02. Dezember 2019 / 22:35 Uhr

Nach Pyro-Ärger im Eintracht-Block: Mainz ringt im Rhein-Main-Derby zehn Frankfurter nieder

Nach Pyro-Ärger im Eintracht-Block: Mainz ringt im Rhein-Main-Derby zehn Frankfurter nieder

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Karim Onisiwo war mit einem Tor, einer Vorlage und einem weiteren, später aberkannten Tor einer der Mainzer Aktivposten. Vor dem Spiel hatte es massiven Pyrotechnik-Einsatz der Frankfurter Fans gegeben.
Karim Onisiwo war mit einem Tor, einer Vorlage und einem weiteren, später aberkannten Tor einer der Mainzer Aktivposten. Vor dem Spiel hatte es massiven Pyrotechnik-Einsatz der Frankfurter Fans gegeben. © imago images/Jan Huebner
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Der 1. FSV Mainz 05 landet im Tabellenkeller einen Big Point. In Überzahl schlagen die Rheinhessen im Derby Europa-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt und feiern den zweiten Sieg im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Achim Beierlorzer.

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Dank numerischer Überlegenheit hat der 1. FSV Mainz 05 Neu-Trainer Achim Beierlorzer eine glänzende Heimpremiere beschert und die schwarze Derby-Serie von Eintracht Frankfurt verlängert. Die Hessen unterlagen am Montagabend in Unterzahl mit 1:2 (1:0) und warten damit weiter auf ihren ersten Bundesligasieg in Mainz. Martin Hinteregger brachte die Gäste vor 33 184 Zuschauern in der 33. Minute in Führung, doch der auffällige Karim Onisiwo (50.) und Adam Szalai (69.) drehten gegen zehn Frankfurter die Partie. Dominik Kohr (44.) hatte kurz vor der Pause wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen.

"Ich denke nicht, dass die Mainzer eine Idee hatten, nach vorne zu spielen. Wenn wir zu elft spielen, dann holen wir die drei Punkte", sagte Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger bei DAZN. Sein Teamkollege Danny da Costa erklärte: "Ich glaube, eine komplette Halbzeit in Unterzahl ist nicht so einfach. Wir wollten kompakt verteidigen und kriegen durch eine Zufallsaktion den Ausgleich. Es ist dann schwierig, vorne die Durchschlagskraft zu entwickeln." Sechs Punkte, zwei Spiele, "das ist etwas, was wir uns erträumt haben", erklärte Beierlorzer.

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Die Partie begann zehn Minuten später als geplant, weil Frankfurter Fans kurz vor dem geplanten Anpfiff einen Böller zündeten und Leuchtraketen auf den Rasen feuerten. Schiedsrichter Manuel Gräfe bat beide Mannschaften daraufhin zunächst wieder in die Kabinen. Als sich der Rauch verzogen hatte, herrschte zunächst Geister-Stimmung auf den Rängen. Aus Protest gegen die ungeliebten Montagsspiele, die ab der Saison 2021/22 abgeschafft werden, verzichteten beide Fanlager erst einmal auf die übliche lautstarke Unterstützung ihrer Mannschaften.

Das Spiel nahm nach dem Pyrotechnik-Ärger nur schleppend Fahrt auf

Das schien die Profis zu beeindrucken, denn die Partie nahm nur schleppend Fahrt auf. Die erste dicke Chance bot sich den Gästen, als Kohr nach Flanke von Filip Kostic den Ball aus etwa acht Metern neben das Mainzer Tor setzte. Viel mehr brachte der Europa-League-Teilnehmer, der auf Abwehrchef Makoto Hasebe (grippaler Infekt) und Stürmer Bas Dost (muskuläre Probleme) verzichten musste, in der Offensive zunächst aber nicht zustande. Auch bei Mainz ging nach vorn kaum etwas, so dass beide Torhüter in den ersten 30 Minuten kein einziges Mal geprüft wurden.

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Umso überraschender fiel die Gäste-Führung: Nach einer Ecke kam der Ball zu Hinteregger, der Robin Zentner im FSV-Tor mit einem Flachschuss überwand. Nur vier Minuten später vereitelte Zentner mit einer Fußparade gegen Gonçalo Paciência das 0:2. Als die Eintracht alles im Griff zu haben schien, ließ sie sich nach einer eigenen Ecke auskontern. Kohr konnte den allein durchgelaufenen Levin Öztunali nur noch unfair bremsen - und sah dafür Rot.

Frankfurt-Fans geben Stimmungsboykott nach der Pause auf

Nachdem die Mainzer Anhänger ihr Team bereits seit der 16. Minute wieder lautstark angefeuert hatten, gaben nach dem Wechsel auch die Frankfurter Fans ihren Stimmungsboykott auf. Auch im Spiel war nun Feuer, weil Mainz stürmisch aus der Kabine kam. Jean-Paul Boëtius (48.) zwang Frederik Rönnow zu einer Glanzparade, kurz darauf traf Onisiwo zum Ausgleich. Fast hätte sich der Österreicher als Doppel-Torschütze feiern lassen können, doch der Videobeweis belegte, dass der Ball vor seinem vermeintlichen zweiten Treffer im Aus war. Beim Tor des kurz zuvor eingewechselten Szalai war dann alles okay, so dass die 05er den zweiten Sieg im zweiten Spiel unter Beierlorzer bejubeln konnten.

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