11. Oktober 2021 / 15:35 Uhr

Lupo seit fünf Spielen ohne Gegentor: "Serie spricht für unsere Arbeit"

Lupo seit fünf Spielen ohne Gegentor: "Serie spricht für unsere Arbeit"

Tim Gerhold
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Alles im Griff: Seit fünf Partien ist Lupos Torhüter und Kapitän Marius Sauß (M.) ohne Gegentor.
Alles im Griff: Seit fünf Partien ist Lupos Torhüter und Kapitän Marius Sauß (M.) ohne Gegentor. © Boris Baschin
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Mit dem 3:0-Sieg im Derby gegen den MTV Gifhorn blieb Lupo/Martini schon im fünften Spiel in Folge ohne Gegentreffer. Torwart und Kapitän Marius Sauß ordnet die Serie für SPORTBUZZER vor dem Top-Spiel der Liga (Lupo erwartet als Zweiter am Sonntag den Spitzenreiter) ein.

Tündern, Göttingen, Hannover, Wolfenbüttel und zuletzt Gifhorn: Fußball-Oberligist Lupo/Martini Wolfsburg bekommt einfach keine Gegentore mehr. Die Zahl bleibt bei vier stehen. „Sowas habe ich noch nicht erlebt“, sagt Lupo/Martini Wolfsburgs Schlussmann und Kapitän Marius Sauß mit Blick auf die nun schon seit fünf Spielen anhaltende Serie. Seit der 87. Spielminute beim 4:1-Sieg gegen Eintracht Northeim am 5. September musste Sauß nicht mehr hinter sich greifen, insgesamt 454 Spielminuten.

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„Als Torwart freut einen solch eine Serie natürlich besonders, weil es auch immer der eigene Anspruch ist, ohne Gegentor zu bleiben. Und es spricht für unsere Arbeit.“ Natürlich möchte der Keeper, der als einziger Lupo-Akteur bislang alle möglichen Punktspiel-Minuten in dieser Saison bestritt, die Kiste auch am Sonntag (15 Uhr) sauber halten - im Schlagerspiel der beiden einzigen unbesiegten Teams der Liga. Mit einem Sieg könnte Lupo den Vorsprung von Egestorf auf einen Zähler verkürzen. Im Hinspiel hatte es ein 2:2 dank des Last-Minute-Ausgleichs durch Michele Rizzi gegeben.

Fußball-Oberliga: Lupo/Martini Wolfsburg - MTV Gifhorn

Fußball-Oberliga: Lupo/Martini Wolfsburg - MTV Gifhorn Zur Galerie
Fußball-Oberliga: Lupo/Martini Wolfsburg - MTV Gifhorn © Roland Hermstein

Die Gäste sind die wohl härteste Nuss in der Liga, Lupos Schlussmann weiß aber um die Qualität seiner Vorderleute, die „extrem gute Defensivleistungen“ abrufen. Dass nach Ballverlusten auch von Offensivspielern sofort gegen den Ball gearbeitet werde, führe im Umkehrschluss dazu, dass man „hinten nicht so viel verteidigen“ muss. „Ich habe kaum etwas zu halten“, stellt Sauß fest. Und dabei hat Lupo schon seit mehreren Spielen einen personellen Engpass in der Defensive. Innenverteidiger Zeki Dösemeci steht nach auskurierter Zerrung seit drei Spielen wieder in der Startelf, Junior Ebot-Etchi (Meniskusschaden), Sascha Simon (Muskelbündelriss) und Dennis Jungk (Trainingsrückstand) werden dagegen noch bis in den Winter hinein ausfallen.

Besonders in den letzten beiden Spielen in Wolfenbüttel und gegen Gifhorn stand die Lupo-Defensive sicher. Nicht einen gefährlichen Abschluss brachten die jeweiligen Gegner auf das Tor von Sauß. Das habe laut dem 29-Jährigen aber weniger mit der Qualität der Gegner zu tun, sondern vielmehr mit dem „Gesamtkonstrukt“ Lupo. „Wir spielen alle schon seit zwei Jahren fast unverändert zusammen und haben durch Zeki in dieser Saison noch einen Verteidiger mit Regionalliga-Erfahrung dabei, der zusätzliche Stabilität mitbringt.“

Dösemeci kam vom kommenden Gegner. Dass es gegen Egestorf-Langreder am Sonntag ein anderes Spiel als zuletzt werden könnte, will Sauß nicht ausschließen: „Egestorf gehört neben Ramlingen-Ehlershausen und uns zu den dominanten Teams der Liga. Allerdings empfand ich uns auch im Hinspiel als bessere Mannschaft, die beiden Gegentore waren unglücklich.“ Dass der Gegner in jedem Saisonspiel mindestens einmal getroffen hat, bringt den Keeper nicht aus der Ruhe: „Jede Serie muss irgendwann reißen.“