06. November 2020 / 12:44 Uhr

Philipp Max und Felix Uduokhai erstmals im DFB-Kader: Löw erklärt die Nominierung der Neulinge

Philipp Max und Felix Uduokhai erstmals im DFB-Kader: Löw erklärt die Nominierung der Neulinge

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw hat in einem Interview erklärt, warum er Philipp Max und Felix Uduokhai erstmals in den DFB-Kader berufen hat.
Joachim Löw hat in einem Interview erklärt, warum er Philipp Max und Felix Uduokhai erstmals in den DFB-Kader berufen hat. © imago images/Sven Simon/Montage
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Zum Abschluss des Länderspieljahres hat Joachim Löw mit dem Augsburger Felix Uduokhai und dem Ex-FCA-Profi Philipp Max zwei Neulinge in den DFB-Kader berufen. Nun hat der Bundestrainer erklärt, was er von den beiden Spielern erwartet.

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Joachim Löw hat für die letzten drei Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft im Corona-Jahr 2020 wieder einen extragroßen Kader von 29 Akteuren nominiert - mit zwei überraschenden Neulingen. Der Augsburger Innenverteidiger Felix Uduokhai (23) und der im Sommer vom FC Augsburg zur PSV Eindhoven gewechselte Außenverteidiger Philipp Max (27) wurden am Freitag vom Bundestrainer erstmals in die DFB-Auswahl berufen, die am kommenden Mittwoch im Testspiel auf Tschechien trifft und es im Anschluss in der Nations League mit der Ukraine (14.11.) und Spanien (17.11.) zu tun bekommt.

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Im Interview mit DFB.de erläuterte der 60-Jährige seine Entscheidung und sprach über seine Erwartungen an die Neulinge in Reihen der DFB-Auswahl. Der Bundestrainer stellte klar, dass "wir niemanden einladen, dem wir nicht zutrauen würden, dies zu schaffen". Fest stehe laut Löw aber auch, dass es um das allerhöchste internationale Level gehe, wenn man wieder an die Weltspitze zurück möchte.

DFB-Kader: Das ist das Löw-Aufgebot für die letzten Länderspiele 2020

Tor: Manuel Neuer (FC Bayern) Zur Galerie
Tor: Manuel Neuer (FC Bayern) ©

"Wir sehen Spiele wie gegen die Türkei (3:3; d. Red.) oder nun auch gegen die Tschechische Republik als willkommene Gelegenheit zu testen. Dazu gibt es ansonsten kaum Möglichkeiten. Und wir wollen Spieler wie Hofmann, Neuhaus, Max oder Uduokhai auch belohnen für ihre gezeigten Leistungen. Sie sollen spüren, dass wir diese registrieren", machte Löw im Interview deutlich.

Sané, Gündogan und Kehrer kehren ins DFB-Team zurück

Die zuletzt fehlenden Leroy Sané, Ilkay Gündogan und Thilo Kehrer kehren zurück. Löw verzichtet neben Torwart Marc-André ter Stegen, der nach einer längeren Verletzungspause beim FC Barcelona gerade erst sein Comeback gegeben hat, auch erneut auf Marco Reus, obwohl der 31 Jahre alte Offensivspieler bei Borussia Dortmund inzwischen wieder im Spielrhythmus ist.


Der Großteil des Aufgebots trifft sich am Montagmittag in Leipzig. Erst nach dem Testspiel gegen Tschechien werden der Bayern-Block mit Manuel Neuer, Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Sané sowie sowie der Gladbacher Matthias Ginter, Toni Kroos (Real Madrid) und Timo Werner (FC Chelsea) zum Team stoßen. Diese acht Spieler sind nur für die beiden abschließenden Nations-League-Partien gegen die Ukraine und Spanien vorgesehen.

Löw: "Bei der EM brauchen wir Spieler, die nach einer langen Saison frisch sind."

Löw will so wie schon beim ersten Länderspiel-Dreierpack im Oktober die hohe Belastung der Nationalspieler steuern. "Bei der EM brauchen wir Spieler, die nach einer langen Saison frisch sind und heiß auf den Erfolg", sagte der 60-Jährige mit Blick auf 2021. Aus Verletzungs- und Corona-Gründen fehlen Löw zum Jahresabschluss Niklas Süle, Kai Havertz, Lukas Klostermann, Julian Draxler, Emre Can und Suat Serdar.

Die sportlichen Aufgaben beim nächsten Länderspiel-Dreierpack schätz Löw angesichts weiterhin stark steigender Corona-Infektionen als zweitrangig ein. "Die Sorge, gesund zu bleiben, steht über allem", erklärte der Bundestrainer. "Das ist natürlich auch bei den Vereinen zu spüren, bei denen die Spieler unter Vertrag stehen und die sie bezahlen.“ Erstmals sind in Deutschland am Freitag mehr als 20. 000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages registriert worden. "Mich bewegen und beschäftigen zur Zeit viele Dinge", so Löw. Schon nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie im März hatte er emotional die weitreichenden Konsequenzen beschrieben. *Auch jetzt sei er dankbar, "dass es unter diesen Umständen überhaupt möglich war und ist, diese Länderspiele auszutragen. Das in einer Zeit, in denen die Menschen mit anderen Themen beschäftigt sind als mit Fußball." *