16. April 2022 / 09:23 Uhr

Ludwigsfelder HC: Playoff-Gegner steht fest

Ludwigsfelder HC: Playoff-Gegner steht fest

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Ein Wiedersehen mit dem VfL Tegel: Nico Wiede feierte in der Saison 2019/20 einen Heimsieg mit demLHC gegen den Playoff-Konkurrenten.
Ein Wiedersehen mit dem VfL Tegel: Nico Wiede feierte in der Saison 2019/20 einen Heimsieg mit demLHC gegen den Playoff-Konkurrenten. © Lars Sittig
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Handball-Oberliga Ostsee-Spree: Der Ludwigsfelder HC trifft in den Play-Offs im Viertelfinale auf den VfL Tegel.

Als die Saison, die erneut von den Auswirkungen der Corona-Pandemie durchgeschüttelt worden war, planmäßig auf die Zielgerade mit Auf-und Abstiegs-K.o.-Runden einzubiegen schien, gab es doch noch eine zusätzliche Aufgabe für Mathias Jeschke. In der Nord-Gruppe der Handball-Oberliga Ostsee-Spree lagen die SG Uni Greifswald/Loitz und der VfL Tegel in der Abschlusstabelle exakt gleichauf, auch der direkte Vergleich wies ein Patt aus. „Laut Regularien hätte es eigentlich zwei Entscheidungsspiele geben müssen“, sagt Staffelleiter Jeschke, der die OOS mit Umsicht und Geschick durch die komplizierte Spielzeit gelotst hat. „Am Ende aber entschied mit Zustimmung der Vereine das Los über die Ränge drei und vier in der Nordstaffel.“

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Damit war das Warten des Ludwigsfelder HC auf den Gegner im Viertelfinale der Meisterrunde am Mittwochabend beendet: Der Club wird auf den Verein für Leibesübungen Tegel 1891 treffen und zunächst beim aufstrebenden Konkurrenten aus dem Nordwesten Berlins antreten (Sonnabend, 7. Mai). Eine Woche nach dem Start in die Play-Offs folgt das Rückspiel in der Stadtsporthalle (14. Mai, Start: 18.30 Uhr) für den LHC, der als Zweiter der Südstaffel die Vorrunde beendet hatte. „Der VfL hat gezeigt, dass er ein extrem unbequemer Gegner ist“, sagt Ludwigsfeldes Coach Sven Keck, „vor allem zu Hause. Das Team ist extrem heimstark. In Tegel haben alle Gastmannschaften auch wegen des Klisterverbot mit den ungewohnten Bedingungen zu kämpfen und der VfL spielt sehr gut seinen Stiefel runter.“

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Der Countdown läuft bei den 18 Clubs der OOS (siehe Infokasten) für einen Saisonschlussspurt, der spannender kaum sein könnte: Der Kampf um den Staffelsieg ist völlig offen. Im Gegensatz zu einer klassischen Spielzeit, in der sich das Feld zu diesem Zeitpunkt längst sortiert hat. Nach einer Saison, die mit vielen Spielausfällen wegen der Pandemie lange holperte, kündigt sich ein großes Finale an. Während der Osterfeiertage ruht der offizielle Trainingsbetrieb in Ludwigsfelde, bevor danach eine dreiwöchige Vorbereitungsphase beginnen wird. „Wir machen derzeit Osterpause. Die Feiertage sollen die Spieler mit ihren Familien verbringen, es hat aber jeder Aufgaben für Übungen im athletischen Bereich bekommen“, sagt Keck. „Am Dienstag nach den Feiertagen beginnt die erste von drei intensiven Trainingswochen bis zum Hinspiel. Es wir darauf ankommen, dass wir unsere eigenen Hausaufgaben machen, unsere Stärken weiter ausbauen und an unseren Schwachpunkten arbeiten. Wenn uns das gelingt, dann bin ich mir sicher, dass wir ein starkes Spiel in Tegel abliefern werden.“

Der Gegner des Siegers der beiden Duelle wird zwischen dem MTV 1860 Altlandsberg und dem HSV Insel Usedom ermittelt. In der anderen Hälfte des Turnierbaumes kommt es zu den Begegnungen Greifswald/Loitz gegen den BFC Preussen, der Lausitzer HC Cottbus trifft auf den HV Grün-Weiß Werder. In der Aufstiegsrunde treten zwei Mannschaften aus Berlin (Tegel, BFC Preussen), zwei Vertretungen aus Mecklenburg-Vorpommern (HSV Insel Usedom, Loitz/Greifswald) und vier Teams aus Brandenburg (LHC, Werder, MTV Altlandsberg und der Lausitzer HC Cottbus) an. Eine ganz persönliche Note hat die Partie mit dem VfL 1891 gegen Ludwigsfelde für Alberto Chambers, den Co-Trainer der Tegeler Vertretung: Auf ihn wartet ein Wiedersehen mit seinem Ex-Club – der ehemalige kubanische Nationaltorhüter Alberto Chambers hatte in der Spielzeiten 2011/12 und 2012/13 beim LHC im Tor gestanden. „Das Spiel gegen Ludwigsfelde ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt er, „denn ich mag den Verein sehr und habe sehr schöne Erinnerungen an meine Zeit dort.“ Nun wird ein neues, spannendes Kapitel geschrieben.

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