30. Mai 2020 / 10:11 Uhr

Mainz-Trainer Achim Beierlorzer fordert gegen Hoffenheim "Leidenschaft und Robustheit"

Mainz-Trainer Achim Beierlorzer fordert gegen Hoffenheim "Leidenschaft und Robustheit"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Achim Beierlorzer kämpft mit Mainz 05 gegen den Abstieg.
Achim Beierlorzer kämpft mit Mainz 05 gegen den Abstieg. © Getty Images
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Die Abstiegssorgen lasten schwer auf dem FSV Mainz 05. Das Beierlorzer-Team steht im Bundesliga-Überlebenskampf gegen Hoffenheim mit dem Rücken zur Wand. Die Erinnerung an das 5:1 aus der Vorrunde dient als Ansporn.

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Mit positiver Energie und Widerstandskraft will der FSV Mainz 05 die wiedererstarkte TSG 1899 Hoffenheim in die Knie zwingen. "Wir brauchen Leidenschaft, Mentalität, Teamfähigkeit und große Robustheit", sagte Trainer Achim Beierlorzer einen Tag vor dem Schlussakt der Englischen Woche der Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr). Der Druck im Kampf um den Klassenerhalt wird bei nur noch einem Punkt Vorsprung auf den Rang-16. Düsseldorf immer größer.

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"Den größten Druck machen wir uns selbst. Wir haben es in den letzten sechs Spielen selbst in der Hand. Wir müssen die Antwort auf dem Platz geben", erklärte Sportvorstand Rouven Schröder am Freitag bei der virtuellen Spieltags-Pressekonferenz.

Euphorie verflogen

Für Beierlorzer schließt mit der Partie gegen Hoffenheim in der wegen der Corona-Pandemie erneut leeren Arena der Kreis. Im November 2019 feierte der 52-Jährige als Nachfolger des geschassten Sandro Schwarz mit dem 5:1 trotz Unterzahl (Rot für Ridle Baku) einen grandiosen Einstand. Von der damaligen Euphorie ist nichts übrig. Zu schwankend immer wieder die Leistungen des Teams. "Die sind normal in unserem Kader. Wäre die Konstanz gleichbleibend, wären viele Spieler nicht mehr bei uns", betonte Schröder. Von teambildenden Maßnahmen hält Beierlorzer nichts. "Jeder muss sich selbst motivieren."

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Das 1:1 am Mittwoch beim FC Union Berlin sei ein weiterer Tiefschlag gewesen. Dem 05-Coach würde es gefallen, wenn "wir mit unserer Leistung an das 5:1 bei 1899 anknüpfen können". Aus der Berliner Partie könnten die Mainzer auch Positives herausziehen. "Wir haben den Kampf angenommen, da war Energie drin", betonte Beierlorzer. Das galt besonders für die Jungspunde Leandro Barreiro und Ridle Baku, die gemeinsam für den Mainzer Treffer sorgten. Jetzt gehe es darum, endlich auch Torchancen zu kreieren. Die Rheinhessen gewannen nur eines der letzten acht Heimspiele - gegen Schlusslicht SC Paderborn.

Latza und Zentner fehlen dem FSV

Einen Blick in die personellen Karten lässt Beierlorzer nicht zu. Klar ist, dass Kapitän Danny Latza (Gelb-Sperre) und Torhüter Robin Zentner (Kreuzband-Verletzung) fehlen. Der Einsatz des angeschlagenen Jeremiah St. Juste ist offen, in Alexander Hack hatte der Niederländer bei Union Berlin einen guten Vertreter. "Für Chancen brauchen wir gute Flanken, Tiefenläufe und dann auch Abschlüsse", meinte der 05-Trainer, der gleichzeitig defensive Stabilität anmahnte.