08. Mai 2022 / 10:59 Uhr

"Bereite mich auf den schlechtesten Fall vor": Magath streicht freie Tage und spricht von Relegation für Hertha

"Bereite mich auf den schlechtesten Fall vor": Magath streicht freie Tage und spricht von Relegation für Hertha

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Felix Magath steckt mit Hertha BSC weiter im Kampf um den Liga-Verbleib.
Felix Magath steckt mit Hertha BSC weiter im Kampf um den Liga-Verbleib. © IMAGO/Matthias Koch
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Hertha BSC kann am Sonntagabend gerettet sein, trotz der Niederlage gegen Mainz. Felix Magath will über tabellarische Hilfsleistungen aus München aber nicht spekulieren. Der Trainer denkt pessimistisch und redet offen über die Vorbereitung auf die Relegation.

Schnelle Hilfe vom FC Bayern München? Noch eine Chance kommende Woche bei Borussia Dortmund? All diese Optionen waren Felix Magath nach dem enttäuschenden 1:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 egal. Der zum Retter von Hertha BSC erkorene Trainer denkt schon jetzt an den schlechtesten noch möglichen Fall für die Berliner in der Bundesliga. "Es hat nur zu einer Niederlage gereicht, deswegen gilt es für uns, ab heute uns auf die Relegation vorzubereiten", sagte Magath am Samstagabend.

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Tatsächlich könnte dieser maximal vorsichtige Plan des sichtlich frustrierten Hertha-Trainers am Sonntagabend aber schon unnötig sein. Gewinnt der FC Bayern gegen den VfB Stuttgart, ist die Hertha doch gerettet, der Abstieg und das ungeliebte Kräftemessen mit dem Zweitliga-Dritten wären vermieden und der letzte Spieltag mit der Partie beim Vizemeister BVB ein Ausflug ohne sportlichen Wert.

Doch Magath baut vor. Das war schon seine Taktik in den vergangenen Wochen. Regelmäßig redet er sein Team schlecht und klein. So wirkt es in der Realität dann immerhin ein bisschen besser und größer. "Als Profi, für den ich mich halte, bereite ich mich auf den schlechtesten Fall vor", sagte der 68-Jährige. Ganz real hat die Hertha vier Punkte Vorsprung auf den Tabellen-16. Stuttgart. Auch bei einer Sensation der Stuttgarter in München ginge man mit einem Vorsprung in den letzten Spieltag.

Magath greift direkt durch

Einen Sieg in Dortmund traut Magath seinem Team, das ihn gegen Mainz offensichtlich ziemlich enttäuscht hatte, aber offenbar gar nicht zu. "Ich habe keine Ahnung wie sie Fußball beurteilen. Wir spielen gegen den Tabellenzweiten, wir sind Tabellen-15.", raunzte Magath einen Fragesteller an. Nach der Magath-Logik muss dann allerdings auch der Tabellenführer FC Bayern gegen den 16. aus Stuttgart zwingend gewinnen und aller Zweckpessimismus des Trainers wäre Makulatur.

Dennoch griff Magath erstmal durch. Drei für den Klassenerhalt angedachte freie Tage wurden gestrichen. Am Sonntagmorgen geht es um 9 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück für die Hertha-Profis weiter. Um 10.30 Uhr folgt das Training. Es muss gearbeitet werden. An einen gemeinsamen TV-Abend mit dem Bayern-Spiel als Programm dachten weder Magath noch sein Anführer Kevin-Prince Boateng. "Ich hoffe, ich kann zuhause ein bisschen ausruhen. Ich bin ein bisschen älter. Ich glaube nicht, dass wir uns zusammensetzen. Das wäre ein bisschen übertrieben", meinte Boateng.