30. Mai 2018 / 06:00 Uhr

Lucien Favre exklusiv: Der BVB ist einer der "spannendsten Vereine Europas"

Lucien Favre exklusiv: Der BVB ist einer der "spannendsten Vereine Europas"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die letzte SPORTBUZZER-Kolumne von Licien Favre vor seinem Amtsantritt beim BVB: Unser Experte verabschiedet sich mit einer WM-Analyse und spannenden Einblicken in seine Gefühlswelt in Bezug auf Borussia Dortmund
Die letzte SPORTBUZZER-Kolumne von Licien Favre vor seinem Amtsantritt beim BVB: Unser Experte verabschiedet sich mit einer WM-Analyse und spannenden Einblicken in seine Gefühlswelt in Bezug auf Borussia Dortmund © imago/Thomas Bielefeld
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In seiner letzten SPORTBUZZER-Kolumne schreibt der künftige BVB-Trainer Lucien Favre über seine Aufgabe bei Borussia Dortmund. Zudem äußert er sich zur beeindruckenden Entwicklung von Toni Kroos und erklärt, warum Deutschland für ihn nicht der große WM-Favorit ist.

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Eine traurige Nachricht gleich vorweg: Leider wird dies meine letzte Kolumne für den SPORTBUZZER sein. In der nächsten Saison werde ich bekanntlich wieder in der Bundesliga arbeiten und möchte mich voll und ganz dieser großen Aufgabe widmen. Ich freue mich riesig darauf, wieder nach Deutschland zurückzukehren und bin sehr dankbar, dass ich mit dem BVB einen der spannendsten Vereine Europas übernehmen darf. Ich möchte diese Herausforderung seriös und mit Herzblut angehen.

Mehr zu Lucien Favre

Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht, an dieser Stelle über Fußball zu schreiben. Zum Abschluss möchte ich mich mit der Weltmeisterschaft in Russland, den Chancen der deutschen Mannschaft und Toni Kroos beschäftigen. Ich verfolge den Weg von Kroos schon seit langer Zeit und er ist bereits seit Jahren zu einem absoluten Top-Spieler gereift. Er hat sich damals entschieden, den FC Bayern zu verlassen und seitdem mit Real Madrid fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Toni Kroos gehört für mich zu den besten Spielern der Welt.

Die 25 fleißigsten deutschen Titelsammler im SPORTBUZZER-Ranking

Erfasst werden in dieser Tabelle nur deutsche Spieler, die Titel gewannen – auch im Ausland. Für die Weltmeisterschaft gibt es fünf Punkte, die EM vier, den Gewinn der Champions League (oder früher: Landesmeisterpokal) drei, für andere Europapokale zweieinhalb, für Meisterschaften zwei und Pokalsiege einen.Maßgeblich ist mindestens ein Einsatz bei Endrunden bzw. in der jeweiligen Saison. Mitgliedschaft im Kader allein gilt nicht. Nicht berücksichtigt wurden nachrangige Wettbewerbe wie Weltpokal, Supercup oder Ligapokal. Zur Galerie
Erfasst werden in dieser Tabelle nur deutsche Spieler, die Titel gewannen – auch im Ausland. Für die Weltmeisterschaft gibt es fünf Punkte, die EM vier, den Gewinn der Champions League (oder früher: Landesmeisterpokal) drei, für andere Europapokale zweieinhalb, für Meisterschaften zwei und Pokalsiege einen.Maßgeblich ist mindestens ein Einsatz bei Endrunden bzw. in der jeweiligen Saison. Mitgliedschaft im Kader allein gilt nicht. Nicht berücksichtigt wurden nachrangige Wettbewerbe wie Weltpokal, Supercup oder Ligapokal. ©
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Toni Kroos kann eigentlich alles

Was Kroos auszeichnet? Er gibt der Mannschaft Gleichgewicht und kann eigentlich alles. Er verliert so gut wie nie den Ball, spielt kaum Foul, hat eine unglaubliche Spielintelligenz, schießt Ecken und Freistöße. Und er harmoniert perfekt mit Luka Modric – so ein kongeniales Duo gibt es wohl in keinem anderen Team weltweit. Kroos wird auch eine zentrale Rolle in der Nationalelf einnehmen und dort ebenfalls den Takt angeben. Erfahrungsgemäß war Deutschland bei den großen Turnieren immer da, dennoch sind sie in Russland für mich nicht der Favorit.

Mehr zu Toni Kroos

Man darf nicht vergessen, welche Erfahrung und Qualität nach 2014 verloren ging – ich denke an Philipp Lahm, an Bastian Schweinsteiger, an Miroslav Klose oder auch an Per Mertesacker und Benedikt Höwedes. Das zu kompensieren, ist schwierig - auch wenn Deutschland natürlich wieder eine sehr gute Elf hat. Was mich am meisten beeindruckt, ist, dass Joachim Löw immer großen Wert darauf legt, Fußball aktiv spielen zu lassen – egal gegen welchen Gegner. Doch auch Deutschland wird merken, wie schwierig es ist, als Titelverteidiger in eine WM zu gehen – das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt.

Diesen einen, großen Favoriten auf den Titel gibt es für mich in diesem Jahr ohnehin nicht. Sicherlich hat Frankreich eine unglaubliche Qualität, allerdings müssen sie beweisen, dass sie auch eine Mannschaft sind – denn darum geht es bei einem Turnier. Auch Spanien und Brasilien zählen zum Favoritenkreis, Belgien hat für mich Außenseiterchancen.

Der Fußball ist am Limit

Wie viele meiner Kollegen bin ich der Meinung, dass der Fußball am Limit ist. Nach so einer langen Saison besteht immer die Gefahr, dass die Topspieler am Ende ihrer Kräfte sind. Vor allem diejenigen, die bis zuletzt in der Champions League im Einsatz waren. Dennoch freue ich mich sehr auf die WM. Ich erwarte tolle, ausgeglichene Spiele, auch einige Überraschungen. Und ich drücke Jogi Löw und Deutschland die Daumen, dass sie es tatsächlich schaffen, den Titel zu verteidigen.

Das ist Deutschlands vorläufiger WM-Kader - mit Rückennummern

Rückennummer 1 – Manuel Neuer (FC Bayern): Stand zum ersten Mal am 29. Mai 2009 im Kader der Nationalmannschaft. Neun Jahre später fährt er mit dem Team zu seiner dritten WM. Zur Galerie
Rückennummer 1 – Manuel Neuer (FC Bayern): Stand zum ersten Mal am 29. Mai 2009 im Kader der Nationalmannschaft. Neun Jahre später fährt er mit dem Team zu seiner dritten WM. ©

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