28. Mai 2020 / 19:19 Uhr

Lüneburger SK Torwart Ole Springer wechselt zu Werder Bremen

Lüneburger SK Torwart Ole Springer wechselt zu Werder Bremen

Paul Schubert
Lübecker Nachrichten
Ole Springer ist laut Zobel einer der besten Torhüter der Regionalliga.
Ole Springer ist laut Zobel einer der besten Torhüter der Regionalliga. © Agentur 54°
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Obwohl ihm der Abschied extrem schwer falle, müsse er auch an seine berufliche Zukunft nach dem aktiven Fußball denken - Bremen bietet ihm eine richtig gute Chance

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Spätes Glück für LSK-Torwart Ole Springer. Der 28-Jährige träumte seit Jahren davon, doch noch mal den Sprung in den Profibereich zu schaffen. Jetzt ist es soweit. Im fortgeschrittenen Fußballer-Alter wird Springer im sportlichen Bereich von Werder Bremens U23 arbeiten. "Eine Riesenchance" für ihn.

Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam

Am Donnerstagmittag unterschrieb der Keeper einen Zweijahresvertrag bei Werder unterschrieben. Im Vorfeld hatte er Gespräche mit Sportdirektor Frank Baumann, dem Technischen Direktor Thomas Schaaf, U23-Trainer Konrad Fünfstück, Nachwuchsdirektor Björn Schierenbeck und den Torwart-Trainern geführt. Seine neuen Aufgaben beschreibt er wie folgt: „Ich soll in der U23 als Führungsspieler das Bindeglied zwischen dem Trainerteam und der jungen Mannschaft werden. Klar abgesprochen ist auch, dass die jungen Torhüter spielen werden und ich als Stand-by-Keeper wahrscheinlich nur zu wenigen Einsätzen kommen werde“. Die Mannschaft führen, wenn er nur selten im Tor steht? „Naja, von den 30 Stunden, die wir jede Woche unter Profibedingungen zusammen auf dem Platz stehen, sind ja nur anderthalb Stunden Spielzeit”, erklärt Springer.

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Springer denkt an berufliche Zukunft

Dem Lüneburger SK wird der Torhüter dennoch nachtrauern: „Ich hatte beim LSK eine wunderbare Zeit. Ich wäre nie zu einem gleichwertigen Klub gewechselt, da habe ich in den vergangenen vier Jahren mehrere höher dotierte Anfragen abgelehnt. Aber das Angebot von Werder ist eine Riesenmöglichkeit für mich, die ich einfach ergreifen muss, wenn ich an meine berufliche Zukunft nach dem aktiven Fußball denke.“ Nach dem Abschluss des Studium der Betriebswirtschaft mit dem Master-Diplom, war er als Dozent im Bereich Sportmanagement tätig. Dieses Wissen möchte er fortan in den Profi- und Ausbildungsverein Werder Bremen einbringen. „Das schauen sich beide Seiten zwei Jahre lang an. Dann entscheiden wir, wie es weitergeht“.

LSK gutes Sprungbrett in den Profibereich?

LSK-Teamchef Rainer Zobel bedauert den Verlust seines Stammkeepers: „Wir lassen Ole ganz schweren Herzens gehen. Er ist einer der besten Regionalliga-Torhüter. Aber wir müssen das so respektieren. Ole wird mit 28 Jahren keinen Profivertrag als Torwart mehr bekommen, also muss er einen anderen Weg gehen und nach seinem Studium zusehen, dass er beruflich Fuß fasst und Geld verdient. Da bietet ihm Werder eine richtig gute Chance." Dabei unterstreicht der ehemalige Bayern-Profi und Bundesliga-Trainer: „Der Wechsel von Ole Springer nach Bremen beweist, dass der LSK für Spieler ein sehr gutes Sprungbrett in den Profibereich ist – und das nicht zum ersten Mal.“ Hört sich nach einer Einladung an junge Spieler mit Ambitionen an.