11. September 2021 / 12:58 Uhr

Luckenwalder Motorsportler Tino Spieth sattelt um

Luckenwalder Motorsportler Tino Spieth sattelt um

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Der Luckenwalder Motorradrennfahrer Tino Spieth mit seinen Kindern Minna (7) und Elmar (4).
Der Luckenwalder Motorradrennfahrer Tino Spieth mit seinen Kindern Minna (7) und Elmar (4), die ihn begeistert bei den Rennen motovieren. © Privat
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Die Maschinen sind jetzt nicht mehr ganz so leistungsstark - Motorsportler Tino Spieth fährt Rennen in der Pitbike Open Challenge.

Der Luckenwalder Motorradrennfahrer Tino Spieth ist zurück auf der Rennstrecke. Er bestreitet in dieser Saison zusammen mit Denny Schulze (Luckenwalde) und Sven Aßmus (Glindow) im Team S.A.S. Racing die komplette Meisterschaft in der ADMV Pitbike Open Challenge.

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In dieser Rennserie werden Einzylinder-Viertakt-Zweiräder mit etwa 16 PS und einem Gewicht von rund 70 Kilogramm auf Kartbahnen gefahren. Es sind nicht mehr der großen Maschinen wie früher, aber dafür auch risikoärmer, was dem Familenvater nicht ganz unwichtig ist.

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Die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach Übersetzung zwischen 100 und 120 Km/h. „Mit der geringen Größe und der niedrigen Motorleistung kann man auf der großen Rennstrecke natürlich nichts mehr gewinnen, auf der Kartbahn jedoch schon“, sagt Spieth, der nach einem Tipp seines Teamkollegen Sven Aßmus im Winter 2018 erstmals auf einer Berliner Indoor Kartbahn ein paar schnelle Runden auf einem Pitbike drehte.

„Nachdem ich im Oktober 2016 das letzte Mal ein Rennen beim Biketoberfest in Oschersleben mit der Suzuki GSX-R 1000 gefahren bin, war für mich erstmal Schluss mit dem Motorsport“, erzählt Tino Spieth. Private Dinge hatten Vorrang. Zwei Kinder und ein Hausbau beanspruchten den größten Teil seiner Zeit. So richtig los von seinem Motorsport-Hobby kam der Luckenwalder jedoch nicht. Durch die Proberunden war sein Interesse wieder geweckt. „Die Größe des Bikes war anfangs natürlich etwas ungewöhnlich“, erinnert sich Spieth, „man kam sich vor wie der Affe auf dem Schleifstein. Jeder kleine Fahrfehler überträgt sich sofort ins Fahrwerk und bringt Unruhe ins gesamte Bike.“ Übung macht jedoch bekanntlich den Meister. Irgendwann hatte er den Dreh raus. „Ich fand Gefallen am Pitbikefahren. Es folgten zahlreiche Indoor- und Outdoortrainings, die meine Fahrtechnik und Rundenzeiten enorm verbesserten.“

In dieser Saison startet er nun wieder in einer Rennserie mit acht Läufen auf Kartbahnen in Lohsa (Oberlausitz) sowie auf dem Harzring (Sachsen-Anhalt), dem Görlitzring (Sachsen) und dem Templiner Ring (Brandenburg). „Die Saison verlief für mich durchwachsen“, sagt Spieth. Einige Stürze kosteten ihn wertvolle Punkte. Aktuell belegt er Gesamtrang zehn. „Ich hoffe, ihn bei den Finalläufen an diesem Wochenende am Templiner Ring halten oder sogar verbessern zu können“, so der Motorsportler.