28. November 2019 / 18:56 Uhr

"Mal richtig frieren!" 250 Wolfsburg-Fans in der Ukraine

"Mal richtig frieren!" 250 Wolfsburg-Fans in der Ukraine

Alexander Flohr
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Rund 250 Wolfsburg-Fans sind in Lviv dabei
Rund 250 Wolfsburg-Fans sind in Lviv dabei
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Rund 8000 Zuschauern werden zum Europa-League-Spiel des VfL Wolfsburg gegen den FC Olexandrija in Lviv erwartet. 250 davon unterstützen den VfL - und haben trotz Warnungen bisher keine Probleme.

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Rund 250 Fans des VfL Wolfsburg haben die Reise mit ihrer Mannschaft zum Europa-League-Spiel nach Lviv auf sich genommen. Für viele von ihnen war es ein ganz besonderes Erlebnis – der Charme der osteuropäischen Stadt kam bei den VfLern an. „Wir wollten uns einmal die Füße so richtig kalt frieren“, sagte Fan Christian Weber scherzhaft. „Es ist schon etwas Besonderes. Ich wollte sehen, wie die Leute hier ticken und was die Kultur zu bieten hat.“

Vor der Reise wurden die Wolfsburger bereits gewarnt. Der VfL gab extra eine Warnung heraus: Auf Fankleidung sollte verzichtet werden, da eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass erkennbare Gästefans in Lviv angegriffen werden. Die Fanbetreuung verzichtete deshalb auch auf einen gemeinsamen Marsch durch die Stadt. Stattdessen traf sich ein Großteil im "Dublin Irish Pub" zur gemeinsamen Einstimmung.

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Von einer möglichen Gefahr innerhalb der Stadt merkten die Fans allerdings nichts. Unterstützer Gerd Müller spazierte mit VfL-Jacke und Frau Britta durch Lviv – und fühlte sich wohl. „Wegen der Warnungen hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, aber ich wurde sehr gut empfangen in dieser tollen Stadt“, sagte er.

Für VfL-Fan Thomas Regner führte die Reise fast zu den Wurzeln seiner Familie. „Mein Vater kommt aus dem Nachbarort, nur wenige Kilometer entfernt – das macht es noch spezieller für mich“, so Regner. Auch Kumpel Thomas Köhler fieberte dem Trip entgegen: „Es ist eine einmalige Möglichkeit, hier mal herzukommen. Privat würde ich das wahrscheinlich nicht machen.“ Mit seinen Gedanken ist er bereits in der nächsten Runde. „Ich würde mir einen Gegner aus Schottland oder England wünschen. Dort ist der Umgang ganz besonders – da kannst du mit den gegnerischen Fans ein Bier trinken“, sagte er.

Über zu wenig Geselligkeit konnte er sich in Lviv allerdings nicht beschweren. Zusammen mit den anderen VfL-Fans, die entweder mit der Mannschaft oder eigenständig via Berlin oder Düsseldorf angereist waren, verbrachte er den Tag. Köhler: „Ich finde, für den Weg, den man auf sich nehmen musste, ist 250 schon eine gute Zahl. Das macht mich ein wenig stolz.“

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