27. März 2020 / 07:25 Uhr

Mainz-Trainer Achim Beierlorzer warnt: "Macht keinen Sinn, jetzt Wünsche zu äußern"

Mainz-Trainer Achim Beierlorzer warnt: "Macht keinen Sinn, jetzt Wünsche zu äußern"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mainz-Trainer Achim Beierlorzer warnte davor, während der Corona-Krise Wünsche oder Forderungen zur Fortsetzung der Bundesliga-Saison zu äußern. 
Mainz-Trainer Achim Beierlorzer warnte davor, während der Corona-Krise Wünsche oder Forderungen zur Fortsetzung der Bundesliga-Saison zu äußern.  © Getty Images
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Die Bundesliga-Saison pausiert wegen der Coronavirus-Pandemie mindestens bis Ende April. Mainz-Trainer Achim Beierlorzer warnte nun davor, angesichts der unsicheren Lage Wünsche oder Forderungen zur Fortsetzung des Spielbetriebs zu äußern. 

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Die anhaltende Corona-Krise hat die Bundesliga fest im Griff. Der Spielbetrieb ist ausgesetzt und soll nach optimistischen Schätzungen erst im Mai wieder aufgenommen werden - voraussichtlich vor leeren Stadien. Mainz-Trainer Achim Beierlorzer hat Verständnis für die Maßnahmen und warnte davor, angesichts der aktuellen Unsicherheit der Lage Wünsche oder Forderungen zu äußern.

Beierlorzer hat Verständnis für Corona-Pause

"Es ist absolut verständlich, dass wir nicht in zwei Wochen Fußballspiele stattfinden lassen können, wenn wir momentan vermeiden, überhaupt irgendwelche Kontakte zu haben. Für mich ist es ein logischer Schritt", betonte der 52-Jährige im Interview mit der dpa und erklärte: "Ich glaube, es macht in der Schnelllebigkeit dieser Zeit einfach keinen Sinn, jetzt Wünsche zu äußern, was man gerne hätte."

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Dennoch hofft der Coach von Mainz 05 auf eine Fortsetzung der Saison: "Es ist momentan eine ganz, ganz große Aufgabe, so etwas realistisch einzuschätzen, weil wir gar nicht absehen können, wann es weitergeht und wie sich die Situation entwickelt. Was aber klar ist: Die Bedingungen sind dann für alle Mannschaften gleich. Das Wichtigste für alle Vereine ist, dass die Saison zu Ende gespielt wird."

Mainz 05 setzt Mannschaftstraining aus

Aktuell führen nur wenige Bundesliga-Mannschaften überhaupt ein halbwegs reguläres Mannschaftstraining durch. Die Profis von Mainz 05 müssen sich dagegen zu Hause fit halten. "Wir fragen die Spieler jeden Tag ab: Wie fühlen sie sich? Wie ist der Stresspegel? Dazu gibt es auch technische Hilfestellungen beim IT-basierten Austausch der individuellen Trainingsaufgaben und -ergebnisse. Mehr können wir momentan nicht machen", sagte Beierlorzer der dpa.

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Auch auf den Transfermarkt hat die Corona-Krise voraussichtlich große Auswirkungen. Dass auch in der kommenden Transferphase ähnlich hohe Beträge für Spieler gezahlt werden wie in den vergangenen Jahren, scheint aktuell der finanziellen Not vieler Klubs ausgeschlossen. "Kurzfristig definitiv, allein schon weil jetzt allen Vereinen Geld fehlt. Inwiefern langfristig wieder die Dinge greifen – da sind wir wieder bei der Glaskugel, in die keiner sehen kann", urteilte Beierlorzer, der aber auch auf positive Entwicklungen hofft: "Das ist nicht meine Aufgabe, sondern die der Vereinsführungen und Dachorganisationen wie der DFL, vielleicht auch mal die Situation zu nutzen und Ideen wachsen zu lassen."

Bundesliga pausiert mindestens bis Ende April

Aktuell ist die Bundesliga-Saison bis mindestens Ende April ausgesetzt. Wann und unter welchen Bedingungen die Spielzeit fortgesetzt werden kann, ist noch unklar. Mainz-Trainer Beierlorzer mahnte allerdings, dass man sich derzeit ohnehin auf andere Dinge konzentrieren sollte: "Das alles Entscheidende ist, dass wir diese Krise allesamt gut überstehen, dass unsere Gesellschaft intakt bleibt und möglichst wenige Menschen durch das Coronavirus zu Tode kommen."

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