11. November 2020 / 22:40 Uhr

Löw-Debüt für Wolfsburgs Baku: Das freut auch seinen Jugendtrainer

Löw-Debüt für Wolfsburgs Baku: Das freut auch seinen Jugendtrainer

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jugendtrainer Meikel Schönweitz freut sich über das Nationalmannschafts-Debüt von Ridle Baku
Jugendtrainer Meikel Schönweitz freut sich über das Nationalmannschafts-Debüt von Ridle Baku © Imago Images
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Der VfL Wolfsburg hat einen neuen deutschen Nationalspieler: Beim Testspiel-1:0 am Mittwochabend in Leipzig gegen Tschechien kam Ridle Baku zu einem 90-Minuten-Einsatz. Der rasante Aufstieg des 22-Jährigen freut auch seinen Jugendtrainer.

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Der VfL Wolfsburg hat seinen 17. deutschen A-Nationalspieler: Ridle Baku gab am Mittwochabend sein Debüt in der Auswahl von Joachim Löw, stand beim Testspiel-1:0 in Leipzig gegen Tschechien die vollen 90 Minuten auf dem Platz - und war damit am 11.11. der 111. Debütant unter Bundestrainer Löw.

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Das Debüt war eine runde Sache, im 3-4-3-System spielte der Neu-Wolfsburg auf der rechten Seite, schaltete sich immer wieder beherzt mit nach vorn ein und war auch am Angriff beteiligt, der zum 1:0 führte. Fast hatte er auch seine erste Torvorlage in der DFB-Auswahl verbuchen können, aber Nadiem Amiri scheiterte nach feinem Baku-Pass am Torwart Jiri Pavlenka (Bremen). Zuvor hatte der Wolfsburger Debütant allerdings auf der anderen Seite auch einmal für eine Schrecksekunde gesorgt, legte per Fehlpass für Michael Krmencik auf, doch der Tscheche scheiterte an Kevin Trapp im DFB-Tor.

Das Spiel war vor allem eine Bewährungschance für die zweite Garde in Löws Auswahl, Ex-VfLer Felix Uduokhai (Augsburg) kam allerdings nicht zum Einsatz. Die anstehenden Nations-League-Spiele gegen die Ukraine und in Spanien sind dann unter anderem auch die Bayern-Stars wieder dabei.

Von Alexander bis Zoltan: Die deutschen Nationalspieler des VfL Wolfsburg

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Die deutschen Nationalspieler des VfL Wolfsburg ©

Baku zum ersten Mal für Deutschland – in Mainz freuten sie sich mit. Der 22-Jährige wurde in der Karnevalshochburg geboren, bei den 05ern lernte er das Kicken. Dass er es mal bis in die Nationalelf schafft, daran hat auch Meikel Schönweitz einen großen Anteil. Der Chef der U-Nationalmannschaften beim DFB hat den VfL-Neuzugang vier Jahre lang bei den Mainzern begleitet – und zwar als Coach der U17-Bundesliga-Mannschaft, dazu als Leiter des Schultrainings an der IGS Bretzenheim (Kooperationsschule der 05er). Am 7. November 2018 ließ Schönweitz den Wolfsburger erstmals in der deutschen U20-Nationalelf auflaufen. Beim 3:2 gegen Tschechien war Baku im Mittelfeld dabei.


„Ich freue mich extrem für den Jungen“, sagte Schönweitz vor Bakus Nationalelf-Debüt zur Allgemeine Zeitung in Mainz. „Ridle hat sicher nicht den einfachsten Weg gewählt, war früh sehr selbstständig. Er war einer der sogenannten Straßenfußballer, die immer zocken wollten. Ridle ist kein Lautsprecher. Er hat über Jahre hinweg hart und zuverlässig gearbeitet und kassiert jetzt die Anerkennung dafür.“

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Mit Marin Pongracic feierte am Mittwoch ein weiterer VfLer sein A-Länderspieldebüt, kam mit Kroatien zu einem 3:3 beim Test in der Türkei. VfL-Kollege Josip Brekalo hatte per Kopf (!) für die zwischenzeitliche 3:2-Führung gesorgt. Nach 60 Minuten wurden beide Wolfsburger gemeinsam ausgewechselt.

Auch Admir Mehmedi war erfolgreich, der VfLer sorgte beim 1:2 der Schweiz in Belgien (Koen Casteels auf der Bank) mit sattem Linksschuss für das 1:0, nach der Pause kam Renato Steffen für ihn ins Spiel. Ohne Xaver Schlager (geschont) kam derweil Österreich (mit Pavao Pervan im Tor) zu einem 3:0 in Luxemburg.