19. März 2021 / 13:46 Uhr

Luckenwalder Fußballer als Corona-Schnelltesthelfer

Luckenwalder Fußballer als Corona-Schnelltesthelfer

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Medizinstudent Pit Kleiner, mit dem FSV verbunden, im Testzentrum von Apotheker Karsten Engel.
Medizinstudent Pit Kleiner, mit dem FSV verbunden, im Testzentrum von Apotheker Karsten Engel. © Verein
Anzeige

Regionalliga Nordost: Der FSV 63 Luckenwalde unterstützt den örtlichen Apotheker Karsten Engel im Kampf gegen die Pandemie - Fußball gespielt wurde auch: In einem weiteren Test trennen sich die Luckenwalder Regionalligafußballer 2:2-unentschieden von Magdeburgs U19-Team.

Anzeige

Insgesamt acht Vereinsmitglieder des FSV 63 Luckenwalde haben sich für das jüngste Projekt des Vereins gemeldet. Nun sind sie im Einsatz. Die FSV-Mitglieder helfen seit Mittwoch im Testzentrum von Apotheker Karsten Engel in der Fontane-Straße im Kampf gegen die Pandemie.

Anzeige

„Aufgrund der regelmäßigen Testungen von Spielern, Trainern und Betreuern unserer Regionalligamannschaft absolvierten fünf Vereinsmitglieder eine Corona-Schnelltest-Schulung des DRK. Sie sind im Besitz eines Zertifikates und dürfen Schnelltests durchführen“, sagt Vereinspräsident Dirk Heinze. Geschultes Personal ist gesucht. „Für uns stand außer Frage, dass wir Apotheker Engel helfen, denn er unterstützt unseren Verein schon über Jahre hinweg tatkräftig“, so Heinze.

Mehr zur Regionalliga Nordost

In dem Corona-Test-Zentrum. können sich Bürgerinnen und Bürger von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr kostenlos auf das Virus testen lassen. „Das ist ein wichtiges und sinnvolles Instrument, um die Pandemie zu bekämpfen und um Ansteckungen im Rahmen zu halten“, informiert der Verein im Internet.

Rund 70 Testungen werden dort täglich vorgenommen. Bis Freitagmittag gab es noch keinen positiven Fall. Über jeden Test bekommt der Bürger einen Nachweis. Wichtig dabei: Das Ergebnis sagt nur etwas über den tagesaktuellen Infektionszustand aus. Die Tests sind freiwillig und für die Bürger kostenlos. Mitzubringen ist ein wenig Geduld, denn neben dem Schreibkram dauert die Testauswertung etwa eine Viertelstunde. „Ein Aufwand, der sich für die Pandemiebekämpfung lohnt“, erklärt FSV-Vorstandsmitglied und Helfer im Testzentrum, Thomas Mill, zu den dortigen Abläufen.

Er versichert, dass der Luckenwalder Fußballverein auch in Zukunft alles dafür geben wird, um die Pandemie so schnell wie möglich zu beenden und davon Betroffenen so gut es geht zu helfen. „Denn alle im Verein – Mitglieder, Sponsoren, Gönner und Fans – wollen schnellstmöglich wieder auf den Platz zurück und dem runden Leder aktiv oder passiv nachjagen“, sagt Mill.

Wie wichtig der soziale Gedanke in einem gemeinnützigen Verein ist, zeigt der FSV 63 Luckenwalde immer wieder. Schon seit Beginn der Pandemie warteten die Kreisstadtfußballer mit Hilfsprojekten und Angeboten auf. So wurde ein Einkaufsservice für Risikogruppen ins Leben gerufen, der von der Bevölkerung rege genutzt wird. „Wir helfen mit Fahrzeugen und Manpower auch unserem Sponsor, die Kantine im Finanzamt, beim Ausfahren von Mittagessen besonders für ältere Bürger“, so Mill. „Zudem unterstützen wir Partnerschulen bei der Umsetzung der Kindernotbetreuung während des Lockdowns.“

In dieser Woche absolvierten die Regionalligafußballer des FSV 63 Luckenwalde ein weiteres Testspiel ohne Zuschauer. Sie waren am Mittochabend in Sachsen-Anhalt bei der U19-Vertretung des 1. FC Magdeburg (Tabellenfünfter der A-Junioren-Bundesliga) zu Gast. Es war eine muntere Partie. Daniel Becker (21.) brachte den FSV 63 in Front. Phil Gysbers (45.) erzielte den 1:1-Pausenstand. Im zweiten Durchgang verwandelte Tom Weiß (60.) einen Strafstoß für den FCM. Zum 2:2-Endstand traf Frank Rohde (87.). Am Sonnabend hat die Luckenwalder Regionalligaelf die U19-Mannschaft des 1. FC Union Berlin (Tabellenzehnter der A-Jugend-Bundesliga) zu Gast. Zuschauer sind nicht erlaubt.