04. September 2021 / 19:53 Uhr

Ludwigsfelder FC verpasst Überraschung gegen Energie Cottbus (mit Galerie)

Ludwigsfelder FC verpasst Überraschung gegen Energie Cottbus (mit Galerie)

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Trotz eines guten Auftrittes konnten Fabio Engelhardt (l.) und der Ludwigsfelder dem FC Energie Cottbus kein Bein stellen.
Trotz eines guten Auftrittes konnten Fabio Engelhardt (l.) und der Ludwigsfelder dem FC Energie Cottbus kein Bein stellen. © Benjamin Feller
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AOK Landespokal: LFC scheidet gegen den Viertligisten Cottbus nach einer 0:2-Niederlage aus dem AOK-Landespokal aus.

Die Überraschung ist ausgeblieben: Regionalligist Energie Cottbus hat nach einem 2:0 (1:0)-Erfolg beim Oberligisten Ludwigsfelder FC die dritte Runde des AOK-Fußball-Landespokales erreicht. „Wir hatten Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. In den ersten zehn Minuten hatten wir kaum Zugriff“, sagte LFC-Trainer Aaron Müller nach der Partie am Sonnabendnachmittag, „das wurde dann aber besser. Wir hatten dann auch gute Umschaltmomente. Ich denke, dass wir dann von den Torchancen her über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel gesehen haben, obwohl Cottbus natürlich von der Spielanlage her die bestimmende Mannschaft war. Es hat nicht gereicht, aber wir haben insgesamt einen guten Auftritt unserer Mannschaft gesehen.“

Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz sagte: „Ich denke, dass wir nicht so gut gespielt haben, wir hatten viele einfache Ballverluste. Zweimal haben wir im richtigen Moment die Tore erzielt. Wir sind zufrieden, dass wir weitergekommen sind. Das Ziel war nicht ganz einfach zu erreichen in einer Woche mit drei Spielen. Das soll keine Entschuldigung sein, aber wir sind mit dem letzten Aufgebot angekommen.“ Man habe gewusst, dass es nicht einfach werden würde, Ludwigsfelde spiele sehr diszipliniert und sehr organisiert, urteilte Wollitz auf der abschließenden Pressekonferenz.

In Bildern: Energie Cottbus siegt gegen den Ludwigsfelder FC mit 2:0.

Der FC Energie Cottbus (blaue Trikots) siegt in der zweiten Runde des AOK-Landespokals mit 2:0 (1:0) beim Ludwigsfelder FC. <b>Ludwigsfelder FC - FC Energie Cottbus 0:2 (0:1). Tore:</b> 0:1 Hasse (36.), 0:2 Zografakis (65.). <b>Zuschauer:</b> 517. Zur Galerie
Der FC Energie Cottbus (blaue Trikots) siegt in der zweiten Runde des AOK-Landespokals mit 2:0 (1:0) beim Ludwigsfelder FC. Ludwigsfelder FC - FC Energie Cottbus 0:2 (0:1). Tore: 0:1 Hasse (36.), 0:2 Zografakis (65.). Zuschauer: 517. © Benjamin Feller

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich ein bunter Nachmittag dem Ende zugeneigt, mit Rahmenprogramm, einem Pokalduell und feierlichen Momenten. Vor dem Spiel im Waldstadion wurde Jürgen Parpat, der in diesen Tagen seine 60-jährige Mitgliedschaft im Ludwigsfelder Fußballverein begeht, mit der Sonder-Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet – er hatte den Club viele Jahre maßgeblich mitgeprägt. LFC-Präsident Marcel Penquitt dankte Parpat „für seine große Lebensleistung“ und wünschte sich, „lieber Jürgen, mach weiter so, bleib uns verbunden.“ Parpat befand nach der Partie vor 517 Zuschauern: „Am Ende war das Weiterkommen normal, der Regionalligist hat mehr Spielanteile gehabt und leichte Schnelligkeitsvorteile. Wir sind raus aus dem Pokal, aber mit Anstand und Würde.“

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Das keinesfalls enttäuschende Ludwigsfelder Ensemble hatte dem Favoriten das Leben so schwer wie möglich gemacht, konnte dem ambitionierten Viertligisten aus der Lausitz aber kein Bein stellen. Dazu fehlte auch ein wenig das Spielglück: Für einen Pokalcoup hätte beispielsweise ein schöner Distanzschuss von Brian Blisse nach 25 Minuten den Weg ins Tor finden müssten – der Ball strich aber knapp am Tor vorbei.

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Stattdessen fiel in der 36. Minute der Führungstreffer für den FC Energie, der bis dahin nicht für Schreckensmomente im Ludwigsfelder Strafraum gesorgt hatte: Nachdem der Ball hoch vor das LFC-Tor geflogen war, konnte Keeper Lucas Lindner den Ball nicht klären, das Leder landete nach der unglücklichen Situation im Netz, Torschütze war Tobias Hasse. „Das ist mein Fehler“, räumte Keeper Linder ein. „Ich verliere den Luftkampf gegen meinen eigenen Mitspieler und habe danach die Orientierung verloren. Die Jungs vor mir machen das super, deswegen ist das halt sehr bitter.“

Nach der Pause bemühte sich Ludwigsfelde um mehr Offensivaktionen und konnte sich auch einige Male aussichtsreich in die Cottbuser Gefahrenzone kombinieren – ohne jedoch zu Großchancen zu kommen. Dem FC Energie gelang dagegen der zweite Treffer durch Nikos Zografakis (65.) - kurz zuvor hatte Torhüter Lindner bereits zweimal stark reagieren müssen, um den zweiten Gegentreffer zu verhindern. Die clevere und ballsichere Cottbus-Vertretung, die zwar nicht glänzte, aber einen soliden Auftritt ablieferte, spielte die Partie anschließend souverän zu Ende. Das Spiel hatte sich auch Bundesligastar Arne Maier, der in Ludwigsfelde seine Laufbahn begann, angeschaut. LFC-Kapitän Christopher Lemke sagte: „Die Enttäuschung ist nicht allzu groß. Ich denke wir können mit unserem Auftritt zufrieden sein, mit dem Ergebnis prinzipiell natürlich nicht. Wir schauen nun auf die kommenden Aufgaben in der Liga. Insgesamt war es für uns ein schönes Event vor vielen Zuschauern zu spielen.“ Trainer Müller sagte zum Abschluss auf der Pressekonferenz: „Ich hoffe, dass Cottbus weit kommt und wir sagen können, wir sind gegen den Pokalsieger ausgeschieden.“