31. Juli 2020 / 16:43 Uhr

Loui sucht die Bälle, und am Freitag gibt’s ’ne Currywurst

Loui sucht die Bälle, und am Freitag gibt’s ’ne Currywurst

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gesucht und gefunden: Loui stürmt mit dem Ball aus dem Gebüsch.
Gesucht und gefunden: Loui stürmt mit dem Ball aus dem Gebüsch. © Ralf Büchler
Anzeige

Bälle sind genau seine Welt. „Der ist ballverrückt“, erklärt Herrchen Frank Ach über seinen 9-jährigen Labrador Loui. 30 verschollene Bälle hat der vor kurzem in den Büschen rund um das Gelände von Arminia Vechelde erschnüffelt. Für das Bällefinden wird er stets belohnt. Neben der Currywurst freut er sich auch über kaputte Bälle.

Anzeige

Geld will er nicht dafür haben, dass er sich ins Dickicht vorkämpft und verschollene Fußbälle zurück ans Tageslicht holt. Kaputte Bälle zum Spielen genügen ihm, und vielleicht mal eine Currywurst aus der Vereinsgaststätte. „Der ist einfach ballverrückt. Egal welcher Ball es ist, der freut sich seines Lebens“, sagt Frank Ach über den Vierbeiner, der gemeint ist. Es geht um den Labrador des 60-jährigen Vechelders. Der Rüde hat kürzlich an einem Tag 30 makellose Bälle aus den Büschen rund um das Arminia-Gelände erschnüffelt und herausgeholt.

Kaputte Bälle zur Belohnung

Auf einer Strecke von etwa 500 Metern sind die Vechelder Sportplätze an der Albert-Schweitzer-Straße größtenteils mit Bäumen und Büschen umringt. Und genau dort führt die Gassiroute von Frank Ach und seinem 9-jährigen Labrador Loui entlang. Schon im Alter von zwei Jahren hatte der Hund erstmals Bälle aus dem Gebüsch herausgesammelt, die sein Besitzer dann immer den Trainern oder dem Obmann zurückgab.

Ohne Belohnung sollte der Vierbeiner dabei nicht bleiben. „Im Keller des Vereinsheims ist eine Kiste mit vielen kaputten Bällen“, berichtet Frank Ach, der Vater des gleichnamigen Spielers in der 2. Herren des Vereins ist. Bälle, die nicht mehr gut genug für die mittlerweile 20 Mannschaften des SV Arminia sind, sind für Labrador Loui aber noch lange keine Ausschussware. „Die kaputten Bälle hat er dann immer bekommen“, berichtet Ach. Und seither hat sich dieses Prozedere so eingebürgert.

600 Euro für neue Bälle gespart

Freude kommt deshalb vor allem bei Materialwart Andreas Grigoleit und Fußballobmann Marc Hölemann auf. „Die 30 Bälle, die wir jetzt wieder unseren Teams zuführen können, sind wirklich makellos. Wenn wir jetzt nur mal grob überschlagen, kommt eine Summe von 600 Euro für die Neuanschaffung dabei heraus“, rechnet Hölemann freudig vor.

Mehr über Arminia Vechelde

Zwar wurde dem fleißigen Labrador durch den Bau des Kunstrasenplatzes nun ein wenig die Spielwiese genommen, trotzdem stellt er sich weiterhin in den Dienst des Vereins und erschnüffelt weitere Bälle, die beim Training im Gebüsch gelandet sind. „Und freitags kriegt er dann immer eine ungebratene Currywurst. Ohne Pommes“, sagt Herrchen Frank Ach lachend.

Von Lukas Everling