15. September 2019 / 20:44 Uhr

Luckenwalder Gipfelsturm im Halbdunkeln (mit Galerie)

Luckenwalder Gipfelsturm im Halbdunkeln (mit Galerie)

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Frank Rohde (FSV 63 Luckenwalde) feiert seinen Treffer zum 3:2 in der 88. Minute des Spiels gegen Carl Zeiss Jena II. Kurz zuvor gab es einen Teilausfall des Flutlichts. Die Partie wurde nach etwa fünf Minuten Unterbrechung im Halbdunkeln fortgesetzt und von den Gastgebern mit 4:2 gewonnen.
Frank Rohde (FSV 63 Luckenwalde) feiert seinen Treffer zum 3:2 in der 88. Minute des Spiels gegen Carl Zeiss Jena II. Kurz zuvor gab es einen Teilausfall des Flutlichts. Die Partie wurde nach etwa fünf Minuten Unterbrechung im Halbdunkeln fortgesetzt und von den Gastgebern mit 4:2 gewonnen. © Frank Neßler
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NOFV-Oberliga Süd: FSV 63 Luckenwalde gewinnt ein gutes und spannendes Spitzenspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena II nach Flutlicht-Teilausfall noch mit 4:2.

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Was für eine Ironie des Schicksals: Da startet der FSV 63 Luckenwalde eine Spendensammel-Kampagne im Internet unter der Adresse www.machlicht.de zur Finanzierung einer neuen Flutlichtanlage im Seelenbinder-Stadion – die vorhandenen Masten auf dem Trainingsplatz im oberen Bereich der Luckenwalder Sportstätte mussten wegen des Neubaus der Tartanbahn weichen – und während des Oberliga-Spitzenspiels in der Südstaffel zwischen dem gastgebenden Tabellenzweiten und dem Vierten, Carl-Zeiss Jena II, wird es wenige Minuten vor dem Abpfiff der Partie plötzlich dunkler im Seelenbinder-Stadion.

Gut die Hälfte der Flutlichtlampen des Hauptplatzes war ausgegangen. „Sportfinsternis“, so bewerben die Luckenwalder Fußballer auf eigens gedruckten Postkarten ihre Spendensammel-Kampagne, wurde an einem Freitag dem 13., auf einmal Realität.

Zu diesem Zeitpunkt stand es in der spannenden Oberligapartie 2:2-unentschieden. Die Gäste aus Thüringen, die vor mehr als 400 Zuschauern am Freitagabend sehr ordentlich in die Partie fanden, waren früh durch Maximilian Weiß (8.) in Führung gegangen. Er verwertete eine Flanke von links perfekt. Konstantin Filatow im FSV-Tor hatte keine Abwehrchance.

In Bildern: Luckenwalder Oberligafußballer gewinnen Spitzenspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena II.

Luckenwalder Oberligafußballer (weiße Spielkleidung) gewinnen ein gutes und spannendes Spitzenspiel in der Südstaffel gegen den FC Carl Zeiss Jena II nach Teilausfall des Flutlichts noch mit 4:2. Zur Galerie
Luckenwalder Oberligafußballer (weiße Spielkleidung) gewinnen ein gutes und spannendes Spitzenspiel in der Südstaffel gegen den FC Carl Zeiss Jena II nach Teilausfall des Flutlichts noch mit 4:2. © Frank Neßler
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Die Luckenwalder taten sich dagegen zunächst schwer. Das frühe Anlaufen der Gäste bereitete ihnen Probleme, eigene Angriffe zielführend vorzutragen. So blieb ein harmloser Kopfball von Frank Rohde in der 4. Minute die einzig nennenswerte Möglichkeit in der Anfangsphase für die Platzherren.

Ein Standard musste her, um auszugleichen. Nach einem Freistoß, der von Gästeschlussmann Lukas Sedlak per Faustabwehr pariert wurde, landete der Ball vor den Füßen von Daniel Becker. Mit einem präzisen Linksschuss von der Strafraumgrenze aus beförderte der Luckenwalder Toptorjäger den Ball ins Dreiangel zum 1:1 (20.).

Danach waren die Hausherren am Zug. Zwar blieben die Gäste bei Kontern immer gefährlich, aber die Luckenwalder hatten die weitaus größeren Gelegenheiten. Frank Rohde, der frei vor Keeper Sedlak in der Angriffsmitte auftauchte, setzte den Ball über das Tor. Nur wenige Augenblicke später war der Gästetorwart bei einen Rohde-Flachschuss noch mit den Fingerspitzen am Ball und lenkte ihn am Pfosten vorbei. Eine Einschussmöglichkeit von Pascal Borowski nach Kopfballablage von Tobias Francisco wurde abgeblockt. Nils Gottschick verfehlte das Gästetor sehr knapp. Es blieb beim 1:1 zur Pause.

Nach Wiederanpfiff waren erneut die Gäste aus Thüringen besser im Spiel. Die FSV-Abwehr blieb gefordert. Entlastung gab es zunächst kaum. Erneut benötigten die Luckenwalder einige Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Ein Sololauf von Borowski über die linke Außenbahn war die erste vielversprechende Aktion der Hausherren im zweiten Abschnitt. Fünf Minuten waren nach Wiederanpfiff bis dahin gespielt.

Frank Rohde und Tim Göth treffen für den FSV 63 Luckenwalde

Der FSV-Führung ging erneut ein Standard voraus. Becker hatte Gästeschlussmann Sedlak zu einer Glanzparade gezwungen. Die anschließende Ecke versenkte Lucas Vierling (64.) mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:1. Doch die Gäste waren um eine Antwort nicht verlegen. Nach einer Flanke von links stand Vasileios Dedidis (71.) am langen Pfosten des FSV-Tores ziemlich blank. Er hatte keine Mühe, den 2:2-Ausgleich zu erzielen.

Spannend ging es weiter. Als der Jenaer Akteur Laurens Zintsch in der 83. Minute die Ampelkarte sah, ging plötzlich gut die Hälfte des Flutlichts im Stadion aus. Die Ursache dafür blieb im Dunkeln. Das Spiel wurde für mehrere Minuten unterbrochen. Schiedsrichter Magnus-Thomas Müller entschied nach Rücksprache mit beiden Mannschaften auf Fortsetzung der Partie.

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Mit dem Halbdunkel auf dem Platz kamen die Hausherren besser klar. Zunächst klatschte ein abgefälschter FSV-Freistoß an den Pfosten des Gästetores. Frank Rohde (88.) und Tim Göth (90.) erzielten nach der Lichtpause zwei weitere Luckenwalder Tore und bescherten dem FSV 63 damit erstmals die Tabellenführung in dieser Saison.

„Unter dem Strich haben wir das Spiel gegen einen sehr starken Gegner glücklich gewonnen“, bilanzierte FSV-Trainer Jan Kistenmacher auf der Pressekonferenz, die ebenfalls im Dunkeln stattfand, „wir stehen auf Platz eins, deshalb dürfen die Jungs heute Abend auch mal feiern“.

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