24. Februar 2021 / 13:29 Uhr

Löw adelt Musiala nach DFB-Entscheidung und stellt rasches Debüt in Aussicht – Bierhoff: "Gutes Signal"

Löw adelt Musiala nach DFB-Entscheidung und stellt rasches Debüt in Aussicht – Bierhoff: "Gutes Signal"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Freuen sich über Jamal Musialas Entscheidung: Joachim Löw und Oliver Bierhoff.
Freuen sich über Jamal Musialas Entscheidung: Joachim Löw und Oliver Bierhoff. © Getty Images/IMAGO/ULMER Pressebildagentur (Montage)
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Jamal Musiala wird künftig für den DFB spielen - und nicht mehr für englische Auswahlmannschaften. Diese Entscheidung, die das Supertalent des FC Bayern am Mittwoch verkündete, stößt auch bei den deutschen Verantwortlichen um Bundestrainer Joachim Löw auf Freude und Stolz.

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Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff haben die Entscheidung von Jamal Musiala für den DFB und gegen eine Karriere in der englischen Nationalmannschaft begrüßt und den 17-Jährigen gelobt. "Für sein Land spielen zu dürfen, muss für jeden Nationalspieler eine Herzensangelegenheit sein. Deshalb freue ich mich, dass sich Jamal Musiala entschieden hat, künftig für Deutschland spielen zu wollen", sagte Löw in einer Mitteilung des DFB, während Bierhoff dem Youngster des FC Bayern München "großen Respekt" zollte.

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Die Entscheidung sei dem Teenager "sicher nicht leichtgefallen", sagte Bierhoff, der gleichzeitig von einem "guten Signal für die Zukunft des deutschen Fußballs" sprach, "wenn sich ein Toptalent wie Jamal Musiala für Deutschland und den DFB entscheidet." Musiala wurde in Stuttgart als Sohn einer Deutschen und eines Nigerianers geboren. Er wuchs im osthessischen Fulda auf, wo er auch mit dem Fußballspielen begann. Später zog die Familie nach England, wo Musiala rund acht Jahre lang in der Jugend des FC Chelsea spielte, ehe er 2019 nach München wechselte. Er lief nach Einsätzen für die deutsche U16 zuletzt für Junioren-Nationalteams Englands auf.

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Dass er nun erneut - und endgültig - zum DFB wechselt, gefällt Löw vor allem deshalb, weil er sich intensiv um den Spieler bemüht hatte. "Ich sehe ein riesiges Potenzial in ihm, natürlich hatten wir ihn über einen längeren Zeitraum im Blick. Zuletzt haben Oliver Bierhoff und ich ihn in München getroffen und ihm unsere Gedanken mitgeteilt", sagte er und sprach auch über die Zukunftsperspektive des Offensivspielers. "Niemand kann ihm in dieser Phase eine Garantie geben, das wäre unseriös. Aber ich denke schon, dass wir ihn nun im März auch in unseren Kader berufen werden, zumal dieser aufgrund von drei anstehenden Länderspielen innerhalb weniger Tage wieder tendenziell größer sein wird."

Musiala: Gespräche mit Löw und Bierhoff wichtig für Entscheidung

Dann werde man sich "gegenseitig besser kennenlernen", so Löw weiter. Dem Länderspiel-Debüt Musialas in den Spielen gegen Island, Rumänien und Nordmazedonien steht nichts mehr im Wege. Der Bayern-Youngster hatte zuvor England-Trainer Gareth Southgate telefonisch über seine Entscheidung informiert.

Musiala hatte die Gespräche mit Löw und Bierhoff gegenüber ARD-Sportschau und The Athletic als mitentscheidend für seinen Entschluss genannt. Löw habe "meinen Spielstil sowie meine Stärken und Schwächen sehr gut und klar rausgearbeitet und analysiert" und sehe Musiala nicht zuletzt beim DFB "auf meiner stärksten Position im offensiven Mittelfeld und schätzt dort meine Qualitäten". Bei einem persönlichen Treffen am Rande des Bayern-Spiels gegen Hoffenheim (4:1) Ende Januar hatte Löw Musiala "einen sehr klaren Weg für mich in der Nationalmannschaft aufgezeigt".