29. Mai 2021 / 22:57 Uhr

Kai Havertz schießt Chelsea zum Champions-League-Sieg: Thomas Tuchel auf dem Fußball-Olymp

Kai Havertz schießt Chelsea zum Champions-League-Sieg: Thomas Tuchel auf dem Fußball-Olymp

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Großer Jubel bei Thomas Tuchel (rechts): Kai Havertz und der FC Chelsea sind Champions-League-Sieger.
Großer Jubel bei Thomas Tuchel (rechts): Kai Havertz und der FC Chelsea sind Champions-League-Sieger. © IMAGO/PA Images/dpa/Montage
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Der FC Chelsea hat sich zum Champions-League-Sieger gekrönt. Dank eines Treffers von Kai Havertz gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel das Endspiel gegen Manchester City. Auch Timo Werner und Antonio Rüdiger können jubeln.

Kai Havertz hat den FC Chelsea zum zweiten Champions-League-Titel nach 2012 geschossen und Trainer Thomas Tuchel den bisher größten Erfolg seiner Karriere beschert. Der Nationalspieler erzielte beim 1:0 (1:0) im Endspiel gegen den Premier-League-Rivalen Manchester City den entscheidenden Treffer und beendete seine nicht immer einfache Debüt-Saison in London mit einem absoluten Glanzpunkt.

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Neben Havertz und Tuchel konnten mit Stürmer Timo Werner und Innenverteidiger Antonio Rüdiger zwei weitere Deutsche vor 16.500 zugelassenen Zuschauern in Porto jubeln. Ihr Nationalmannschaftskollege Ilkay Gündogan in City-Diensten reist hingegen mit einer Enttäuschung zum DFB-Team, um die Vorbereitung für die anstehende Europameisterschaft aufzunehmen. Zuvor muss der DFB allerdings noch die Quarantäne-Problematik rund um Havertz, Werner, Rüdiger und Gündogan lösen.

Dies war für das Quartett, das komplett in den Startformationen der Teams stand, am Samstagabend jedoch noch kein Thema - zu viel stand für sie noch auf Vereinsebene auf dem Spiel. Dementsprechend begannen Chelsea und Manchester die Begegnung temporeich und suchten von Beginn an den Weg nach vorn. Die Mannschaft von Tuchel, der das Königsklassen-Finale im vergangenen Jahr noch mit Paris St. Germain gegen den FC Bayern verloren und die Londoner erst Ende Januar vom glücklosen Frank Lampard übernommen hatte, zeigte sich bei ihren Bemühungen etwas zielstrebiger.

Werner wirbelt - Rüdiger rettet

So sorgte vor allem Werner im und rund im den City-Strafraum immer wieder für Unruhe. Wirklich treffsicher präsentierte sich der ehemalige Leipziger aber nicht. Folglich blieben seine Abschlüsse (10. und 14.) ungekrönt. Nach knapp einer halben Stunde konnte dann auch Rüdiger auf sich aufmerksam machen. Der Abwehrspieler rettet gegen Phil Foden in höchster Not (27.). Während Havertz ebenfalls gute Aktionen hatte, konnte der in dieser Saison besonders offensiv auffällige Gündogan nicht wie gewohnt für Akzente sorgen. Der 30-Jährige war immer wieder in die Defensivarbeit seines Teams eingebunden und blieb kreative Ideen meist zwangsläufig schuldig.

Havertz erster deutsche Torschütze in einem CL-Finale seit 2013

Nachdem sich beide Mannschaften bis dahin einen harten Kampf auf Augenhöhe geliefert hatten, schlug Havertz` große Stunde. Mason Mount setzte den 21-Jährigen, der im vergangenen Sommer für die deutsche Rekordablöse von 80 Millionen Euro von Bayer Leverkusen nach London gewechselt war, mit einem Steilpass glänzend in Szene und Havertz stürmte auf das City-Tor zu. Nachdem er zunächst an Manchesters Keeper Ederson hängengeblieben war, schob der Offensivallrounder den Ball kontrolliert zur Führung ins Netz (43.). Er war damit der erste deutsche Torschütze in einem Champions-League-Finale seit Ilkay Gündogan 2013.

City-Kapitän De Bruyne muss verletzt raus

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich City dann mehr und mehr um Kontrolle. Die Kombinationen waren zwar ansehnlich, führten aber kaum zu wirklich zwingenden Abschlüssen. Nach knapp einer Stunde musste das Team von Trainer Pep Guardiola dann auch noch einen empfindlichen personellen Rückschlag hinnehmen. Nachdem sich im ersten Abschnitt schon Chelsea-Verteidiger Thiago Silva verabschieden musste (39.), traf es nun City-Kapitän Kevin De Bruyne. Der frühere Bundesliga-Profi musste nach einem Zusammenprall mit Rüdiger verletzt vom Platz (59.).


Der englische Meister ließ sich von diesem Schock nicht aus der Bahn werfen. Die bis dahin beste Chance auf den zweiten Treffer der Partie hatte jedoch Chelsea. Auf Zuspiel von Havertz vergab der Ex-Dortmunder Christian Pulisic aus guter Position (72.). So musste Tuchels Mannschaft zittern - und durfte am Ende jubeln. City-Trainer Pep Guardiola erlebte hingegen seine nächste große Enttäuschung und blieb auch in seiner fünften Saison in Manchester ohne Königsklassen-Titel.