28. Oktober 2021 / 13:32 Uhr

Luckenwalder Ringer wollen Tabellenrang drei

Luckenwalder Ringer wollen Tabellenrang drei

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Spannende Mattenduelle lieferten sich die Ringer des 1. Luckenwalder Sportclubs (dunkle Trainingsanzüge) und von der KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt im Brandenburgderby des sechsten Kampftages der Regionalliga Mitteldeutschland.
Spannende Mattenduelle lieferten sich die Ringer des 1. Luckenwalder Sportclubs (dunkle Trainingsanzüge) und von der KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt im Brandenburgderby des sechsten Kampftages der Regionalliga Mitteldeutschland. © Privat
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Regionalliga Ringen: Nach unerwartet knapper 13:19-Niederlage im Brandenburgderby beim Spitzenreiter KG Frankfurt/Eisenhüttenstadt empfängt der 1. Luckenwalder SC den RV Thalheim und will mit den Gästen die Tabellenplätze tauschen.

Am Samstagabend (30. Oktober) können die Luckenwalder Regionalligaringer ihre Saisonbilanz verbessern. Der zweite Heimkampf steht für sie auf dem Programm. Zu Gast in der Luckenwalder Fläminghalle ist der RV Thalheim. „Die Gäste belegen derzeit den dritten Tabellenplatz und da will ich mit meiner Mannschaft hin“, sagt LSC-Trainer Jesko Schröter.

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„Wenn David Vala in der Greco-Gewichtsklasse bis 130 Kilogramm gerungen hätte, dann hätten wir mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar gewonnen“, erklärt der Coach. Der Polizist aus Tschechien hatte seinen Einsatz für den Luckenwalder Club jedoch berufsbedingt kurzfristig absagen müssen. „Gerade im Hinblick auf das Brandenburgderby ist eine Absage natürlich immer bitter“, so Schröter.

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Die Luckenwalder verkauften sich trotz ihrer Personalprobleme beim weiterhin verlustpunktfreien Tabellenführer und Staffelfavoriten teuer. Der Kampfabend in der Frankfurter Brandenburghalle war von spannenden Duellen auf der Matte geprägt. „Unser Problem ist, dass wir in ein paar Greco-Gewichtsklassen mit Freistilern ringen müssen, die dann einfach zu hoch verlieren“, sagt LSC-Trainer Schröter, „die können zwar im Stand mitringen, aber am Boden haben sie dann keine Chance und geben zu viele Wertungen ab.“

Dennoch gab es in Frankfurt einige Lichtblicke aus Luckenwalder Sicht. So in der leichtesten Freistilkategorie bis 57 Kilogramm. Hier hatte Simon Kock zum ersten Mal „Gewicht gemacht“. Gegen Yannik Rudert überzeugte der LSC-Ringer mit konsequenten Techniken. Kurz vor Ende der Kampfzeit zwang Kock seinen Gegner auf die Schultern. „Ein souveräner, geiler Auftritt“, lobt Schröter seinen Schützling.

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Gleiches trifft auf Mohammad Damankhoshk zu. Er traf im 75 Kilo-Greco-Limit auf den international gestandenen Frankfurter Marcus Thätner. „Ich traue Mohammad sehr viel zu“, so Schröter, „aber dass er den Olympiateilnehmer von 2008 besiegt, war schon eine saustarke Nummer.“ Die beiden Ringer lieferten sich eine Begegnung auf Augenhöhe. Eigentlich war klar, dass die Passivitätspunkte die Entscheidung bringen würden. Doch Mohammad Damankhoshk bewies das Gegenteil. Der 29-jährige Luckenwalder setzte beim Stand von 1:1 den gewinnbringenden Punkt.

Von allen Seiten mit reichlich Spannung erwartet wurde das „Duell der Generationen“ zwischen dem Frankfurter Ansgar Reinke (aktueller deutscher Vizemeister der Junioren) und dem Luckenwalder Leon Kolbe (amtierender A-Jugend Vizemeister) in der 80-Kilo-Freistilkategorie. Die einstigen Trainingskameraden lieferten sich einen Kampf auf hohem Niveau. Reinke setzte sich schließlich mit 4:1 nach Punkten durch. „Es war ein schöner Kampf gewesen“, schätzt LSC-Trainer Schröter ein, „Leon hat gezeigt, dass er nicht mehr weit weg ist. Ihm fehlt nur noch ein bisschen Mut.“

Nach ihren bisher bestrittenen vier Saisonkämpfen in der Regionalliga Mitteldeutschland der Ringer belegen die Luckenwalder derzeit den vierten Tabellenplatz (4:4 Punkte/72:52 Kampfpunkte). „Soweit bin ich mit diesem Zwischenstand zufrieden“, erklärt Schröter, „was natürlich immer negativ im Raum steht, sind die Niederlagen in Gelenau und gegen Frankfurt/Eisenhüttenstadt. Beide waren vermeidbar.“

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