16. April 2022 / 18:39 Uhr

Magath ließ Boateng die freie Wahl: Durch welchen Kniff die Hertha wieder Hoffnung schöpft

Magath ließ Boateng die freie Wahl: Durch welchen Kniff die Hertha wieder Hoffnung schöpft

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kevin-Prince Boateng (Mitte) war heute maßgeblich am Sieg der Hertha beteiligt.
Kevin-Prince Boateng (Mitte) war heute maßgeblich am Sieg der Hertha beteiligt. © IMAGO/kolbert-press (Montage)
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Kevin-Prince Boateng darf erstmals seit Oktober 2021 wieder von Beginn an ran - und zeigt bis zu seiner Auswechslung in der 69. Minute, dass er im Abstiegskampf zum Hoffnungsträger taugt. Trainer Felix Magath scheint dem Routinier blind zu vertrauen.

Im noch vor gut einer Woche fast aussichtslos erscheinenden Kampf um den Klassenerhalt scheint Felix Magath seinen Hoffnungsträger gefunden zu haben. Kevin-Prince Boateng, der am Samstag erstmals seit Oktober 2021 wieder von Beginn an ran durfte, ging beim 1:0 (0:0) beim FC Augsburg voran. Er marschierte, er kämpfte, er strukturierte. Kurz: Der Mittelfeldspieler war all das, was Hertha BSC zuletzt abhandengekommen war. Natürlich ist der 35-Jährige aufgrund seiner langen Verletzungshistorie nicht mehr im Vollbesitz seiner körperlichen Kräfte. Klar ist aber auch, dass Magath den Routinier schon unter der Woche zu seinem einzigen Führungsspieler erklärt hatte und Boateng diesem Anspruch nun mehr als gerecht wurde.

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"Der Trainer hat gesagt, dass er mich braucht", meinte Boateng nach dem ersten Hertha-Auswärtssieg seit sechs Monaten bei Sky und verriet, dass er sich sogar seine Position aussuchen durfte. Er wählte "die Zehn", also die Spielmacherrolle – und lieferte: "Ich habe es ganz gut gemacht. Es sah nicht aus wie bei einem Spieler, der schon fertig ist." Der Erfolg in Augsburg sei nach der Kritik im Anschluss an das Derby-Debakel am vergangenen Sonntag gegen Union Berlin (1:4) "auch mental sehr wichtig, meinte Boateng: "Jetzt haben wir eine Woche Zeit, um uns auf das nächste Endspiel vorzubereiten." In den nächsten Partien geht es für die Berliner gegen die beiden direkten Abstiegsrivalen VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld.

Folglich bezeichnete Hertha-Trainer Felix Magath den Sieg bei den nun auch nur noch drei Punkte entfernten Augsburgern auch als "lebensnotwendig". Der Coach schwärmte von einer "großartigen kämpferischen Leistung" und lobte die mannschaftliche Geschlossenheit. Und Boateng? "Er ist ein Klasse-Spieler und war sehr wichtig", lobte Magath: "Aber ich will heute niemanden herausheben."