15. November 2019 / 17:55 Uhr

Turbines Malgorzata Mesjasz: Die stille Abwehrchefin

Turbines Malgorzata Mesjasz: Die stille Abwehrchefin

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Neuzugang Malgorzata Mesjasz jubelt nach ihrem ersten Bundesligator, das sie am 2. Spieltag gegen FF USV Jena erzielte. 
Neuzugang Malgorzata Mesjasz jubelt nach ihrem ersten Bundesligator, das sie am 2. Spieltag gegen FF USV Jena erzielte.  © Jan Kuppert
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DFB-Pokal der Frauen: Malgorzata Mesjasz übernimmt nach Wechsel zu Turbine Potsdam gleich Verantwortung – auch im Pokalspiel beim SC Freiburg.

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Ihre gemeinsame Sprache heißt Fußball. Darum ist es auch kein Problem, dass es mit dem Deutsch bei Malgorzata Mesjasz noch ein wenig hapert. Auf dem Platz gibt die junge Polin, die vor der Saison bei Frauenfußball-Bundesligist Turbine Potsdam ihre erste Auslandsstation antrat, längst lautstarke Kommandos. Zum Eingewöhnen blieb er auch kaum Zeit.

Durch den Ausfall etablierter Verteidigerinnen wie Johanna Elsig (Achillessehnenprobleme) und Rahel Kiwic (Kreuzbandriss) musste die 22-jährige Nationalspielerin im neuen Verein auf Anhieb eine Schlüsselrolle im Defensivzentrum und damit auch Verantwortung übernehmen. Auch am Sonnabend (14 Uhr, Möslestadion) im Achtelfinale des DFB-Pokals beim SC Freiburg soll sie – wie in den beiden jüngsten Ligaspielen – den Laden hinten dicht halten.

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Freiburg? Da war doch was! Erst im Oktober hatten sich die Turbinen mit den Frauen aus dem Breisgau im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion einen fulminanten Schlagabtausch geliefert, den die Gäste schließlich 5:4 für sich entschieden. „Ich glaube nicht, dass noch eine Rechnung offen ist“, sagt Malgorzata Mesjasz, „Liga ist Liga und Pokal ist Pokal, da startet jedes Team bei Null.“

Alles auf Null stellte auch die schüchterne Polin, als sie im Sommer zu Turbine kam. „Das ist mein erster Verein im Ausland“, sagt die Studentin, die am 2. Spieltag gegen den FF USV Jena per Kopf auch schon ein Bundesligator erzielte. Im schlesischen Czestochowa wurde sie 1997 geboren, begann bei Olimpijczyk Czestochowa mit dem Kicken. Zuletzt schnürte die Abwehrspielerin für AZS PWSZ Wałbrzych, dem aktuellen Siebten der polnischen Liga, die Schuhe. „Der Anfang hier war natürlich sehr schwer, es war ja komplett neu für mich“, gibt Gosia (ausgesprochen „Goscha“), wie sie im Mannschaftskreis genannt wird, zu.

In Bildern: Turbine Potsdam unterliegt dem SC Freiburg.

Enttäuschung bei Sara Agrez. Zur Galerie
Enttäuschung bei Sara Agrez. © Jan Kuppert
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„Ich war alleine, aber durch die Hilfe der Spielerinnen habe ich mich gut eingelebt. Mit jedem Tag wird es besser.“ Im Training helfen mal Hände und Füße, mal der Übersetzer bei der Verständigung. Auf dem Platz ist der Neuzugang, der im Sommer das letzte Puzzleteil in Turbines Kaderplanung war, schnell zu einer unverzichtbaren Größe geworden. Trainer Matthias Rudolph setzt auf die stille Abwehrchefin. „Sie ist viel konstanter geworden, hat eine gute Spieleröffnung“, lobt der Coach. In acht der neun Bundesligapartien der Potsdamerinnen stand sie über 90 Minuten auf dem Rasen. „Es ist natürlich eine große Verantwortung, ich habe immer unter großem Druck gespielt und das motiviert mich zu guter Leistung“, sagt die polnische Auswahlspielerin, die bei Polens 0:0 in der EM-Qualifikation gegen Spanien durchspielte.

„Wir haben eine sehr junge Mannschaft und wir benötigen Zeit, uns einzuspielen“, betont Malgorzata Mesjasz, die heute in Freiburg ihren Teil dazu beitragen will, dass die Turbinen im Pokal überwintern – Termin für das Viertelfinale ist der 21./22. März. „Ich konzentriere mich auf meine Aufgabe in der Abwehr und ich hoffe, dass wir das Spiel gewinnen“, sagt sie.

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