22. Februar 2022 / 13:49 Uhr

Lukas Nmecha und Schlager: Wolfsburg-Duo steht vor dem Comeback

Lukas Nmecha und Schlager: Wolfsburg-Duo steht vor dem Comeback

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bald wieder erste Wahl beim VfL Wolfsburg: Xaver Schlager (l.) und Lukas Nmecha.
Bald wieder erste Wahl beim VfL Wolfsburg: Xaver Schlager (l.) und Lukas Nmecha. © Roland Hermstein
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Schon am Samstag im Duell mit Borussia Mönchengladbach kann der VfL Wolfsburg wieder auf zwei Spieler bauen, die monatelang gefehlt hatten.

Der VfL Wolfsburg hat am Dienstagmorgen mit der Vorbereitung fürs Heimspiel am Samstag bei Borussia Mönchengladbach losgelegt – und beim Training auf dem Platz waren auch die zuletzt fehlenden Lukas Nmecha und Xaver Schlager. Der österreichische Nationalspieler wird sehr wahrscheinlich erstmals wieder im VfL-Kader stehen, bei Nmecha könnte das auch so kommen, ist aber nicht ganz so sicher wie seinem Teamkollegen.

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Während Schlager das Mannschaftstraining durchziehen konnte, absolvierte Nmecha „nur“ Laufrunden oder übte mit VfL-Physio Michele Putaro gesondert. „Bei Xaver gibt es Richtung Wochenende gar keine Bedenken“, freut sich Trainer Florian Kohfeldt, dass die VfL-Pressingmaschine nach einem Kreuzbandriss am dritten Spieltag wieder zurück ist. „Es ist so, dass wir bei ihm erstmals wieder über Spielminuten reden können“, so der Trainer weiter. In seiner Zeit als Bremer Trainer habe er „besonderen Respekt vor der Doppelsechs“ mit Schlager und Maximilian Arnold gehabt, weil beide sehr gut aufeinander abgestimmt waren. Kohfeldt: „Ich halte Xaver für einen Eckpfeiler dieser Mannschaft – egal, ob er verletzt ist oder nicht.“

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Und wie weit ist Nmecha, der sich kurz vorm Hinrunden-Ende eine schwere Knöchelverletzung zugezogen hatte? Der deutsche Nationalspieler drehte einsam seine Runden, plauderte dazwischen kurz mal mit Manager Jörg Schmadtke, der sich natürlich auch freuen würde, wenn die Wolfsburger im Sturm schon bald wieder eine Alternative mehr hätten. „Der Knöchel ist super, da hat er gar nichts mehr“, so Kohfeldt. „Es geht bei ihm so ein bisschen darum: Wie verkraftet er die Intensität?

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Aber auch er ist nach wie vor im Plan für Gladbach, dass er da ein paar Minuten bekommen kann. Ob es am Ende tatsächlich reicht, müsse man noch abwarten. Kohfeldt: „Ich denke, Donnerstag wird dafür ein entscheidender Tag sein.“ Sollte Nmecha dann in den Trainings mitziehen können, kehrt er zumindest in den Kader zurück.

Mit Nmecha und Schlager kommen zwei zurück, die den Anspruch haben, in der Startelf zu stehen – Kohfeldt hat dann die Qual der Wahl. Wie schwer ist das für ihn? „Die professionelle Antwort wäre: Das sind ja gute Probleme. Da müssen die Jungs durch. Die ehrliche Antwort ist: "Ich habe in meiner Trainerlaufbahn noch keinen Moment erlebt, in dem mir das leichtgefallen ist. Ich sage keinem Spieler gern, dass er nicht spielt.“

Es falle ihm nie leicht, gleichwohl möchte er sich genau das "bewahren. Denn man muss sich auch immer wieder in den Jungen hineinversetzen und sich fragen: Was bedeutet das eigentlich für den Spieler, wenn er mal nicht spielt?“ Kohfeldt hat den Anspruch an sich selbst, es einem seiner Schützlinge in solchen Momenten „so gut wie möglich zu erklären, auch wenn man das manchmal nicht alles erklären kann. Mir ist schon klar, dass ich da auch mal Entscheidungen gegen einen treffe.“