21. Juli 2021 / 12:15 Uhr

Machtwort im Wolfsburger Trainingslager: Lacroix bleibt!

Machtwort im Wolfsburger Trainingslager: Lacroix bleibt!

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Klare Ansage: Jörg Schmadtke beendet den Poker, Maxence Lacroix bleibt in Wolfsburg.
Klare Ansage: Jörg Schmadtke beendet den Poker, Maxence Lacroix bleibt in Wolfsburg. © Roland Hermstein
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Maxence Lacroix wird nicht vom VfL Wolfsburg zu RB Leipzig wechseln. Im VfL-Trainingslager in Österreich beendete Manager Jörg Schmadtke den Poker um den Top-Innenverteidiger.

Jörg Schmadtke, Manager des VfL Wolfsburg, hat den Transfer-Poker um Maxence Lacroix beendet. Der Abwehrspieler wird nicht zu RB Leipzig wechseln - weil die Sachsen nicht bereit sind, der Ablöseforderung des VfL zu erfüllen. Im Trainingslager der Wolfsburger im österreichischen Bad Waltersdorf sagte Schmadtke dem SPORTBUZZER: „Wir haben alles abgelehnt – und das Thema ist jetzt auch beendet!“

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Ein klares Machtwort, das die wochenlange Transferdiskussionen um Lacroix zu einem Ende bringt. Eine Diskussion, die zuletzt wieder an Fahrt verloren hatte. Der französische Innenverteidiger hatte bereits vor Wochen den Leipzigern seine Wechselbereitschaft signalisiert, RB schickte daraufhin zwei Angebote nach Wolfsburg, die aber zu weit weg von den rund 30 Millionen Euro waren, die der VfL verlangte. „Wir werden das Thema nicht die gesamte Vorbereitung mitschleppen“, sagte Schmadtke vor vier Wochen. „Wir sitzen nicht herum und warten auf eine Entscheidung, sondern wir sind ja Teil dieser Entscheidung. Wir werden irgendwann sagen: Jetzt ist gut.“ Und weil sich Leipzig nicht weiter bewegt hat, ist dieser Punkt jetzt erreicht. Schmadtke: "Maxence bleibt." Der Spieler, RB und der VfL, alle "wissen nun Bescheid – und das ist das Wichtigste.“ Und die Frage, ob es dabei bleibt, wenn RB noch einmal in Sachen Ablöse nachlegt, beantwortet der Manager mit einem klaren: "Ja!"

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Der VfL Wolfsburg bereitet sich in Bad Woltersdorf/Österreich auf die neue Saison vor. Schrecksekunde-Daniel Ginczek musste behandelt werden ©

Lacroix war im Sommer 2020 vom französischen Zweitligisten FC Sochaux für rund 5 Millionen Euro zum VfL gekommen und entwickelte sich dank seiner Schnelligkeit und seiner Zweikampfstärke zu einem der besten Innenverteidiger der Bundesliga. So landete der 21-Jährige fast zwangsläufig im Fokus der Leipziger, die beide Top-Verteidiger verloren haben - Dayot Upamecano wechselte für 42,5 Millionen Euro zum FC Bayern, Ibrahima Konaté für bis zu 46 Millionen Euro zum FC Liverpool. Auch englische Klubs sollen Lacroix auf dem Zettel gehabt haben. Und auch wenn er einem Abschied nicht abgeneigt war, zeigt er keinerlei Frust, hängt sich im Training in der Steiermark rein. „Er ist dabei, Bälle abzuwehren", so Schmadtke mit Blick aufs Training. "So, wie das ein Abwehrspieler macht. Von daher ist alles gut.“

Der VfL hatte in der vergangenen Woche Innenverteidiger Sebastiaan Bornauw vom 1. FC Köln verpflichtet, Schmadtke betonte allerdings stets, dass dieser Transfer nicht im Zusammenhang mit einem möglichen Lacroix-Abschied steht. Mit John Anthony Brooks (dessen bis 2022 laufender Vertrag verlängert werden soll), Marin Pongracic, Lacroix und Bornauw hat Wolfsburg nun drei Bundesliga-erfahrene Innenverteidiger im Kader, außerdem bekam Nachwuchsspieler Anselmo Garcia MacNulty vor kurzem einen Profivertrag.

Neben Bornauw hat Wolfsburg bisher zwei weitere Neue verpflichtet - Mittelfeldmann Aster Vranckx und Stürmer Lukas Nmecha. Damit sei man in der Kaderplanung "weit", wie Schmadtke sagt: "Wir haben hinten Möglichkeiten. Wir haben im Mittelfeld unsere Optionen und im Sturm jetzt auch, wobei es sein kann, dass noch ein Mosaiksteinchen dazu kommt.“ Also noch ein schneller, offensiver Außenspieler? „Wahrscheinlich. Wir brauchen so lange, wie wir brauchen. Und wenn wir nichts machen, machen wir nichts.“

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Der Bedarf könnte sich allerdings noch einmal vergrößern, wenn Spieler gehen. Zu denen, um die es immer wieder Wechselgerüchte gibt, gehört Josip Brekalo. Jetzt soll Atletico Madrid, spanischer Meister und Wolfsburger Testspielgegner am 31. Juli, Interesse haben. Schmadtke; "Da lese ich immer nur Dinge, ich habe aber nichts auf dem Tisch.“ Und wenn ein Angebot käme? „Im Konjunktiv rede ich nicht.“