16. Mai 2019 / 14:42 Uhr

Luna Bulmahn und die deutsche Staffel verpassen die WM-Quali

Luna Bulmahn und die deutsche Staffel verpassen die WM-Quali

Isabell Remmers
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
x-bulmahn (2)
Luna Bulmahn eröffnete als Startläuferin die deutsche 4x400 Meter Staffel. © Dirk Reps
Anzeige

Eine spannende und lehrreiche Erfahrung hat die gebürtige Schaumburgerin Luna Bulmahn zusammen mit der deutschen Leichtathletik Nationalmannschaft bei den World Relays, den inoffizielle Staffel-Weltmeisterschaft über die Strecken 4x100, 4x200 und 4x400 Meter, in Japan gemacht. Trotz guter eigener Leistung der Schaumburger Sprinterin musste die Staffel am Ende aber eine herbe Niederlage einstecken.

Anzeige
Anzeige

Zusammen mit ihrer Trainingspartnerin aus Hannover, Ruth Sophie Spelmeyer, startete Bulmahn in der 4x400 Meter Staffel und erreichte dank einer guten Zeit im Vorlauf das B-Finale – immer mit dem Ziel vor Augen, sich für die im Herbst stattfindenden Weltmeisterschaften in Doha (Katar) zu qualifizieren.
Die acht Finalisten des A-Finales sowie die beiden zeitschnellsten Staffeln des B-Finals lösten das WM-Ticket. Für die Deutschen blieb am Ende nur der undankbare elfte Platz. Ausgerechnet eine verpatzte Übergabe beim letzten Wechsel des Rennens kostete somit das WM-Ticket.

Patzer kostet Ticket

„Natürlich war das Ergebnis nicht das uns Verhoffte“, gibt Bulmahn nach ihrer Rückkehr aus Japan zu. Im B-Finale liefen Bulmahn, Laura Müller und Ruth Sophie Spelmeyer die deutsche Staffel zunächst auf den zweiten Rang hinter knapp führende Niederländer. „Das Ziel, unter die Top Ten zu kommen wäre auf jeden Fall drin gewesen, hätte unser letzter Wechsel geklappt“, erinnert sich die Schaumburger Sprinterin zurück. Bei der letzten Staffelstab-Übergabe auf Hannah Mergenthaler passierte dann jedoch der Fehler: Mergenthaler bekam den Stab von Spelmeyer nicht richtig zu fassen. Die Schlussläuferin musste sich um die eigene Achse drehen und lief erst mit Verspätung los. Das kostete einiges an Zeit, sodass die Niederländer sich einen größeren Vorsprung erlaufen konnten. Doch damit nicht genug: Auf der Zielgeraden konnte dann auch noch Belgiens Schlussläuferin Camille Laus an der aus dem Takt geratenen deutschen Staffel vorbeiziehen.

Noch nichts verloren

Bulmahn weiß aber dennoch: „Der Traum von Doha ist keinesfalls vergeben.“ Über die Weltrangliste werden noch weitere sechs Startplätze für Doha vergeben. Die Deutsche Staffel müsste es dafür unter die besten 16 schaffen. Das kann entweder mit der Zeit aus dem Vorlauf gelingen, „oder die 4x400m Staffel wird noch mal gelaufen. Dann am Höhepunkt der Saison, wo wir alle noch mal ein Stückchen schneller sind“, so die Läuferin.

Bulmahn zufrieden

Insgesamt war die Schaumburgerin aber dennoch sehr glücklich, dass sie die Chance hatte, für die Nationalmannschaft bei den World Relays an den Start zu gehen. Bulmahn selbst zeigt sich sehr zufrieden mit ihren beiden Läufen. Sowohl taktisch als auch zeitlich habe es alles gut funktioniert. „Mit meiner Zeit von 52,62 Sekunden habe ich gezeigt, dass noch mehr in mir steckt.“
Zudem konnte sie dank ihrer Leistung etwas Druck aus der Qualifikation zur U23 Europameisterschaft, die im Juli im schwedischen Gävle stattfindet, nehmen. Die Sprinterin zeigt sich optimistisch, dass es mit den jeweiligen Qualifikationen noch klappen wird.

ANZEIGE: 50% aufs Set für deine Mannschaftsfahrt! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Schaumburg
Sport aus aller Welt