08. September 2021 / 20:44 Uhr

Magere 15 Treffer: SC DHfK Leipzig verliert Ligaauftakt beim HC Erlangen

Magere 15 Treffer: SC DHfK Leipzig verliert Ligaauftakt beim HC Erlangen

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
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Saisonauftakt misslungen: Der SC DHfK Leipzig verliert den Saisonauftakt beim HC Erlangen. © Klaus Trotter
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Ungenauigkeiten, fehlende Treffsicherheit, Zeitstrafen: Der Saisonauftakt des SC DHfK Leipzig beim HC Erlangen lief alles andere als nach Plan. Das Team von Coach André Haber muss sich am Ende mit 19:15 geschlagen geben.

Erlangen/Leipzig. Die Letzten werden die Ersten sein. Sollte das Sprichwort auf die neue Bundesliga-Saison zutreffen, stünden den DHfK-Handballern erfolgreiche Monate ins Haus. Die Leipziger brauchten in Erlangen 5:47 Minuten für ihr erstes Saisontor und waren in dieser Statistik Schlusslicht der zehn Erstligisten, die am Mittwoch im Einsatz waren. Doch fürs Auftaktspiel galt das Sprichwort nicht, der SC DHfK verlor nach unterirdischer Angriffsleistung 15:19 (8:8). Es bleibt also dabei: Die Leipziger können beim HC Erlangen nicht gewinnen.

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Milosevic kriegt glatt Rot

Die Sachsen hatten große Probleme, ihr Spiel aufzuziehen. Der Rückraum wirkte harmlos, Spielmacher Luca Witzke musste sich meist auch als Vollstrecker versuchen, weil seine Nebenleute nicht in Wurfposition kamen. Zwischen der 8. und 20. Minute erzielten die Gäste nicht einen einzigen Treffer. Folgerichtig nahm André Haber die erste Auszeit. Seine klare Botschaft: Die Abwehr steht zum Saisonstart glänzend, aber im Angriff muss sein Team beweglicher und effektiver arbeiten. Doch an der Umsetzung haperte es bis zum Halbzeitpfiff, zumal Lucas Krzikalla auch noch vom Siebenmeterpunkt gleich zwei Mal Nerven zeigte und gegen den auf der Linie verharrenden Keeper Klemen Ferlin viel zu unplatziert warf. Später knallte Sime Ivic den dritten Strafwurf übers Gehäuse.

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Der SC DHfK Leipzig verliert den Saisonauftakt beim HC Erlangen mit 19:15. Zur Galerie
Der SC DHfK Leipzig verliert den Saisonauftakt beim HC Erlangen mit 19:15. ©

Überhaupt waren die Torhüter die besten Männer auf der Platte: Ferlin angelte sich rund 40 Prozent der DHfK-Würfe, der Leipziger Joel Birlehm tat es ihm gleich und parierte teils spektakulär. Die 28. Minute brachte eine kleine Erlösung, denn Lovro Jotic erzielte per Konter den ersten (aber auch einzigen) Treffer eines DHfK-Neuzugangs und brachte die Leipziger 8:7 in Front. Doch noch vor der Pause bedeutete die Disqualifikation von Alen Milosevic einen Schock für die ganz in Weiß spielenden Leipziger. Der Kapitän sah nach einem schweren Foulspiel glatt Rot.

"Das war ein verrücktes Spiel"

Die Kabinenansprachen verhalfen den Deckungsreihen nicht zur erhofften Auferstehung, die Abwehrschlacht ging munter weiter, die Fernwurfspezialisten trafen nur das Gebälk. Mehr als neun Minuten dauerte es, ehe überhaupt ein Treffer fiel – das 9:8 für die Hausherren. Als das letzte DHfK-Tor 14 Minuten her war und gefühlt aus der Steinzeit stammte, platzte Haber in der Auszeit der Kragen. Maciej Gebala erzielte prompt den Anschluss. Erlangen blieb am Drücker, doch Lukas Binder drehte nun auf und sorgte mehrfach für den Anschluss. Doch die Fehler überwogen bis zum Schluss.

DHfK-Trainer André Haber sagte nach der Partie: "Das wach offensiv schwach von beiden - von uns noch schwächer. Deshalb haben wir auch verloren. 15 Tore über 60 Minuten sind sehr ernüchternd. Es ist frustrierend, dass wir uns die ganze Zeit nicht fangen und stabilisieren. Ich kann mich nur entschuldigen und versprechen, dass wir es schon bald besser machen werden." Sein Gegenüber Christoph Steinert befand: "Das war ein verrücktes Spiel. Ich weiß gar nicht, warum sich beide Mannschaften so schwer getan haben, Tore zu werfen. Es gibt auch keine Ausreden, wir spielen jede Woche tausend Pässe und werfen tausend mal aufs Tor. Natürlich standen zwei herausragende Keeper auf der Platte."

SC DHfK: Birlehm, Saeveraas; Witzke 2, Wiesmach 3/1, Binder 6, Sunnefeldt, Ivic, Mamic, Jotic 1, Krzikalla, Gebala 1, Milosevic, Meyer-Siebert 1, Ernst, Remke 1, Esche. Zuschauer: 3067. Siebenmeter: HCE 3/3, DHfK 4/1. Strafminuten: 4:14.