20. März 2020 / 06:11 Uhr

Luka Jovic motzt nach Quarantäne-Eklat: "Menschen haben ihren Job nicht professionell gemacht"

Luka Jovic motzt nach Quarantäne-Eklat: "Menschen haben ihren Job nicht professionell gemacht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Luka Jovic hat sich nach seinem Quarantäne-Ausflug entschuldigt - und bitterlich beklagt.
Luka Jovic hat sich nach seinem Quarantäne-Ausflug entschuldigt - und bitterlich beklagt. © imago images/ZUMA Press
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Nach dem Wirbel um Luka Jovic wegen einer Unterbrechung seiner Quarantäne hat der Ex-Frankfurter sich via Instagram zu Wort gemeldet und neben einer Entschuldigung auch die staatlichen Stellen attackiert.

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Der frühere Frankfurt-Profi Luka Jovic hat in seiner Heimat Serbien eine kleine Staatskrise ausgelöst. Der Stürmer von Real Madrid war in sein Heimatland eingereist, obwohl er sich wie das gesamte Team von Real Madrid in Quarantäne befand. Anschließend hatte er in Serbien das Haus verlassen (Medienberichten zufolge für eine Party, laut Jovic für einen Besuch bei einer Apotheke) und damit für einen Aufruhr gesorgt - denn Verstöße gegen die Isolation werden in Serbien aktuell scharf geahndet, sogar Gefängnisstrafen drohen. Jovic droht nun eine Strafanzeige.

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Nachdem er sich zum Buhmann der Nation gemacht hatte, reagierte der 21-Jährige in einer Instagram-Story auf zweierlei Weise: Jovic entschuldigte sich zwar und dankte den Ärzten und Pflegern für ihre Arbeit, griff aber auch die serbischen Stellen an, die ihn seiner Auffassung nach nicht umfassend genug über die Regelungen im Land aufgeklärt hatten. Es tue ihm, so Jovic wörtlich, leid, "dass einige Menschen ihren Job nicht professionell gemacht und mir keine speziellen Anweisungen gegeben haben, wie ich mich während meiner Isolation verhalten soll".

Jovic: "Es tut mir leid, dass die Leute über mich schreiben"

Schließlich sei es in Spanien durchaus erlaubt gewesen, für Besuche bei Supermärkten und Apotheken die Quarantäne zu unterbrechen. Jovic entschuldigte sich dafür, "dass ich das Topthema bin. Es tut mir leid, dass die Leute über mich schreiben und nicht über die wahren Protagonisten in dieser Krise." Nämlich den Ärzten und Pflegekräften.

Jovic versicherte, dass er sich keiner Schuld bewusst sei. Er habe zunächst in Madrid einen negativen Coronavirus-Test hinter sich gebracht, anschließend die Reise-Genehmigung von Trainer Zinedine Zidane und Präsident Florentino Perez eingeholt und sei auch nach seiner Landung in Serbien getestet worden - mit dem gleichen Ergebnis. Sein Vater findet, Jovic junior wird ungerecht behandelt. "Egal, was die Menschen denken: ich kann garantieren, dass mein Sohn sich den Regelungen fügt", sagte Milan Jovic gegenüber Novosti. "Er verlässt sein Haus nicht - außer, um in den Supermarkt zu gehen."

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Jovic senior: "Als hätte er jemanden umgebracht"

Jovic senior wittert eine Kampagne gegen seinen Spross, der serbischen Medienberichten zufolge in sein Heimatland zurückgekehrt war, um die Isolation mit seiner Familie zu verbringen. Jovic soll die Isolation aber für die Geburtstagsparty seiner Freundin unterbrochen haben. "Luka ist gut, ein informierter Junge und das mediale Image ist einfach nicht wahr", sagte der Vater. "Es wird so getan, als hätte er jemanden umgebracht."

Serbiens staatliche Nachrichtenagentur Tanjug hatte am Donnerstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Ermittlungen berichtet. "Welcher Arbeit jemand nachgeht, macht für die Staatsanwaltschaft keinen Unterschied", zitierte die Agentur eine Behördensprecherin. Den Angaben zufolge sollte der Ex-Frankfurter nach seiner Einreise nach Serbien zwei Wochen zu Hause bleiben. Serbische Boulevardblätter warfen Jovic vor, in der Hauptstadt Belgrad feiern gegangen zu sein. "Hey, Junge! Willst Du uns alle töten?", fragte etwa die Tageszeitung Kurir.

Vater Jovic warnt davor, dass die Negativ-Schlagzeilen empfindliche Konsequenzen für die Karriere seines Sohnes haben könnten. "Denken Sie, dass diese Nachrichten Spanien nicht erreichen?", fragte er rhetorisch und gab die Antwort gleich mit: "Das könnte seine Karriere beeinflussen. Jetzt müssen wir Real Madrid beweisen, dass es nicht wahr ist und dass er nichts falsch gemacht hat."