26. März 2021 / 06:37 Uhr

Löw spricht nach Sieg gegen Island über das Mittelfeld, die Katar-Botschaft und das Corona-Chaos

Löw spricht nach Sieg gegen Island über das Mittelfeld, die Katar-Botschaft und das Corona-Chaos

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw zieht nach dem Sieg gegen Island ein positives Fazit.
Bundestrainer Joachim Löw zieht nach dem Sieg gegen Island ein positives Fazit. © Getty Images
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Nach dem Spiel gegen Island stand Bundestrainer Joachim Löw auf einer Pressekonferenz Rede und Antwort. Der 61-Jährige bezeichnete dabei das Mittelfeld als "Pfund", lobte die Botschaft für Menschenrechte und sprach über das Corona-Chaos.

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Rundum zufrieden war der Bundestrainer nach dem ersten Auftritt seiner Mannschaft im EM-Jahr 2021. Mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen Island startete das DFB-Team in die WM-Qualifikation. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel sprach Joachim Löw über verschiedene Themen. Alle Aussagen im Überblick.

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Der Bundestrainer sprach auf der Pressekonferenz über...

...das Fazit nach dem geglückten Start in die WM-Qualifikation: "Es war ein sehr dynamischer, schwungvoller Auftakt von unserer Mannschaft. Wir wollten von Anfang an Zeichen setzen, wir wollten einen guten Auftakt zu Hause. Wir wissen, dass wir unter besonderer Beobachtung waren. Gerade in der Anfangsphase haben wir es gut gemacht durch sehr viel Bewegung, schnelle Ballkontakte, schnelle Passagen. Beide Tore waren klasse herausgespielt. Von daher kann man insgesamt zufrieden sein. Wir haben einen abgefälschten Schuss in der ersten Hälfte zugelassen. In der zweiten haben wir nicht mehr so konsequent auf Tempo gespielt. Wir hatten nicht mehr so viele Chancen. Island stand tief, hat gut verteidigt."

...das Mittelfeld mit Kimmich, Goretzka und Gündogan: "Das Mittelfeld war sicherlich sehr gut unterwegs. Alle drei waren extrem ballsicher und immer anspielbar. Sie haben die Angriffe initiiert, die es in der Enge des Mittelfelds gab. Das war ein Pfund und ein Gewicht für uns. Die Überlegung mit Kimmich muss man sehen. Es gibt verschiedene Konstellationen, die man im Mai überlegt."

Deutschland in der Einzelkritik gegen Island

Deutschland gegen Island in der Einzelkritik. Zur Galerie
Deutschland gegen Island in der Einzelkritik. ©

...die Botschaft "Human Rights" (Menschenrechte) auf den T-Shirts vor dem Spiel: "Ich wusste davon. Angeregt habe ich es nicht. Die Spieler haben es am Spieltag noch größtenteils selber auf die Trikots gezeichnet und geschrieben. Es sollte einfach auch mal ein erstes Zeichen von der Mannschaft sein, dass wir für Menschenrechte, egal wo auf der Welt, einstehen, dass das unsere Werte sind. Von daher war es ein sehr, sehr gutes und ein wichtiges Zeichen."

...den Coronafall am Donnerstagmorgen: "Die Sinne sind bei uns absolut geschärft vom ersten Tag an. Schon im Vorfeld sind die Spieler ständig aufgeklärt worden. Wir verhalten uns so diszipliniert wie es geht, mit Masken in den Sitzungen, überall im Hotel, mit Handschuhen beim Essen. Am Morgen war es logischerweise erstmal hektisch, als die Nachricht kam."

Löw: "Hoffen, dass es uns nicht mehr passiert"

...den Ablauf nach dem positiven Test-Ergebnis: "Das hat den ganzen Tagesplan durcheinandergebracht. Jede Sitzung wurde abgesagt, alle Spieler mussten auf den Zimmern bleiben. Wir mussten auf Antworten vom Gesundheitsamt warten. Am Nachmittag, als alle Testungen durch waren und alles negativ war, waren wir erst einmal beruhigt. Dann konnten wir zum Wichtigen kommen. Wir wissen, dass immer etwas passieren kann. Man muss sich damit abfinden. Wir hoffen, dass es uns nicht mehr passiert, wenn wir jetzt länger in der Blase sind. Am Anfang kann es sein, wenn die Spieler aus allen unterschiedlichen Regionen kommen, dass etwas mit reingebracht wird."

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...den möglichen Platz von Toni Kroos im Mittelfeld: "Warum sollte der um seinen Platz fürchten müssen? Das ist ein Weltklassespieler, der unsere Mannschaft natürlich auch prägt. Man sieht ja, wie schnell irgendwelche Spieler ausfallen können durch Verletzungen und so weiter. Von daher bin ich natürlich wahnsinnig froh, wenn im Mai zur Nominierung alle gesund und fit sind. Bei einem Turnier brauchen wir sowieso mehr als nur elf Spieler."

...die Flexibilität von Emre Can: "Das ist ganz wichtig. Ich wusste, dass Emre ein Spieler ist, der die Abläufe kennt, der eine gewisse Routine mitbringt, der körperliche Präsenz hat in den Zweikämpfen. Das war wichtig. Philipp Max hat mittlerweile auch einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Heute waren mir die Erfahrung, die Körperlichkeit und die Lautstärke vom Emre wichtiger. Dass mit Robin Gosens und Marcel Halstenberg zwei links ausgefallen sind, war schade."