20. Februar 2021 / 16:44 Uhr

Lupo/Martini Wolfsburg holt Abwehrhünen Zeki Dösemeci vom Oberliga-Konkurrenten 

Lupo/Martini Wolfsburg holt Abwehrhünen Zeki Dösemeci vom Oberliga-Konkurrenten 

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Abwehr-Allrounder für Lupo: Teammanager Lennart Gutsche (r.) stellte am Samstag Zeki Dösemeci vor, der zur neuen Saison vom Oberliga-Konkurrenten 1 FC Germania Egestorf-Langreder kommt. © Boris Baschin
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Geballte Defensiv-Erfahrung für Lupo/Martini Wolfsburg. Der Fußball-Obeligist hat für die neue Saison Zeki Dösemeci von Staffelkonkurrenten 1. FC Germania Egestorf-Langreder verpflichtet.

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Defensiv-Erfahrung für Lupo/Martini Wolfsburg. Am Samstag wurde der Cousin des langjährigen Lupo-Spielers Hasan Dösemeci in der Kreuzheide vorgestellt. Der Fußball-Oberligist hat für die neue Saison Zeki Dösemeci vom Staffelkonkurrenten 1. FC Germania Egestorf-Langreder verpflichtet. Bei seinem Noch-Klub, der in der unterbrochenen Saison einen Platz vor Lupo auf Rang zwei rangiert, ist Dösemeci (24) ein Führungsspieler. Diese Rolle dürfte er bei Lupo auch einnehmen. Dösemeci kann defensiv zentral alles spielen, war seit gut einem Jahr in der Innenverteidigung gesetzt, kommt ursprünglich aber aus dem defensiven Mittelfeld. "Als Sechser, als Achter, oder ganz hinten, egal,", sagt er. "Aber ich mag es, wenn ich das Spiel vor mir habe." Außer: Es gibt eine Standardsituation für seine Farben. Denn da ist der Student gefährlich. Der 1,90-Meter-Hüne hat in sieben Einsätzen in dieser Saison sogar schon zweimal getroffen. Dösemeci stammt aus dem Raum Hannover, wo er auch schon eine Saison für Arminia spielte, hat seine Ausbildung bei VW in Wolfsburg gemacht und bringt nun gerade sein Studium zum Wirtschaftsingenieur Maschinenbau zu Ende. Ab September folgt das Praktikum bei VW in Wolfsburg. Von dort dann zum Training in die Heimat hetzen zu müssen, schien ihm nicht ideal.

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Nach einem Eckstoß steigt Germanias Zeki Dösemeci am höchsten und köpft aus kurzer Distanz zum 1:0 ein.
Torgefährlich: In dieser Szene trift Zeki Dösemeci per Kopf gegen seinen zukünftigen Klub. © Mirko Haendel

Zudem hatte Lupo ihn schon lange auf dem Zettel. Da ist die Verbindung durch den Cousin, der bei Lupo inzwischen Trainer im Nachwuchs ist, und vor einigen Jahren hatte er auch schon mal in der Vorbereitung bei Lupo mitgemacht, "sich dann aber", so Teammanager Lennart Gutsche, der auch immer Kontakt hielt, "für Klubs in der Nähe seiner Heimat entschieden. Aber der Kontakt ist nie abgerissen." Und nun hat es geklappt. Lupo und die Klubs des Zugangs hatten sich oft gegenübergestanden. "Immer heiße Duelle", erinnert sich Dösemeci. Und: "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit einem meiner Teams mal auf dem Lupo-Platz gewonnen habe. Das ist eine Mannschaft, die immer auch über ihre Mentalität kommt." Das passt ihm. "Ich übernehme gerne Verantwortung und möchte so hoch wie möglich spielen", sagt er. "Der Klub will an Erfolge anknüpfen, das Konzept, auch mit vielen jungen Spielern, hat mich überzeugt."

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Momentan läuft es für ihn so wie für fast alle Teams überall - man trifft sich zweimal in der Woche zu Zoom-Konferenzen, nebenbei wird kontrolliert ein Laufprogramm abgearbeitet. Und gehofft, dass in dieser Saison noch mal gespielt werden kann.

Lupo hat den Großteil des Kaders schon gebunden, einige Gespräche stehen aber noch aus. Unter anderem mit Mujo Taric. Der hatte als Linksverteidiger stark agiert. Seine Position würde Lupo gern doppelt besetzen, mindestens ein Linksverteidiger soll also noch kommen. Und am besten "noch ein Linksfuß. Das ist der Wunsch von Coach Giampiero Buonocore", verrät Gutsche. "Wir haben nicht einen Linksfuß im Kader."