17. Juli 2020 / 08:30 Uhr

Maina-Wechsel zum VfL wird zum Geduld-Spiel

Maina-Wechsel zum VfL wird zum Geduld-Spiel

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Auf dem Sprung: Linton Maina steht vor dem Wechsel nach Wolfsburg, VfL-Manager Jörg Schmadtke will den 96-Flügelflitzer haben.
Will Linton Maina verpflichten: Jörg Schmadtke (kl. Bild), der Manager des VfL Wolfsburg. © Florian Petrow, DPA
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Linton Maina - sein erstes Tor erzielte der VfL-Wunschspieler von Hannover 96 ausgerechnet gegen Wolfsburg. Beraten wird der Tempo-Dribbler von seiner Mama...

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Klappt das noch vor dem VfL-Trainingsstart am übernächsten Wochenende? Vieles spricht dafür, dass Linton Maina Hannover verlässt und nach Wolfsburg wechselt. Der Spieler will, der VfL will, einzig Zweitligist 96 will noch nicht. Es geht um die Ablöse. Von 5 bis 6 Millionen Euro ist die Rede, aber so viel will Wolfsburg Stand jetzt nicht bezahlen. Die Geschichte zieht sich, gleichwohl dürfte Maina am Ende kommen, zumal 96 längst auf der Suche nach einem Maina-Nachfolger ist. Aber wer ist dieser mögliche erste VfL-Neuzugang dieses Sommers?

Das ist Hannovers 96-Rakete Linton Maina:

Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  Zur Galerie
Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  ©

Der VfL möchte für die Offensive einen Spieler mit Tiefgang haben – einen, der die Bälle in den Lauf gespielt bekommen will. Das ist das Spiel des Tempo-Dribblers. „Wenn ich noch zehn Tore vorbereite, ist mir das auch recht. Ich bin kein Spieler, der sagt, er muss unbedingt selbst treffen. Es geht um meine Stärken, mit denen ich der Mannschaft helfen kann. Wenn es Vorlagen sind, dann sind es Vorlagen. Sind es Tore, dann sind es Tore“, sagt er Anfang des Jahres in einem SPORTBUZZER-Interview.

„Aber klar weiß ich auch, dass ich nicht immer querlegen muss, ich kann auch mal selbst auf ein Tor gehen.“ In 48 Spielen für die Roten sind ihm elf Vorlagen und drei Tore gelungen. Sein erstes machte er im November 2018 – ausgerechnet gegen seinen möglichen neuen Arbeitgeber Wolfsburg in der Bundesliga beim 2:1-Sieg.

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Übrigens: Beraten wird der U21-Nationalspieler vom Trainer seines Berliner Jugendklubs SV Pfefferwerk – und von seiner Mama Antje. „Meine Mutter hat immer gesagt, ich soll mich komplett auf den Fußball konzentrieren und den Rest ausblenden“, so der 21-Jährige.

„Ist sie der Meinung, dass etwas wichtig ist, dann spricht sie mit mir darüber.“ Bei ihm hätten sich viele Berater seit der Jugend gemeldet. „Aber das halte ich selbst von mir weg. Ich war nie ein Fan davon. Ich weiß, dass meine Mutter sich darum kümmert, und ich vertraue ihr.“