25. April 2019 / 11:48 Uhr

"Make Hannover great again": 96 ist interessant für amerikanische Top-Talente

"Make Hannover great again": 96 ist interessant für amerikanische Top-Talente

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die 96-Amerikaner: Steven Cherundolo (von links), Chris Gloster, Tarek Sirdah und Sebastian Soto.
Die 96-Amerikaner: Steven Cherundolo (von links), Chris Gloster, Tarek Sirdah und Sebastian Soto. © imago images/Christian Schroedter/Jose Breton/Twitter
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Das 96-Talent Sebastian Soto debütierte vor einigen Wochen in der Bundesliga. Sein Einsatz sorgte für einen US-Boom in Hannover. Steven Cherundolo könnte in Zukunft als Amerika-Botschafter bei Hannover 96 dienen.

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Die 96-Zukunft hat Streifen und Sterne. Stars and Stripes gab es in der Vergangenheit natürlich auch schon. Von den US-Boys ist der Name Steven Cherundolo hängen geblieben. Cherundolo wurde Re­kord­pro­fi und US-Nationalspieler bei 96. Natürlich gab es auch noch andere (siehe Bildergalerie) – alles keine Namen, die für Erfolg standen. An­ders bei Cherundolo: Er wird in die 96-Zukunft eingebunden, be­stä­tig­te 96-Chef Martin Kind. Er kann die Übersee-Verbindung sein, die Brücke zwischen seinen vielen Kontakten in die USA und Hannover. Über die bereits bestehende Brücke geht ein weiterer Amerikaner: Der 16 Jahre junge Mittelfeldspieler Tarek Sirdah von Atlanta United beginnt noch in dieser Wo­che ein U-19-Probetraining.

Das sind die Amerikaner, die bei Hannover 96 spielten:

Schwierige Saison: Sebastian Soto hat bisher erst vier Minuten gespielt. Zur Galerie
Schwierige Saison: Sebastian Soto hat bisher erst vier Minuten gespielt. ©
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Berater Rob Moore ist der Schlüssel

96 wird immer amerikanischer. Akademie-Chef Michael Tarnat bekommt immer mehr Anfragen aus den USA. Fast alle Drähte laufen über Rob Moore. Moor­e ist der Schlüssel und DER Karriere-Beschleuniger für US-Talente. Der in Südafrika geborene Berater (Firma On Target mit Sitz in London) brachte Christian Pulisic nach Dortmund und nun zu Chelsea. „Meine Rolle ist es, Amerika zu mehr Weltklasse zu verhelfen“, erklärte er gegenüber dem Sport- und Kultur-Medium „The Ringer“.

Von Weltklasse sind die 96-Amerikaner zwar weit entfernt, aber sie ma­chen sich. Chris Gloster machte zuletzt leider Schlagzeilen we­gen rassistischer Beleidigungen von gegnerischen Fans. Dabei ging ein bisschen unter, dass der U20-Nationalspieler der USA mit seinen erst 18 Jahren vor ei­nem Profivertrag bei 96 steht. Linke Verteidiger kann 96 in der 2. Liga gut gebrauchen, genau wie Stürmer. Se­bas­tian Soto (18), ebenfalls Confed-Cup-Sieger mit der U20 der USA, spielt bereits Bundesliga. Drei Einsätze, wenn auch nur kurze, sorgten für einen US-Boom bei 96.

Die Akademie: Das neue Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96 nach der Fertigstellung im Sommer 2016:

Das neue Eilenriedestadion hat Platz für 2500 Zuschauer. Eingeweiht wird der neue Platz von der U21. Zur Galerie
Das neue Eilenriedestadion hat Platz für 2500 Zuschauer. Eingeweiht wird der neue Platz von der U21. © Florian Petrow
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"Make Hannover great again"

„Es ist grundsätzlich so, dass es durch die drei Einsätze von Soto weitere Anfragen gegeben hat, mit der Frage, ob man bei uns mal ein Training machen kann. Man merkt, dass 96 interessant ist für den amerikanischen Markt“, so Tarnat. Soto und Gloster zogen ins Internat ein, in dem Sirdah für zwei Wochen wohnen soll.

Cherundolos Einsatzgebiet ist noch nicht ganz geklärt. Aber es gab bereits vergangenen Donnerstag Gespräche mit Tarnat über einen Job als Co-Trainer bei Christoph Dabrowski in der Regionalliga-Reserve. In diesem Jahr will Cherundolo die höchste Trainer-Lizenz, den Fußballlehrer, machen, außerdem die neue sportliche Ausrichtung bei 96 mitgestalten. Das Motto beim So-gut-wie-Absteiger steht ja fest: „Make Hannover grea­t again“ – macht 96 wieder groß, natürlich im rein sportlichen Sinn.

Cherundolos Arbeitsfeld muss auch mit dem designierten Sportdirektor Jan Schlaudraff und dem neuen Sportchef definiert werden. Eine Idee: Cherundolo als Amerika-Botschafter bei 96 – dann könnte auch mal ein neuer Pulisic aufschlagen. Die Idee findet Tarnat gut: „Dann können wir auf dem amerikanischen Markt ins erste Regal greifen.“

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