04. Oktober 2021 / 10:09 Uhr

Ludwigsfelder FC: Ex-Bundesligastar besiegelt Heimniederlage

Ludwigsfelder FC: Ex-Bundesligastar besiegelt Heimniederlage

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Unglückliche Niederlage: Der Ludwigsfelder FC unterlag Hertha 06 durch einen späten Gegentreffer.
Unglückliche Niederlage: Der Ludwigsfelder FC unterlag Hertha 06 durch einen späten Gegentreffer. © Lars Sittig/Archivbild
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NOFV-Oberliga Nord: Der Ludwigsfelder FC unterliegt gegen den CFC Hertha – Stürmer Solomon Okoronkwo erzielt das entscheidende Tor.

Bittere Heimniederlage für den Ludwigsfelder FC in der NOFV-Fußball-Oberliga Nord: Das Team unterlag durch einen späten Gegentreffer zu Hause mit 0:1 (0:0) gegen den Charlottenburger FC Hertha 06. Vor 102 Zuschauern im Waldstadion hatte der frühere Bundesligastar Solomon Okoronkwo bei der Partie am Sonnabendnachmittag in der 87. Minute das Tor das Tages erzielt. „Am Ende ist es ein verdienter Sieg, auch wenn wir durch einen Treffer in der Schlussphase gewonnen haben, wir sind sehr glücklich. Solomon hat seine ganze Klasse für sich ausgenutzt“, sagte Volkan Uluc, der Coach des ambitionierten Clubs aus Berlin.

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„Der CFC ist eine Mannschaft mit sehr hoher individueller und technischer Qualität“, sagte LFC-Trainer Aaron Müller. „Er hat uns mit dem breiten Spielaufbau und den Positionswechseln vor einige Probleme gestellt. Wir haben den Zugriff auf das Spiel nicht so bekommen, wie wir wollten. Auch der hohe Ballbesitzanteil wie in den Wochen zuvor ist uns nicht geglückt. Wir können unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles in die Waagschale geworfen. Auch wir hatten einige Torgelegenheiten, aber Hertha hatte die besseren Chancen und war auch häufiger gefährlich vor unserem Tor und ist verdient als Sieger vom Platz gegangen.“

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Der CFC hatte die Partie über weite Strecken dominiert und den Ludwigsfelder FC nicht zur Entfaltung kommen lassen. Trotzdem hatte der LFC bis in die turbulenten Schlussminuten mit einer Roten Karte für William Kuhnigk (CFC, Nachtreten, 87.) erfolgreich verteidigt – dann aber hatte sich Okoronkwo mit dem Rücken zum Tor schnell aufgedreht und abgeschlossen. Der 34-jährige Offensivmann, der unter anderem bei Hertha BSC und dem FC Erzgebirge Aue unter Vertrag gestanden hatte, gehört zu einer stattlichen Fraktion von CFC-Spielern, die bereits höherklassig gespielt haben. Emre Turan (Berliner AK, Optik Rathenow) beispielsweise hatte 135 Einsätze in der vierten Liga bestritten, auch Hassan Oumari stand in der Regionalliga auf dem Platz.


Hertha-Trainer Volkan Uluc: „Wir wussten vorher, dass wir gegen eine taktisch sehr gut eingestellte Ludwigsfelder Mannschaft antreten werden, die uns das Leben schwer machen wird. Trotzdem waren die Torchancen da, da haben wir ein bisschen gewuchert. Wir hatten aber auch einmal in der zweiten Halbzeit bei einer Kontersituation das Quäntchen Glück auf unserer Seite, als Ludwigsfelde eine Riesenchance hatte.“ Beim LFC war Offensivmann Nikos Wolf in der 38. Minute wegen Schwindelgefühlen ausgewechselt und ins Krankenhaus zur Untersuchung gebracht worden – er ist inzwischen aber wieder wohlauf und aus der Klinik entlassen worden. „Eine konkrete Ursache wurde nicht diagnostiziert. Er wurde aber komplett durchgecheckt. Es ist alles okay und ihm geht es wieder gut“, berichtete Müller.

Nachholspiel gegen den Torgelower FC Greif

Der CFC hat sich nach dem Sieg auf Rang fünf der Tabelle geschoben. „Uns war klar, dass dieses Spiel für uns richtungsweisend ist, weil ich denke, dass hier viele Mannschaften noch viele Punkte verlieren werden“, sagte Uluc. Beim LFC ist nach zwei Siegen in Folge der positive Trend erst einmal gestoppt. Bereits am Mittwochabend empfängt der Club den Torgelower FC Greif zu einem Nachholspiel. Die ursprünglich für den 21. August geplante Partie war wegen einer Buspanne ausgefallen. Das Spiel auf dem Kunstrasenplatz des Waldstadions wird um 19 Uhr angepfiffen. „Das ist die nächste schwere Aufgabe, die wir lösen wollen“, sagte Müller.

Ludwigsfgelder FC: Lindner, Fuerstenow, Lux (84. Franke), Tüysüz, Lux, Al Khalaf (46. Jahn), Bache, Blisse, Birol, Bambi, Lemke, Wolf.