03. Mai 2019 / 22:28 Uhr

Rassiges 3:3 - RB Leipzig vergibt Zwei-Tore-Führung

Rassiges 3:3 - RB Leipzig vergibt Zwei-Tore-Führung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
MAINZ, GERMANY - MAY 03:   Moussa Niakhate of FSV Mainz battles for possession with Yussuf Poulsen of RB Leipzig during the Bundesliga match between 1. FSV Mainz 05 and RB Leipzig at Opel Arena on May 03, 2019 in Mainz, Germany. (Photo by Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images
Der Mainzer Moussa Niakhate im Duell um den Ball mit RB Leipzigs Yussuf Poulsen. © 2019 Getty Images
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RB verabschiedet sich mit dem Unentschieden in Mainz am Rhein aus dem Titelrennen. Lukas Klostermann (2) und Werner erzielen die Treffer für die Roten Bullen. 

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Mainz. Er lebt nicht mehr, der RB-Traum. Der von der Deutschen Meisterschaft. Es war eh ein sehr vager. Einer, der mit Münchner Versagen zu tun hat - beispielsweise am Samstag daheim gegen Hannover. Einer, bei dem auch Dortmund mitspielen muss - z.B. in Bremen. Einer, der zuvorderst und als Grundvoraussetzung nur mit drei RB-Siegen aus den letzten drei Bundesligaspielen in Erfüllung gehen konnte. Als Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus gestern das Spiel Mainz gegen RB abpfeift, ist ein Leipziger 3:3 (2:1) aktenkundig. RB bleibt mit 65 Punkten Dritter hinter dem BVB (69) und den Bayern (71). Da geht nur noch mathematisch was nach ganz oben. Es soll Menschen geben, die 100 Euro auf einen Meister RB gesetzt haben und scharf auf 140000 Euro waren.

Tore gestern vor 23805 Fans (880 aus Leipzig): Lukas Klostermann trifft zum 1:0 und 2:0 (20./32.), Robin Onisowo besorgt das Mainzer 2:1 (43.), Timo Werner klinkt zum 3:1 ein (49.), Moussa Niakhaté macht das 3:2 (67.). Jean-Philippe Mateta das 3:3 (83.).

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1. FSV Mainz 05 - RB Leipzig (3:3) Zur Galerie
1. FSV Mainz 05 - RB Leipzig (3:3) ©
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Taktik und Frau Merkel: Die Nullfünfer im Mittelfeld mit einer Raute. Die wird in fußballfernen Kreisen auch Rhombus genannt, ist ein ebenes Viereck mit vier gleich langen Seiten. Weltbekannt ist die Merkel-Raute. Die Fußball-Raute besteht aus einem zentralen defensiven Sechser, zwei davor rechts und links spielenden Achtern und einem offensiven Zehner.

RB wieder mit Dreier-Abwehrkette und ohne den laut RB-Statement blessierten Marcel Sabitzer. Dass der neunfache Träger der gelben Karte bis zum Bayern-Spiel kommende Wochen seine angegriffenen Bauchmuskeln wieder sortiert hat, ist mindestens anzunehmen.

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(1) Peter Gulacsi: Ohne Chance bei allen Gegentoren. Rettet gegen Quaison das 3:2. Note 3. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Ohne Chance bei allen Gegentoren. Rettet gegen Quaison das 3:2. Note 3. ©

Rein in die stimmungsvolle Opel-Arena. Mainz-Coach Sandro Schwarz hat lebensbejahenden Sport versprochen, seine Fußballer beginnen entsprechend, beherrschen die ersten 20 Minuten, haben drei Halb-Chancen. RB kommt nicht aus dem Sattel, aber zum 1:0. 20. Minute: Timo Werner geht nach Emil-Forsberg-Anspiel steil, Lukas Klostermann geht mit und schiebt den feinen Wernerschen Pass zur Leipziger Führung ein. Ein Termin, ein Abschluss - über dieser Quote freut sich jeder Versicherungsvertreter. Klostermann ist Vater und Mutter des Tores, hat Sekunden zuvor den Ball gegen Alexander Hack erobert. Klostermann ist es auch, der in der 27. Minute den Ausgleich vorm einschussbereiten Robin Quaison verhindert. Das 2:0 lässt nicht lange auf Orban erobert den Ball gegen Karim Onisowo, Werner wieder mit Sensationspass auf Klostermann, der hebt den Ball lässigst zum 2:0 über Florian Müller. Schon das fünfte Saisontor des Rechtsverteidigers (32.). Zweite Chance, zweites Tor. Ja, effektiv. Kurz darauf knallt Werner mit links und Vehemenz drüber. Dann fällt es, das nicht unverdiente 2:1 für die Nullfünfer. Onisiwo windet sich nach Danny-Latza-Assist um Klostermann und netzt mit links ein. Fast im Gegenzug zieht Marcel Halstenberg ab und trifft den in der Schusslinie Parterre gegangenen Yussuf Poulsen.

Halbzeit. RB führt 2:1. In München und Dortmund geht die Angst um.

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Lukas Klostermann (RB Leipzig): Es war ärgerlich, dass wir die Führung nicht über die Ziellinie bringen. Am Ende muss man aber auch eingestehen, dass es ein leistungsgerechtes Unentschieden war. Zur Galerie
Lukas Klostermann (RB Leipzig): "Es war ärgerlich, dass wir die Führung nicht über die Ziellinie bringen. Am Ende muss man aber auch eingestehen, dass es ein leistungsgerechtes Unentschieden war." ©

Wiederbeginn: Der angeschlagene Torschütze Onisowo ist raus, der zwölffache Saisontorschütze Jean-Philippe Mateta drin. Drin im Spiel sind auch die Rasenballer, Timo Werner nutzt eine Mischung aus Mainzer Gastfreundlichkeit und guten Zubringerdiensten von Poulsen/Forsberg und trifft zum 3:1 (49.). Daniel Brosinskis Freistoß-Hammer bringt fast das 3:2. Mainz bleibt Mainz, wie es nach vorne spielt. Und trifft. Moussa Niakhaté macht das 3:2 (67.). Jetzt brodelt die Opel-Arena, jetzt ist Mainz am Drücker. Rangnick will mehr Kontrolle, bringt Amadou Haidara für Konrad Laimer. Kontrolle gibt es keine, die Nullfünfer brennen lichterloh - auf den Ausgleich. Und der fällt. 83. Minute, das 3:3! Und, ja, es ist verdient. Mateta enteilt der RB-Abwehr, schiebt ein. Willi Orban hat in der Nachspielzeit die Chance zum 4:3. Aus, vorbei. Geiles Spiel, gerechtes Ende. Absacker in der Mainzer Altstadt.

Am Sonnabend kommen die Bayern nach Leipzig. Wer noch eine Karte will, muss mit Ralf Rangnick oder Oliver Mintzlaff oder beiden verwandt sein. Und weil die in Zeiten wie diesen keine Verwandte kennen, wird es eng wie in einer Lederhose.

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