06. September 2015 / 15:42 Uhr

Luckenwalder gewinnen, überzeugen aber nicht

Luckenwalder gewinnen, überzeugen aber nicht

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Tiago Sprenger (links) und Roman Arndt jubeln. Letzterer erzielte am Sonnabend die FSV-Tore vier und fünf.
Tiago Sprenger (links) und Roman Arndt jubeln. Letzterer erzielte am Sonnabend die FSV-Tore vier und fünf. © Thomas Bölter
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Landespokal: Trotz des 5:1-Sieges ließ Regionalligist Luckenwalder beim Landesligavertreter Petershagen-Eggersdorf spielerische Dominanz vermissen.

Regionalligist FSV Luckenwalde hat die dritte Runde des Landespokal-Wettbewerbs erreicht. Beim ambitionierten Landesligavertreter Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf wurde am Sonnabend 5:1 verdient gewonnen. Die erwartete spielerische Dominanz ließen die Kicker von FSV-Coach Jörg Heinrich jedoch vor 110 Zuschauern vermissen. Einen Unterschied von drei Klassen gab es nicht. Allerdings hatte der Luckenwalder Trainer mehreren Kickern, die nicht unbedingt immer in der Startformation zu erwarten sind, eine Einsatzchance gegeben.

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Die Gäste begannen erwartet dominant. Die erste Großchance hatten allerdings die Blau-Weißen. Nach Ballverlust Maximilian Gerlachs in Höhe der Mittellinie zog Silvan Küter recht unbedrängt in Richtung FSV-Tor davon. Sein Schlenzer von der Strafraumgrenze strich knapp am rechten Pfosten vorbei (4.). Nach 13 Minuten war es dann aber doch so weit. Niklas Goslinowski flankte von links, Tiago Sprenger nahm in seiner besten Szene den Ball geschickt an und vollendete mittels Flachschuss zum standesgemäßen 0:1.

Doch der Jubel im FSV-Lager war nur von kurzer Dauer. Verursachte doch Florian Schmidt am eigen Strafraum einen unnötigen Freistoß. Den köpfte der im rechten Moment hochsteigende und seinem Namen alle Ehre machende Jan Großer platziert aus gut acht Metern zum überraschenden 1:1-Ausgleich in die Maschen. FSV-Torhüter Robert Petereit hatte keine Abwehrchance. Bereits kurz danach tauchte Silvan Küter schon wieder frei vor Petereit auf, fand aber im souverän reagierenden FSV-Keeper seinen Meister.


Danach diktierten die Gäste wieder das Spiel, ohne jedoch die erwartete Souveränität an den Tag zu legen. Dennoch gab es weitere FSV-Chancen. Zunächst setzte sich Schmidt geschickt an der Grundlinie durch. Sein Zuspiel auf Sprenger nutzte der FSV-Stürmer zu einem geschickten Schlenzer aus sehr spitzem Winkel. Das Leder landete an der Torlatte (18.).

Nach präziser Flanke von Denys Repetylo stieg Alexander Ost vollkommen frei in Höhe des Strafstoßpunktes am höchsten und köpfte schulbuchmäßig zum 1:2 ein (22.).

Nach total unnötigem Foul an Aaron Bogdan in der 40.Minute zögerte Schiri Wedemeyer keinen Moment und zeigte auf den Punkt. Kapitän Marcel Hadel verwandelte den Strafstoß sicher und souverän zum verdienten 3:1-Halbzeitstand.

In der zweiten Halbzeit gab FSV-Coach Jörg Heinrich wie schon in der ersten Runde gegen Burg Roman Arndt eine Einsatzchance. Und der lauf- und einsatzstarke Angreifer sorgte in der Luckenwalder Offensive für einige Belebung und war an fast jeder gefährlichen Offensivaktion des Regionalligisten nach der Pause beteiligt. Bereits in der 47. Minute hatte er nach steilem Zuspiel Aaron Bogdans den nächsten FSV-Treffer auf dem Fuß. Frei vor SV-Keeper Florian Rudolph zirkelte er das Leder äußerst knapp am langen Pfosten vorbei.

Nächste Parallele zur ersten Pokalrunde: Auch in Petershagen erzielte Roman Arndt trotz seiner geringen Körpergröße nach Flanke vom rechten Flügel, dieses Mal von André Leimbach, per Kopf den ersten FSV-Treffer nach dem Seitenwechsel (49.). Und auch für das letzte Tor des Spiels sorgte der schnelle FSV-Stürmer selbst. Kurz nachdem Schmidt nach bösem Foul im Mittelfeld mit einer vermutlich länger währenden Bänderverletzung vom Platz und der FSV wegen bereits erschöpftem Wechselkontingent zu zehnt zu Ende spielen musste, setzte sich Arndt im Laufduell geschickt gegen den wesentlich größer gewachsenen Laszlo Nagy durch und schoss zum 1:5-Endstand ein (74.). Alles in allem bot Roman Arndt in den 45 Einsatzminuten in Petershagen eine überzeugende Vorstellung. Ob das schon gegen wesentlich robustere Kontrahenten in der Regionalliga ausreichen wird, bleibt abzuwarten.

Von Fred Krüger