22. Dezember 2020 / 18:02 Uhr

Offiziell: Mainz 05 und Sportvorstand Rouven Schröder trennen sich – Heidel-Comeback offen

Offiziell: Mainz 05 und Sportvorstand Rouven Schröder trennen sich – Heidel-Comeback offen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mainz 05 trennt sich von Rouven Schröder – Christian Heidel könnte ihn ersetzen.
Mainz 05 trennt sich von Rouven Schröder – Christian Heidel könnte ihn ersetzen. © Getty Images/imago images/Eibner (Montage)
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Der 1. FSV Mainz 05 stellt sich neu auf: Sportvorstand Rouven Schröder macht den Weg für einen sportlichen Neuanfang frei. Ob Trainer Jan-Moritz Lichte und Schröders Vorgänger Christian Heidel nach der Neuaufstellung dabei sind, bleibt zunächst offen.

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Paukenschlag beim 1. FSV Mainz 05! Der strauchelnde Bundesligist hat sich mit seinem Sportvorstand Rouven Schröder auf eine vorzeitige Beendigung des noch bis Juni 2024 laufenden Vertrages geeinigt. Schröder habe dabei selbst um die Auflösung des Kontraktes gebeten. Das gaben die Rheinhessen am Dienstagnachmittag bekannt. Der Klub äußerte sich auch über eine mögliche Rückkehr von Schröders Vorgänger Christian Heidel. Wie es indes mit dem ebenfalls angezählten Trainer Jan-Moritz Lichte weitergeht, wurde zunächst nicht bekannt.

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"Die Entscheidung den Verein zu verlassen ist mir nicht leicht gefallen. Mainz 05, der Verein, die Mannschaft, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Stadt sind mir in den vergangenen Jahren ans Herz gewachsen, das legt man nicht so einfach ab", sagte Schröder in einem Statement. "Allerdings muss ich für meine Arbeit und für meinen Einsatz zu 100 Prozent hinter dem stehen, was ich mache. Ich hatte nun das Gefühl, dass es für den Verein und für mich besser ist, den Weg frei zu machen, so dass sich Mainz 05 insgesamt neu aufstellen kann".

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Rouven Schröder habe den Verein am Dienstagmorgen um die Auflösung seines Vertrages gebeten, sagte Aufsichtsratschef Detlev Höhne: "Der Aufsichtsrat hat diese Entscheidung mit Bedauern akzeptiert, weil wir Rouven Schröders Kompetenz und sein Fachwissen sehr gerne weiter an unseren Verein gebunden hätten."

Aufsichtsratschef Höhne über Heidel-Rückkehr: "Hat sich Bedenkzeit erbeten"

Offen bleibt, ob Schröders Vorgänger, der mit Mainz eng verbundene Ex-Schalke-Manager Christian Heidel, Teil dieser Neuaufstellung sein wird. Dazu meldete sich Höhne zu Wort. "Rouven Schröders Entscheidung beeinflusst auch unsere weiteren Planungen. Angedacht war, dass wir Christian Heidel als zusätzliches Mitglied neben Stefan Hofmann, Rouven Schröder und Jan Lehmann in unseren Vorstand aufnehmen, um den Verein für die strategischen Fragen der Zukunft noch besser aufzustellen", erklärte Höhne. "Christian Heidel hat sich aufgrund der aktuellen Entwicklung nun Bedenkzeit erbeten." Nach Weihnachten soll darüber neu entschieden werden.

Nachdem Schröder seine aktive Karriere als Innenverteidiger 2011 beendete, wurde er zunächst Co-Trainer bei der Zweitvertretung des VfL Bochum. Später arbeitete er dann unter anderem als Videoanalyst und als Scout für den 1. FC Nürnberg, bevor er bei Greuther Fürth erstmals Sportdirektor wurde. In gleicher Rolle war er von 2013 bis 2014 auch bei Werder Bremen tätig. 2016 kam er dann zu Mainz, wo er erst Sportdirektor war, ab 2017 dann Sportvorstand. Nun folgte das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit.