01. Dezember 2020 / 19:36 Uhr

Löw bleibt im Amt: Das raten jetzt Acht aus 80 Millionen dem Bundestrainer

Löw bleibt im Amt: Das raten jetzt Acht aus 80 Millionen dem Bundestrainer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das sagen acht aus 80 Millionen: Der SPORTBUZZER hat heimische Trainer gefragt, was Bundestrainer Joachim Löw jetzt besser machen kann.
Das sagen acht aus 80 Millionen: Der SPORTBUZZER hat heimische Trainer gefragt, was Bundestrainer Joachim Löw jetzt besser machen kann. © imago images/Photowerk/privat
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Joachim Löw bleibt Bundestrainer. Das gab der DFB am Montag bekannt. Die Diskussionen um Jogis Job verfolgte das ganze Land. Denn geht’s um „die Mannschaft“, sind wir doch letztlich alle auch ein bisschen Bundestrainer: Der SPORTBUZZER fragte deshalb bei Acht von 80 Millionen mal nach: Was kann Löw besser machen, um die Nationalelf wieder auf Kurs zu bringen? Und zwar bei der Basis, bei Acht, die auch Trainer sind, auf Kreis-Ebene ganz viel Herzblut in den Fußball stecken. Es gibt jede Menge Ratschläge, aber auch Kritik.

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Nach der 0:6-Klatsche von Sevilla gegen Spanien geriet Joachim Löw unter Druck wie nie zuvor. Experten und Medien forderten einen sofortigen Rücktritt, das von seinem Vorgesetzten Oliver Bierhoff ausgesprochene Vertrauen stoppte nicht die folgenden hitzigen Debatten über eine sofortige Trennung.

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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) reagierte, indem er seinem Bundestrainer letztlich das Vertrauen aussprach: "Gemeinsam geht der Blick zielgerichtet und fokussiert auf die weitere EM-Vorbereitung im nächsten Jahr", teilte der DFB nach mehreren Konferenzen am Montag mit. Das DFB-Präsidium habe "einvernehmlich festgehalten, den seit März 2019 eingeschlagenen Weg der Erneuerung der Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw uneingeschränkt fortzusetzen". Löw ist seit mehr als 14 Jahren als DFB-Chefcoach tätig und krönte sich nach mehreren starken Turnieren 2014 mit dem WM-Titel in Brasilien. Seit dem WM-Vorrunden-Aus als Titelverteidiger in Russland 2018 wuchs die Kritik an dem Trainer.

Das sagt die Basis

Doch Löw bleibt. Deshalb schaut der SPORTBUZZER nach vorn: Was muss der Bundestrainer jetzt besser machen, damit es wieder aufwärts geht? Wir haben bei der Basis nachgefragt, bei Trainern, die auf Kreis-Ebene für den Fußball leben: Lest in der folgenden Bildergalerie welche Ratschläge - aber auch Kritik - Denis Mora (SV Dannenbüttel), Holger Grunewald (SV Reislingen/Neuhaus II), Dimitri Fink (ESV Wolfsburg), Matthias Weiß (SV Rühen), Peter Dohmes (TSV Sülfeld), Toni Renelli (TSV Ehmen), Arne Hoffart (FSV Vorhop/Schönewörde) und Naim Fetahu (VfL Wittingen) für Jogi haben.

Das raten heimische Trainer dem Bundestrainer.

Denis Mora (SV Dannenbüttel, 1. Kreisklasse): Jogi Löw sollte noch einmal überdenken, ob es richtig war, Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng auszusortieren. Jeder Trainer hat doch schon einmal Entscheidungen getroffen, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben. Es wäre für mich deshalb kein Gesichtsverlust, wenn der Bundestrainer in dieser Frage zurückrudert. Denn Müller ist einer der besten Offensivspieler in Europa. Er würde doch bei jeder Nation spielen, nur nicht in Deutschland. Und Boateng sowie vor allem Hummels würden der Abwehr die vermisste Stabilität zurückbringen. Außerdem muss die Zeit der Experimente ein halbes Jahr vor der EM vorbei sein. Das Team muss eingespielt sein. Zur Galerie
Denis Mora (SV Dannenbüttel, 1. Kreisklasse): "Jogi Löw sollte noch einmal überdenken, ob es richtig war, Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng auszusortieren. Jeder Trainer hat doch schon einmal Entscheidungen getroffen, die sich im Nachhinein als falsch herausgestellt haben. Es wäre für mich deshalb kein Gesichtsverlust, wenn der Bundestrainer in dieser Frage zurückrudert. Denn Müller ist einer der besten Offensivspieler in Europa. Er würde doch bei jeder Nation spielen, nur nicht in Deutschland. Und Boateng sowie vor allem Hummels würden der Abwehr die vermisste Stabilität zurückbringen. Außerdem muss die Zeit der Experimente ein halbes Jahr vor der EM vorbei sein. Das Team muss eingespielt sein." ©

Löw hat beim DFB noch Vertrag bis 2022

Löw hat beim DFB einen Kontrakt bis 2022, er ist vertraglich also nicht nur bis zur paneuropäischen EM, sondern darüber hinaus bis zur WM in Katar an den größten Sportfachverband der Welt gebunden. Wie es nach der Europameisterschaft aber wirklich mit Löw weitergeht, scheint noch offen.