19. April 2020 / 14:41 Uhr

Offener Brief: Segelflieger des LSV Gifhorn wollen wieder in die Luft

Offener Brief: Segelflieger des LSV Gifhorn wollen wieder in die Luft

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Einsam über den Wolken: Die Segelflieger schätzen das Ansteckungsrisiko bei ihrem Sport als gering ein. Der LSV Gifhorn und sein Vorsitzender Volker Opitz haben zu diesem Thema einen offenen Brief verfasst.
Einsam über den Wolken: Die Segelflieger schätzen das Ansteckungsrisiko bei ihrem Sport als gering ein. Der LSV Gifhorn und sein Vorsitzender Volker Opitz haben zu diesem Thema einen offenen Brief verfasst.
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Der LSV Gifhorn und 17 weitere Luftsport-Vereine fordern eine Wiederaufnahme des Vereinssports in Niedersachsen. Spätestens am 1. Mai. Ein Konsens mit der Politik könnte als Blaupause für andere Landessportverbände dienen.

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Der LSV Gifhorn und 17 weitere Luftsport-Vereine, darunter auch der Aero-Club Wolfsburg, wollen wieder in die Lüfte steigen. Gifhorn hat sich am Freitag in einem offenen Brief an den Präsidenten des Deutschen Aero-Clubs, die Präsidentin des Luftsport-Verbandes Niedersachsen und den Vorstandsvorsitzenden des Landessportbundes Niedersachsen gewandt, trotz der Corona-Pandemie Lösungen für eine Wiederaufnahme des Vereinssports auszuarbeiten.

Unverständnis über generelles Sportverbot

„Alle Sportvereine sind sich ihrer Verantwortung bewusst. In den vergangenen Wochen haben wir gezeigt, dass wir die Krise ernst nehmen. Als der Erlass aus Hannover kam, wurden sofort alle Vereinsaktivitäten gestoppt“, sagt Gifhorns Vorsitzender Volker Opitz. Es herrsche Unverständnis darüber, weshalb viele Individualsportarten wie Leichtathletik, Tennis, Rudern oder Luftsport verboten bleiben. „Bei diesen Sportarten ist es möglich, die notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Das Ansteckungsrisiko ist dadurch sehr gering“, sagt Opitz.

Vorgehen als Blaupause für andere Landessportbünde

Die Verbände benötigen laut Opitz „sportartspezifische Verhaltensregeln“, um der Politik zu zeigen, wie Vereinssport in Corona-Zeiten funktionieren kann. Stößt dieses Vorgehen in der Politik auf Zustimmung, könne es gut als Blaupause für andere Landessportbünde dienen. „Unsere Sportler sind zunehmend unzufrieden über den Stillstand und die fehlende Perspektive, dass er in angemessener Zeit beendet wird“, sagt Opitz.

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Sportverbot in Österreich ab 1. Mai teilweise aufgehoben

Als Beispiel für die Rückkehr zum Vereinssport nennt der LSV das Nachbarland Österreich: Dort soll ab dem 1. Mai das Betretungsverbot von Outdoor-Sportanlagen zu Trainingszwecken für Sportarten wie Leichtathletik, Tennis, Golf, Pferdesport, bis hin zu Segelfliegen aufgehoben werden.
Der LSV und die 17 weiteren Vereine unterzeichneten den offenen Brief mit dem Wunsch, „den Sportbetrieb spätestens am 1. Mai wieder auf-zunehmen.“