03. Juli 2022 / 21:12 Uhr

Lukaku, Götze, Ronaldo und Co.: Diese Stars kehrten zu ihren Ex-Klubs zurück – wie ging es für sie weiter?

Lukaku, Götze, Ronaldo und Co.: Diese Stars kehrten zu ihren Ex-Klubs zurück – wie ging es für sie weiter?

Henri Lohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Romelu Lukaku, Mario Götze und Cristiano Ronaldo (v.l.) kehrten allesamt zu ihren Ex-Klubs zurück.
Romelu Lukaku, Mario Götze und Cristiano Ronaldo (v.l.) kehrten allesamt zu ihren Ex-Klubs zurück. © IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto, Langer, Pro Sports Images (Montage)
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Immer wieder kommt es vor, dass Profis zu ihren Ex-Klubs zurückkehren. Erst in diesem Sommer ging der belgische Top-Stürmer Romelu Lukaku den Weg zurück zu Inter Mailand. Der SPORTBUZZER blickt auf ihn und weitere Top-Stars, die zurück zum Ex wechselten, und beleuchtet, wie erfolgreich dieser Wechsel für sie war.

Mit Romelu Lukaku kehrt ein prominenter Profi in diesem Sommer zu seinem Ex-Klub Inter Mailand zurück, dem Verein, den er einst zur Meisterschaft schoss. Bereits vor dem belgischen Stürmer gingen einige Top-Stars den Weg zurück an ihre alte Wirkungsstätte, etwa Mario Götze, Cristiano Ronaldo oder Gianluigi Buffon. Für einige Profis war dieser Schritt von Erfolg gekrönt, andere konnten nicht an erfolgreiche alte Zeiten anknüpfen. Der SPORTBUZZER blickt auf acht Stars, die zurück zum Ex-Klub wechselten – mal mehr, mal weniger erfolgreich.

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Mario Götze, Rückkehr zu Borussia Dortmund

Mario Götze schaffte den Weg aus der Jugend von Borussia Dortmund bis zu den Profis. Nach seinem Durchbruch beim BVB erfolgte im Sommer 2013 der Wechsel zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München. Der damalige FCB-Trainer Pep Guardiola lotste den mitunter als "Jahrhunderttalent" bezeichneten Götze zu sich. Bei den Bayern konnte sich Götze allerdings nicht nachhaltig durchsetzen. Mit dem Abgang von Guardiola aus München verabschiedete sich auch der WM-Held von 2014 und kehrte zu seinem Jugend-Klub Borussia Dortmund zurück. Viele Verletzungen sowie eine Stoffwechselerkrankung warfen ihn allerdings immer wieder zurück, sodass er nicht an seine überragende Form aus seiner früheren Dortmund-Zeit anknüpfen konnte. Nach vier schweren Jahren verließ er Dortmund wieder und fand über ein zweijähriges Intermezzo beim niederländischen Erstligisten PSV Eindhoven den Weg zurück in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt.

Mats Hummels, Rückkehr zum FC Bayern München und zu Borussia Dortmund

Aus der Jugend des FC Bayern München stammend, wagte Mats Hummels früh den Schritt zu Borussia Dortmund. Gerade einmal 19 Jahre war der Innenverteidiger bei seinem Wechsel alt. In Dortmund reifte Hummels zu einem der besten Innenverteidiger der Welt und wurde Nationalspieler und mit dem DFB-Team gar Weltmeister. Der FC Bayern konnte kaum anders, als sein ehemaliges Talent erneut zu verpflichten. Der Serien-Meister holte Hummels im Sommer 2016 für 35 Millionen Euro zurück. Hummels blieb drei erfolgreiche Jahre beim Rekordmeister, bevor es ihn 2019 wieder zurück zum BVB zog. Dort steht der mittlerweile 33-Jährige noch immer unter Vertrag und kann auf eine erfolgreiche Karriere mit 76 Länderspielen für Deutschland sowie bislang sechs deutschen Meisterschaften, drei DFB-Pokalsiegen und einem Weltmeistertitel zurückblicken.

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Romelu Lukaku, Rückkehr zum FC Chelsea und zu Inter Mailand

Die wohl größte Rückkehr der laufenden Transferperiode ist perfekt: Der belgische Top-Stürmer Romelu Lukaku kehrt nach nur einer Saison per Leihe zu Inter Mailand zurück. Er kommt vom FC Chelsea, für den er bereits zwischen 2011 und 2014 aktiv war, jedoch lediglich 15 Spiele (eine Vorlage) für die "Blues" machte. Bei seinem zweiten Intermezzo von 2021 bis 2022 kam der Belgier immerhin auf 44 Partien für den Klub von Thomas Tuchel, in denen er 15 Tore erzielte und zwei Vorlagen beisteuerte. Eine deutlich erfolgreichere Zeit hatte er beim italienischen Top-Klub Inter Mailand, zu dem er nun zurückkehrt. In bislang 95 Spielen für die "Nerazurri" traf er 64-mal und legte 16 weitere Treffer vor. An diese erfolgreiche Zeit möchte der 102-malige belgische Nationalspieler (68 Tore) nun anknüpfen.

Lothar Matthäus, Rückkehr zum FC Bayern München

Von Borussia Mönchengladbach holte der FC Bayern 1984 den damals 23-jährigen Lothar Matthäus nach München. In seinem ersten Jahr avancierte der Mittelfeldstratege sofort zum Stammspieler, erzielte in 33 Spielen 16 Treffer und wurde in seinem ersten Jahr direkt Meister. Zwei weitere Titel in der Bundesliga folgten, dann wechselte Matthäus 1988 in die Serie A zu Inter Mailand. Dort wurde er Meister und UEFA-Pokalsieger, dazu 1990 und 1991 als Weltfußballer des Jahres ausgezeichnet. Dann zog sich der heutige Rekordnationalspieler einen Kreuzbandriss zu und geriet bei den Italienern auf das Abstellgleis. Deshalb kehrte Matthäus im Sommer 1992 nach München zurück und feierte bis zu seinem Karriereende im Januar 2001 noch vier deutsche Meisterschaften sowie einen Triumph im UEFA-Pokal. Während seiner zweiten Zeit in München entwickelte er sich vom offensiven Mittelfeldspieler immer mehr zum Abwehrspieler und besetzte am Ende die Position des Liberos.

Dani Alves, Rückkehr zum FC Barcelona

Dani Alves wollte den finanziell und sportlich in einer tiefen Krise steckenden FC Barcelona in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit unterstützen, wechselte von São Paulo zum zweiten Mal in seiner Karriere zu Barça und verzichtete sogar auf Gehalt. Tatsächlich gelang Barcelona unter dem Kapitän der brasilianischen Nationalmannschaft, der mit Trainer Xavi einst noch aktiv beim FCB kickte, der Umschwung. Der heute 39-Jährige war Stammspieler auf der Rechtsverteidigerposition und sorgte für die nötige defensive Stabilität. Trotzdem wurde sein Vertrag nach Saisonende nicht verlängert. Somit war die erste Barça-Phase des Routiniers von 2008 bis 2016 deutlich erfolgreicher: 2009, 2011 und 2015 gewann er drei Champions-League-Titel.

Cristiano Ronaldo, Rückkehr zu Manchester United

Im Sommer 2021 sorgte eine der größten Sensationen der jüngeren Fußball-Vergangenheit für Schlagzeilen: Weltstar Cristiano Ronaldo kehrte zu Manchester United zurück. Bereits zwischen 2003 und 2009 lief der heute 37-Jährige unter Trainer Sir Alex Ferguson für die "Red Devils" auf und reifte zum Weltklasse-Spieler. Bei seinem Wechsel zu Real Madrid 2009 – die "Königlichen" zahlten stolze 94 Millionen Euro für die Dienste des Portugiesen – wurde er für einige Jahre zum bis dahin teuersten Spieler der Fußballgeschichte. Nach einem 2018 folgenden dreijährigen Engagement bei Juventus Turin kehrte Ronaldo 2021 als fünffacher Gewinner des Ballon d’Or zu Manchester United zurück. Seit seiner Rückkehr erzielte er in 37 Partien 24 Treffer selbst und legte drei weitere vor, geriet trotz der ordentlichen Quote jedoch oftmals in die Kritik. Mit mittlerweile weit über 800 Pflichtspieltreffern, fünf Champions-League-Trophäen und vielen weiteren Titeln gehört CR7 zu den erfolgreichsten – und wahrscheinlich besten – Spielern aller Zeiten.

Zlatan Ibrahimovic, Rückkehr zur AC Mailand

Der Schwede Zlatan Ibrahimovic ist als echter Wandervogel bekannt. Allein in Italien spielte er mit Juventus Turin, Inter Mailand und der AC Mailand bei drei der größten Vereine des Landes. Bei Letzterem scheint es ihm offenbar so gut gefallen zu haben, dass er nach einem ersten kurzen Engagement von 2010 bis 2012 im Sommer 2020 zu den "Rossoneri" zurückkehrte. Mit mittlerweile 40 Jahren bringt der 121-malige schwedische Nationalspieler (62 Tore) noch immer Top-Leistungen, mit denen er der AC Mailand in der vergangenen Saison zum ersten Meistertitel seit 2011 – ebenfalls mit Ibrahimovic – verhalf. Den Saison-Endspurt verpasste er allerdings nach einer Knie-OP. Spekulationen über ein mögliches Karriereende zum Trotz steht der Schwede kurz vor einer Verlängerung beim italienischen Top-Klub.

Gianluigi Buffon, Rückkehr zu Juventus Turin und zur AC Parma

Gianluigi Buffon, einer der größten Torhüter aller Zeiten, begann seine Karriere bei der kleinen AC Parma. Noch während seiner Zeit bei seinem Jugendklub gab "Gigi" Buffon 1997 sein Debüt in der italienischen Nationalmannschaft, 25 Jahre später ist er mit 176 Partien der Spieler mit den meisten Einsätzen für die "Squadra Azzura". Durch hervorragende Leistungen in Parma und in der Nationalmannschaft wurde der italienische Top-Klub auf Buffon aufmerksam und zahlte im Sommer 2001 die damalige Rekord-Ablöse von knapp 53 Millionen Euro für den damals 23-Jährigen. 17 Jahre und 652 Spiele für Juve später ging der ewige Buffon noch einmal den Schritt ins Ausland und wechselte 2018 zu Paris Saint-Germain nach Frankreich. Nur ein Jahr später kehrte er allerdings zu seiner großen Liebe Juventus zurück, um dem Verein noch zwei Jahre als Ersatztorwart zu dienen. Im Sommer 2021 folgte schließlich die Sensation: Im Alter von 43 Jahren schloss sich Buffon seinem Jugendklub, der mittlerweile in Parma Calcio umbenannt wurde, an und hütet seitdem in der zweiten italienischen Liga das Tor. Buffons Vertrag ist übrigens noch bis 2024 gültig. Bei Vertragsende wäre die italienische Legende 46 Jahre alt.

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