10. September 2021 / 12:51 Uhr

Lukas Schädel vom TuS Germania Apelern ist der "Held der Woche"

Lukas Schädel vom TuS Germania Apelern ist der "Held der Woche"

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Lukas Schädel vom TuS Germania Apelern ist erst 20 Jahre alt, aber dennoch die Nummer eins und starker Rückhalt. © Uwe Kläfker
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Torhüter setzt sich bei der Wahl gegen zwei Kollegen durch und hat bei der gestrigen Niederlage im Kreispokal Pech, weil ein Linienrichter genau aufpasst.

Der fußballerische "Held der Woche heißt Lukas Schädel und spielt beim TuS Germania Apelern. Der Keeper vereinigte vereinigte bei der Sportbuzzer-Online-Abstimmung 30,8 Prozent der Stimmen auf sich und setzte sich gegen zwei Kollegen durch. Pascal Tadjipour (Beckedorfer SV) bekam 25,8 Prozent, Alexander Kruse (FC Hevesen II) 24,8. Vierter wurde der Obernkirchner Siegtorschütze Dogan Kartalkus (19 Prozent).

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Unser Held hat am Sonntag noch einen glatten 4:0-Erfolg gegen den TuS SW Enzen gefeiert und dabei mit starken Paraden seinen Kasten sauber gehalten. Gestern im Kreispokal gegen den SC Deckbergen-Schaumburg lief es weniger gut für Keeper Lukas Schädel und seine Mitspieler vom TuS Germania Apelern. Nach Halbzeitführung und einem 3:2 nach 80 Spielminuten, fiel noch der Ausgleich. Im Elfmeterschießen setzte sich dann der SC durch.

Das lief dann wie so einige andere Dinge an diesem Donnerstag nicht für die Germanen - auch nicht für Lukas Schädel. "Ich habe im Elfmeterschießen den vorletzten und letzten Elfer gehalten. Aber der Linienrichter war der Meinung, dass ich vor der Linie gestanden habe." Die Wiederholung sein dann drin gewesen - und das Viertelfinale futsch.

Der SC Deckbergen-Schaumburg liegt den Apelernen nicht. In der noch jungen Saison war es bereits die dritte Pleite des TuS gegen den Gegner. Im Schaumburg-Cup und auch im Punktspiel, die bislang einzige Niederlage der Apelerner, gab es ein 0:6 beziehungsweise ein 1:4. "Die liegen uns nicht, ahben aber auch eine starke Mannschaft", räumt Schädel ein. Allerdings hatte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit alles im Griff. "Dann hat der Gegner umgestellt und wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht", sagt der Keeper.

Unser Ziel ist ein Platz zwischen vier und acht

Aber das junge Team kann Rückschläge verkarften, der Zusammenhalt "ist mega." Für ihn sei die Zeit in Apelern "extremes Glück, es ist wie eine große Familie", sagt der 20-Jährige, der sich als klare Nummer eins sieht. "Ich bin ein mitspielender Torwart, der, wenn es sein muss, auch mal laut wird. Aber ich behaupte mal, dass meine Stärken auf der Linie sind."

Schädel kam über den Beckedorfer SV, TuS Niedernwöhren in der Jugend zum SV Victoria Lauenau und spielte dort bei Deister United. "In der A-Jugend bin ich dann nach Apelern und auch in den Herrenbereich gewechselt." Schädel, der in Hannover bei Volkswagen eine Ausbildung zum Lagerlogistiker absolviert, sieht seine Mannschaft in der laufenden Saison extrem verbessert. "Wir haben uns spielerisch gesteigert, der Coach macht das gut, steht hinter uns und vermittelt uns Selbstvertrauen." Aktuell sind die Germanen Tabellensiebter. "Unser Ziel ist ein Platz zwischen vier und acht. Das sollte realistisch sein", so der Keeper.


Der 20-Jährige kann sich vorstellen, auch mal eine höhere Liga auzuprobieren. "Am schönsten wäre es, mit Apelern mal in die Kreisliga aufzusteigen. Das wäre ein Traum. Aber in absehbarer Zukunft stelle sich die Frage nach einem Wechsel nicht, "dazu fühle ich mich in Apelern zu wohl." Schädel ist da im Hier und Jetzt, denkt schon den nächsten Gegner. "Sonntag kommt der FC Hevesen II, das sollte machbar sein."