18. November 2021 / 11:49 Uhr

Lupo-Kapitän Sauß nach Überraschungspleite: „Wird uns nicht noch mal passieren“

Lupo-Kapitän Sauß nach Überraschungspleite: „Wird uns nicht noch mal passieren“

Tim Gerhold
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Überraschend deutliche Niederlage: Auch Lupo-Kapitän Marius Sauß (M.) erwischte gegen BW Tündern nicht seinen besten Tag, ihm unterlief ein Eigentor. 
Überraschend deutliche Niederlage: Auch Lupo-Kapitän Marius Sauß (M.) erwischte gegen BW Tündern nicht seinen besten Tag, ihm unterlief ein Eigentor.  © Foto: Boris Baschin
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Für eine kleine Überraschung sorgte Kellerkind BW Tündern in der Oberliga Niedersachen am Samstag mit dem überraschend deutlichen 5:2-Heimsieg gegen das Spitzenteam Lupo/Martini Wolfsburg. Dessen Kapitän Marius Sauß ordnet die erst zweite Saisonniederlage ein und spricht dabei auch über sein unglückliches Eigentor zum 0:1. Am Sonntag (14 Uhr) wartet dann mit der SVG Göttingen das nächste Kellerkind auf Wolfsburg. Diesmal im Lupo-Stadion.

Es war die 15. Minute im Auswärtsspiel von Fußball-Oberligist Lupo/Martini Wolfsburg bei BW Tündern am vergangenen Wochenende, die die zweite Saisonniederlage für die Italiener einleiten sollte. Nach einer Ecke war Lupo-Keeper Marius Sauß aus seinem Kasten geeilt und hatte den Ball in der Luft abgefangen. „Bei der Landung ist mir der Ball dann leider aus beiden Händen gerutscht“, erinnert er sich. Von seinem Knie abgeprallt, rollte das Leder zur 1:0-Führung der Gäste ins Tor. Er selbst habe keine Erklärung dafür, eine solche Slapstick-Aktion passiere aber alle paar Jahre einmal.

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"Wir sind dann leider im Spiel in eine kleine Negativspirale geraten.“ Kurz vor der Halbzeit erhöhte Tündern noch auf 2:0, kurz nach dem Seitenwechsel fielen die Gegentore drei und vier. Insgesamt lief bei Lupo am vergangenen Samstag vieles schief. „Ich als Kapitän und auch die anderen Führungsspieler wie Zeki Dösemeci und Andrea Rizzo müssen in solchen Phasen durch eine gute eigene Leistung und klare Aktion vorangehen, um anderen Spielern mit weniger Erfahrung Sicherheit zu geben“, so Sauß. Doch genau das sei nicht gelungen.

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Von einer Negativ-Serie zum Ende des Jahres geht der Kapitän allerdings nicht aus. „Wir haben gegen einen hochmotivierten Gegner gespielt und waren nicht das selbstbewusste Lupo aus den vergangenen Wochen und Monaten. Ich glaube aber, dass das ein Ausrutscher war und uns nicht noch einmal passieren wird.“ Dass man sich in den kommenden Spielen deutlich besser präsentieren müsse, sei intern besprochen worden. „Wir haben das reflektiert und wollen jetzt das Jahr gut zu Ende bringen.“ Dass in der Mannschaft ein Gefühl aufkomme, dass man nach dem Spiel in Tündern jetzt womöglich noch eine Niederlagenserie erleben würde, könne Sauß sich nicht vorstellen.

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Daran ändere auch die aktuelle Verletztenmisere der Wolfsburger nichts. Lediglich 13 vollständig fitte Feldspieler standen Lupo-Coach Giampiero Buonocore am Wochenende zur Verfügung, für Sauß sei das aber keine Entschuldigung für den Auftritt. Für das kommende Heimspiel gegen die SVG Göttingen (Sonntag 14 Uhr) könnte Buonocore aber zumindest wieder auf einige Spieler mehr zurückgreifen, so sollen David Chamorro und Dennis Jungk sich wieder bereit für einen Einsatz zeigen. „Jan Neuwirt und Michele Rizzi werden aber auf jeden Fall weiterhin ausfallen“, so Kapitän Sauß.

Lupos A-Jugend siegt

Souverän gewonnen! Die A-Jugend von Lupo-Martini Wolfsburg siegte in der Fußball-Niedersachsenliga beim JFV Calenberger Land II mit 5:1 (1:1) und hielt den direkten Konkurrenten im Kampf gegen die Abstiegsrunde auf Abstand. Der JFV schaffte es bei eigenem gesperrten Plätzen kurzfristig eine Spielstätte zu finden - den Kunstrasenplatz des TSV Goltern. In der ausgeglichenen ersten Spielhälfte ging Lupo auch gleich in Führung, ließ sich aber kurz danach überraschen. „Ein Kontertor. Danach hatten bis zur Pause beide Chancen“, berichtete Lupo-Trainer Marco Cuccia, dessen Mannschaft danach das Tempo erhöhte und einen deutlichen Sieg herausschoss. „Am Ende war es hochverdient, die Jungs haben die guten Trainingsleistungen bestätigt. Das hat sich die Mannschaft verdient“, war Cuccia am Ende zufrieden mit dem letzten Punktspiel des Jahres.

Tore: 0:1 (3.) Reim, 1:1 (9) Udovicic, 1:2 (54.) Schäfer (Eigentor), 1:3 (61.) Pizzone, 1:4 (83.) Reim, 1:5 (90.+1) Bente.

Axel Meierhoff