unrecht ausgeschieden. Das ist unglaublich bitter. Die Jungs, die alles rausgehauen haben, tun mir leid. Gleichzeitig bin ich wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, die ihren Fans einen unvergesslichen Abend geschenkt hat.“

Daniel Jurgeleit (Trainer SC Weiche 08 Flensburg): „Wir haben im Endspiel gegen die beste Mannschaft des Turniers verloren. Gegen das zweitbeste Team am heutigen Abend haben wir im Halbfinale glücklich gewonnen.“

Luca Sixtus (verletzter Kapitän): „Ich wusste, dass wir es viel besser als vor einem Jahr machen würden. Ich bin total stolz auf alle. Die Jungs auf dem Feld haben eine super Leistung abgeliefert und auf der Tribüne wurde auch alles gegeben. Die Mannschaft wurde von den Fans regelrecht nach vorne geschrien und hatte eigentlich den Finaleinzug verdient.“

Niklas Stehnck (nach seiner Masters-Premiere): „Heute war viel mehr drin für uns. Leider wollten wir nach dem 2:0 im Halbfinale gegen Flensburg nur noch das Ergebnis verwalten und haben uns in der einen oder anderen Situation ein bisschen fahrlässig angestellt.“

Christian Jaacks (Torschützenkönig): „Die Torjägertrophäe hätte ich liebend gerne gegen den Finaleinzug eingetauscht. Vielleicht hätte ich kurz vor dem Flensburger Ausgleich ein taktisches Foul begehen sollen, aber ich habe meinen Gegner nicht zu fassen bekommen. Trotzdem war es von allen ein toller Auftritt und ein tolles Erlebnis.“

Sören Gelbrecht (Torschützenkönig): „Wir haben uns super vorbereitet auf das Turnier und uns gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Uns hat nur das eine Quäntchen Glück gefehlt.“

Timo Gothmann (Teammanager): „Vor dem Turnier hätte ich den Einzug in das Halbfinale unterschrieben und angenommen. Jetzt so kurz nach dem Aus fühlt es sich wie eine ganz bittere Niederlage an, was es ja auch ist. Was die Jungs aber heute geleistet haben, war sensationell. Das war ein grandioser Auftritt von allen, auf den wir sehr stolz sein können.“

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Impressionen vom Lotto-Masters 2019 in Kiel



Die Einlaufshow beim 21. SHFV Lotto Hallenmasters. Zur Galerie
Die Einlaufshow beim 21. SHFV Lotto Hallenmasters. ©

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