26. September 2020 / 18:55 Uhr

Mainz-Trainer Beierlorzer nach Horror-Woche vor dem Aus? Schröder vermeidet Bekenntnis

Mainz-Trainer Beierlorzer nach Horror-Woche vor dem Aus? Schröder vermeidet Bekenntnis

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ihm droht das Aus beim FSV Mainz 05: Trainer Achim Beierlorzer.
Ihm droht das Aus beim FSV Mainz 05: Trainer Achim Beierlorzer. © Thomas Frey/dpa
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Beim 1. FSV Mainz 05 sind die Probleme massiv. Nach dem Spielerstreik unter der Woche und einer Klatsche gegen den Aufsteiger VfB Stuttgart scheinen sich die Tage von Trainer Achim Beierlorzer dem Ende entgegen zu neigen. Sportvorstand Rouven Schröder vermied ein Bekenntnis zum Trainer.

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Die Ereignisse und Aussagen dürften Achim Beierlorzer wenig Hoffnung machen, auch in der kommenden Woche noch auf der Bank beim 1. FSV Mainz 05 zu sitzen. Nach dem Spielerstreik unter der Woche aufgrund der Degradierung von Stürmer Adam Szalai und der derben Pleite gegen den Aufsteiger VfB Stuttgart hängt der Haussegen beim Bundesligisten mächtig schief.

"Was in dieser Woche passiert ist, ist nicht normal für Mainz 05", sagte Sportvorstand Rouven Schröder am Samstag bei Sky. Zuvor verlor die Mannschaft trotz 1:0-Führung mit 1:4 gegen den Aufsteiger aus Stuttgart und lieferte eine schwache Leistung ab. Das Dilemma war schon unter der Woche absehbar, nachdem die Spieler in den Streik gingen. "Wir machen eine Analyse, der Trainer ist dabei. Die Woche ist nicht spurlos an uns vorbeigegangen", gestand Schröder. Schon vor dem Spiel äußerte er sich deutlich: "Das hat uns alle berührt, was in dieser Woche vorgefallen ist. Da kann man auch nicht von Normalität sprechen. Die Gesamtlage in Mainz ist bedenklich, das wissen wir auch."

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Ob Beierlorzer in der kommenden Woche gegen Union Berlin noch auf der Mainzer Bank sitzen wird, ließ Schröder offen. "Ich kann nicht bestätigten, dass Achim Beierlorzer nächste Woche Trainer sein wird. Wir führen ergebnisoffene Gespräche", sagte er auf Nachfrage. Beierlorzer selbst geht davon aus, dass diese positiv für ihn ausfallen werden. "Ich beschäftige mich nicht mit einem Aus. Das ist doch klar, dass diese Frage kommt. Es würde jetzt alles wunderbar passen. Ich gehe aber davon aus, gegen Union dabei zu sein", so der Trainer.

Dietmar Hamann: Trennung von Beierlorzer ist "unumgänglich"

Für Sky-Experte Dietmar Hamann ist die Sachlage allerdings klar: Beierlorzer wird wohl gehen müssen. "Es würde mich schwer wundern, wenn es nicht zur Trennung kommt", meinte der ehemalige Bayern-Spieler. "Es ist unumgänglich nach den Vorfällen in dieser Woche."

Ursprung des Übels war eine Degradierung von Stürmer Szalai unter der Woche. Aus Protest gegen diese Entscheidung hatte die gesamte Mainzer Profimannschaft am Mittwochnachmittag das Training boykottiert und damit für einen Eklat gesorgt. Am Donnerstag waren Sportvorstand Rouven Schröder und Trainer Beierlorzer auf einer Pressekonferenz sichtlich bemüht, die Wogen zu glätten - alle Fragen konnten sie allerdings nicht aufklären.

Torhüter Robin Zentner wollte allerdings keine Zusammenhänge zwischen der Pleite und den Ereignisse unter der Woche herstellen. "Wir haben uns noch nicht besprochen, in meinem Kopf war es nicht", sagte er. "Wir müssen das intern klären, aber das darf auf dem Platz keinen Einfluss haben. Es ist mir zu einfach es daran fest zu machen."