18. Januar 2021 / 10:14 Uhr

Spaniens Presse stänkert nach Jovic-Doppelpack gegen Zidane: "Real Madrid wird ausgelacht"

Spaniens Presse stänkert nach Jovic-Doppelpack gegen Zidane: "Real Madrid wird ausgelacht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Luka Jovic glänzt direkt nach seiner Rückkehr von Real Madrid zu Eintracht Frankfurt mit zwei Toren.
Luka Jovic glänzt direkt nach seiner Rückkehr von Real Madrid zu Eintracht Frankfurt mit zwei Toren. © imago images/Jan Huebner/Montage
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Der Doppelpack von Eintracht-Rückkehrer Luka Jovic sorgt in Spanien für Verwunderung. Die Presse kritisiert Real-Trainer Zinedine Zidane, macht Rechenspiele und denkt schon an eine Rückkehr des Stürmers nach Madrid.

Nach dem heldenhaften Comeback von Luka Jovic bei Eintracht Frankfurt hat sich Spaniens Presse Zinedine Zidane vorgeknöpft und dem Trainer von Real Madrid Defizite im Umgang mit dem serbischen Nationalstürmer vorgeworfen. "Die Situation rund um Luka Jovic lässt einen Eindruck entstehen, der für Zidane nicht sonderlich gut ist. Aus irgendeinem Grund mag Zidane junge Spieler nicht sonderlich und zieht die alte Garde vor", schrieb die Marca und nannte als Beleg neben Jovic auch Marin Ödegaard, der "als Star von Real Sociedad zurückgekehrt" sei und bei Real "verschwand".

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Mit Blick auf Jovic meinte das Blatt. "Es wäre falsch, Real dieses Leihgeschäft vorzuwerfen, da er im weiteren Verlauf der Saison ohnehin nicht viel gespielt hätte. Was man aber kritisieren kann, ist die Art und Weise, wie der Stürmer bei Real Madrid behandelt wurde. Die beiden Tore gegen Schalke haben verdeutlicht, dass er kein schlechter Stürmer ist. Zinedine Zidane hätte mehr machen müssen, aber auch Jovic hätte mehr machen müssen." Mit Letzterem spielte die Marca darauf an, dass der 23-Jährige, kaum Bemühungen gezeigt habe, die Sprache zu lernen und zudem durch einen Quarantäne-Bruch auffällig geworden war.

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Dennoch bilanziert die Zeitung: "Real Madrid wird jetzt von einigen Beobachtern ausgelacht." Und weiter: "Aber Jovic' Tore bei Eintracht Frankfurt sollten bejubelt werden und die Fans sollten hoffen, dass er im Sommer als kompletterer Spieler und mit mehr Selbstvertrauen zurückkommt. Dann braucht er allerdings Zuneigung, Rückendeckung und Einsatzminuten." Seit der Torjäger im Sommer 2019 für rund 60 Millionen Euro von der SGE zu Real gewechselt war, kam er in Madrid zu lediglich 32 Pflichtspiel-Einsätzen - und mageren zwei Toren. Eine Trefferbilanz, die der Serbe nun in seinen ersten 28 Joker-Minuten für die Eintracht bereits egalisierte, und die auch Marca, AS, Mundo Deportivo & Co. in ihrer Berichterstattung noch einmal explizit hervorhoben.

So schreibt die AS: "Zählt man die Spiele von Jovic in der Nationalmannschaft mit, hat Jovic in seinen vergangenen vier Partien fünf Tore erzielt und zwei Treffer vorbereitet - keine dieser Aktionen war im Trikot von Real Madrid. Ein Madrid, das derzeit einfach nicht genug Tore erzielt." Das Blatt warf Zidane "mangelndes Vertrauen" in Jovic vor. Zusätzlich musste sich Real am Sonntagabend auch noch eine kleine Stichelei der Eintracht gefallen lassen. Nach dem zweiten Tor von Jovic beim 3:1 gegen Schalke twitterten die Hessen, die sich die Dienste des verlorenen Sohnes zunächst bis zum kommenden Sommer gesichert hatten, auf ihrem spanischen Account sinngemäß: "Man muss ihn nur spielen lassen."

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