08. November 2019 / 09:56 Uhr

Lückenschluss unterm Korb: StarWings Glienicke setzen auf Schule-Verein-Kooperationen

Lückenschluss unterm Korb: StarWings Glienicke setzen auf Schule-Verein-Kooperationen

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
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Die StarWings-Baskteballer kämpfen in der Oberliga um Punkte. © Christoph Laak
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Basketball Oberliga: Die Basketballer der StarWings Glienicke schaffen Verbindungen zwischen Schule und Verein – und wollen so bald auch in der Oberliga vorne mitspielen.

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Als sein Sohn vor gut vier Jahren mit dem Basketball bei den StarWings in Glienicke (Oberhavel) begann, landete auch Sebastian Bergmann bei dem noch jungen Verein aus der Gemeinde im Berliner Norden. Den gibt es seit 2006. „Ich dachte mir, da muss mehr gehen“, erinnert sich Bergmann. So sei er schnell in eine Vorstandsposition bei den Korbjägern von der Nordbahn gerutscht. Heute ist er stellvertretender Vorsitzender.

Der Basketball-Nachwuchs liegt ihm und dem Verein besonders am Herzen. Darum setzen sie in Glienicke und darüber hinaus auf den Lückenschluss zwischen Schule und Verein. Gleich acht Basketball-Arbeitsgemeinschaften betreuen Bergmann und ein Trainerkollege in Glienicke, Mühlenbeck, Hohen Neuendorf und Schildow. „Der Breitensportgedanke ist bei den Schulen deutlich besser aufgehoben im Verein“, findet das Vorstandsmitglied. „Wir versuchen das anzuschieben.“ Helfen soll auch eine Kooperation mit dem Bundesligisten Alba Berlin im Rahmen des Projekts „MBS und ALBA“. Der Name des großen Clubs aus der Hauptstadt könne auch im Umland zum Zugpferd werden.

Wichtig für die Nachwuchsgewinnung sei eine niedrige Einstiegsschwelle, findet Sebastian Bergmann. So müssten Mitglieder der AGs nicht zwangsläufig in den Verein eintreten, um die ersten Schritte im Basketball zu gehen. In Schildow habe sich so inzwischen ein Schulvereinsteam entwickelt, in dem die Kids zu einem ermäßigten Beitrag an offiziellen Wettbewerben teilnehmen können. Auch neue Miniregeln des Verbandes hätten den Einstieg erleichtert, der Verein registriert mehr Zulauf. „Trotzdem ist es gerade im Bereich der Neun- und Zehnjährigen schwer, am Fußball vorbeizukommen“, weiß auch Bergmann.

Mehr Oberhavel-Sport

Deshalb will man den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen und früh ansetzen. In den Bereichen Kitasport und Jugendclubarbeit soll das Angebot der StarWings noch ausgebaut werden. „Wir müssen die Kinder abholen“, sagt Bergmann und meint das durchaus wörtlich. Er könne sich einen Fahrservice von der Schule zum Training vorstellen. Eltern würden sich so einen Weg im Auto sparen.

Auf rund 300 Mitglieder ist der Basketballverein, der zudem eine Cheerleading-Abteilung besitzt, die in Zukunft ebenfalls mehr Aufmerksamkeit bekommen soll, inzwischen gewachsen. „Das bringt eine Wachstumsproblematik mit sich“, weiß der Vize-Vereinschef und erklärt: „Es gibt in Glienicke gar nicht genügend Hallenzeiten.“ Trainiert und gespielt wird in der Halle am Neuen Gymnasium sowie in der Dreifeldhalle. „Wir haben das Privileg, das dort auch die Querfelder mit abgesenkten Körben ausgestattet sind.“ Dadurch habe das Interesse der Kids in diesem Altersbereich zugenommen, bestätigt der Ehrenamtler.

Lokalderby gegen Oranienburger BV

Bei allem Breitensportgedanken, so Bergmann, sei es der Idealfall, wenn die Nachwuchs-Korbjäger schließlich im Verein hängen bleiben. Das Männerteam, das in der Oberliga, der höchsten Spielklasse Brandenburgs, um Punkte spielt, wolle man behutsam mit Eigengewächsen aufstellen. „Auch wenn das bedeutet, dass wir uns jetzt mal ein paar Jahre in einer stark besetzten Oberliga durchbeißen müssen.“ Mit Vereinsurgestein Joshua Fliß habe man vor der Saison einen neuen Trainer bekommen und noch mal einen Schnitt vollzogen. „Wir wollen nichts erzwingen“, erklärt Sebastian Bergmann.

Motivation, trotzdem stetig besser zu werden, liefert ausgerechnet ein zweiter Basketballclub aus Oberhavel, der Oranienburger BV. „Natürlich wünscht man sich immer, den Lokalrivalen zu schlagen“, so Bergmann. Ob es allerdings in diesem Jahr gelingt, vor den Oranienburgern zu landen, vermag er nicht einzuschätzen. Auf jeden Fall wolle man sich in anderthalb Wochen im direkten Duell besser präsentieren als beim 64:85 zum Saisonstart. „Jetzt zählt für uns aber erst einmal das Pokalspiel gegen Potsdam am Wochenende.“ Am Samstag um 18 Uhr empfangen die StarWings den USV in der Dreifeldhalle. „Dort spielen wir, um die Tribünen zu nutzen“, hofft Bergmann auf eine große Kulisse.

Die Brandenburger "Bilder der Woche" der Saison 2019/20.

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