06. Januar 2019 / 14:14 Uhr

Madlen Herrmann schießt den TSV Chemie Premnitz aus dem Turnier

Madlen Herrmann schießt den TSV Chemie Premnitz aus dem Turnier

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Lisa-Marie Seemann (r.) und die Premnitzerinnen schieden diesmal denkbar knapp aus. © Marcus Alert
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Hallenfußball: Premnitzerinnen scheiden beim Hallenturnier in Brandenburg nach der Gruppenphase aus.

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Die Fußballerinnen des TSV Chemie Premnitz haben sich bei ihrem zweiten Hallenauftritt in dieser Saison zwar gesteigert, mussten am Ende beim 6. Frauen-Hallenfußball-Masters aber erneut nach der Gruppenphase die Segel streichen.

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Dabei hatten die Chemikerinnen lange auf Kurs Halbfinale gelegen und einen ganz starken Turnierstart hingelegt. Zum Auftakt konnte in der Gruppe B der FSV Babelsberg 74, der die Landesliga der Frauen bisher verlustpunktfrei anführt, etwas überraschend mit 2:0 geschlagen werden.

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Premnitzerinnen feiern zwei Siege in zwei Spielen

„Das war natürlich ein perfekter Start für uns, der für eine Menge Selbstvertrauen sorgte“, freute sich TSV-Trainer Sebastian Boltze über den Auftakterfolg. Und es sollte zunächst so weiter gehen. Im Spiel gegen den FSV 1950 Wachow/Tremmen ließen die Premnitzerinnen wenig anbrennen und legten einen weiteren 2:0-Sieg nach. „Das war aber eigentlich ein Pflichtsieg, wenn man weiterkommen wollte. Wachow blieb am Ende ja auch ohne Punkt, aber meine Mädels haben das insgesamt sehr souverän gelöst“, so der Premnitzer Trainer.

Da sich auch die Gastgeberinnen vom FC Borussia Brandenburg, die mit einem All-Star-Team angetreten waren, schadlos hielten, war dieses Aufeinandertreffen schon vorentscheidend. Bei den Brandenburgerinnen kickten mit Madlen Herrmann und Maria Diekmann auch zwei Spielerinnen mit, die eigentlich für den TSV Chemie die Stiefel schnüren. Eng ging es dann auch in diesem Spiel zu. Die Partie wogte hin und her, beide Mannschaften spielten auf Sieg und kurz vor Schluss stand es 2:2-unentschieden, womit beide Teams einen wichtigen Schritt in Richtung Halbfinaleinzug gemacht hätte.

Platz drei in der Gruppe bedeutet das Aus

Doch ausgerechnet Madlen Herrmann traf zum 3:2-Siegtreffer für die Borussinnen und verpasste den Premnitzer Hoffnungen einen riesigen Dämpfer. „Dass es am Ende Madlen war, welche den entscheidenden Treffer gegen uns erzielte, ist natürlich richtig bitter für uns gewesen“, so ein geknickter Sebastian Boltze, für den es mit seinem Team nun zu einem absoluten Endspiel gegen den SV Babelsberg 03 kam.

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<b>Nadine Angerer</b> wird im Legenden-Spiel das Tor hüten. Für die Potsdamerinnen tat sie das von 2001 bis 2007 insgesamt 126-mal. Mit den Turbinen gewann sie dreimal den DFB-Pokal und zweimal die Deutsche Meisterschaft. Zur Galerie
Nadine Angerer wird im Legenden-Spiel das Tor hüten. Für die Potsdamerinnen tat sie das von 2001 bis 2007 insgesamt 126-mal. Mit den Turbinen gewann sie dreimal den DFB-Pokal und zweimal die Deutsche Meisterschaft. © Jan Kuppert

Beide Mannschaften waren vor der Partie punktgleich, wodurch klar war, dass nur der Sieger in die Runde der letzten Vier einziehen konnte. Und die Landeshauptstädterinnen, welche sich nach einer Auftaktniederlage stetig gesteigert hatten, ließen dem TSV Chemie keine Chance. Mit 0:3 mussten sich die Premnitzerinnen geschlagen geben. „Irgendwie war ein bisschen die Luft raus. Dennoch kann ich mit der gesamten Leistung zufrieden sein. Wir haben uns gegenüber der letzten Woche gesteigert und wollen jetzt bei unserem eigenen Turnier natürlich noch einmal überzeugen und dort endlich den Halbfinaleinzug klar machen“, verriet der Premnitzer Trainer, der sich wie in der vergangenen Woche über eine Einzelauszeichnung freuen durfte. Faye Riedel wurde zur besten Torhüterin des Turniers gewählt.