03. September 2020 / 20:53 Uhr

Luckenwalder ohne Mumm in Leipzig

Luckenwalder ohne Mumm in Leipzig

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Keeper Andre Thoms (FSV 63 Luckenwalde).
FSV-Schlussmann Andre Thoms bekam einiges an Arbeit. © Frank Neßler
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Regionalliga Nordost: Der FSV 63 Luckenwalde unterliegt am 4. Spieltag bein 1. FC Lokomotive Leipzig mit 0:3.

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Das war nix: Ausgerechnet am Abend des 47. Geburtstages ihres Cheftrainers Jan Kistenmacher warteten die Luckenwalder Regionalligafußballer mit ihrer bisher schwächsten Saisonleistung auf. Sie verloren am Mittwoch die Partie des 4. Spieltages der Nordost-Staffel beim 1. FC Lokomotive Leipzig sang- und klanglos mit 0:3. Die Tore der Sachsen erzielten vor 1000 Zuschauern im traditionsreichen Bruno-Plache-Stadion Maik Salewski (30.), Sascha Pfeffer (46.) und Gabriel Boakye (74.).

Zu keinem Zeitpunkt der Partie waren die Luckenwalder am Mittwochabend im Spiel. Von den Hausherren sofort unter Druck gesetzt, hatten sie große Probleme im Aufbau. Aus der Not heraus wurde von den Gästen meist mit langen Bällen operiert, die jedoch die Adressaten Till Plumpe und Christian Flath in der Spitze oft nicht erreichten. Von den Leipzigern abgefangen, kam das Spielgerät postwendend wieder zurück. Plumpe, der in dieser Saison für die Luckenwalder schon zweimal traf, war über weite Strecken der Begegnung sogar ganz abgemeldet.

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Der gastgebende 1. FC Lok Leipzig konnte Aufsteiger FSV Luckenwalde mit 3:0 Toren bezwingen. Die Tore für die Blau-Gelben erzielten Maik Salewski, Sascha Pfeffer und Gabriel Boakye. Zur Galerie
Der gastgebende 1. FC Lok Leipzig konnte Aufsteiger FSV Luckenwalde mit 3:0 Toren bezwingen. Die Tore für die Blau-Gelben erzielten Maik Salewski, Sascha Pfeffer und Gabriel Boakye. © Picture Point

Das Geschehen spielte sich in der ersten Halbzeit überwiegend in der Hälfte der Gäste ab. Die stark aufspielenden Lok-Fußballer übernahmen die Regie. FSV-Schlussmann Andre Thoms hatte im Verbund mit den Innenverteidigern Peter Misch und Tobias Francisco viel Arbeit und zunächst ein ums andere Mal auch das Glück des Tüchtigen.

Bis zur 33. Minute hielt das Luckenwalder Abwehrbollwerk. Dann bekam es einen ersten Riss. Ein Abstimmungsfehler ging dem Lok-Treffer durch Salewski voraus. Mit der knappen 1:0-Führung der Hausherren wurden die Seiten gewechselt.

Gleich nach Wiederanpfiff waren alle guten Vorsätze der Gäste für die zweiten 45 Minuten nur noch Makulatur. Der Sekundenzeiger der Uhr hatte nicht einmal ein volle Umdrehung geschafft, da zappelte das Leder erneut im Luckenwalder Tor. Nach klasse Vorarbeit von Paulo Piplica ließ Sascha Pfeffer dem FSV-Schlussmann Thoms keine Abwehrchance.

In der Folge wurden die Luckenwalder optisch etwas besser, richtige Torgefahr strahlten sie jedoch weiterhin nicht aus. Ihre Angriffsversuche blieben Stückwerk.Als der für Pfeffer eingewechselte Gabriel Boakye nach einer Ecke am kurzen Pfosten von der FSV-Abwehr völlig unbeachtet einlaufend gut eine Viertelstunde vor dem Ende per Kopf das 3:0 markierte, war die Partie für die Luckenwalder endgültig gelaufen. Selbst mit einem Mann weniger auf dem Rasen, Robert Berger sah nach einem Trikotzupfer bei einem Zweikampf mit Daniel Becker an der Außenlinie wegen wiederholtem Foulspiels die Ampelkarte, blieben die Gäste harmlos.

„Unser Auftritt war heute nicht mutig genug“, erklärte der etatmäßige FSV-Kapitän Marcel Hadel, der nach seiner Schulterverletzung am Mittwochabend zwar im Luckenwalder Kader stand, aber noch nicht zum Einsatz kam.

Anders als beim 3:1-Erfolg eine Woche zuvor in Babelsberg zeigten die FSV-Fußballer in Leipzig zu viel Respekt vor dem Regionalliga-Coronameister der Vorsaison. „Die Niederlage geht absolut in Ordnung“, schätzte Hadel ein, „nun heißt es, daraus zu lernen, um am Sonntag im Heimspiel gegen den BFC Dynamo wieder an unsere bisher beste Saisonleistung vom Spiel in Babelsberg anknüpfen zu können. Da waren wir richtig stark und haben uns auch im Angriff einiges zugetraut. Jeder Gegner ist halt anders bespielbar.“

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Die Luckenwalder Regionalligafußballer müssen in der nächsten Zeit auf die Dienste von Daniel Muniz Dos Santos verzichten. Der Brasilianer zog sich kurz vor der Pause ohne gegnerische Einwirkung eine Muskelverletzung zu und musste in Leipzig verletzt ausgewechselt werden. Zu seinen ersten 20 Einsatzminuten in dieser Saison kam am Mittwochabend bei den Luckenwaldern Nils Gottschick.