13. September 2018 / 12:32 Uhr

Keine Geschenke für die Ex-Kollegen: Malte Semisch stellt sich den Recken entgegen

Keine Geschenke für die Ex-Kollegen: Malte Semisch stellt sich den Recken entgegen

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Malte Semisch wird sich am Donnerstag seinen Ex-Kollegen entgegenstellen.
Malte Semisch wird sich am Donnerstag seinen Ex-Kollegen entgegenstellen. © imago/Camera 4
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Malte Semisch gefällt es gut in Berlin - persönlich und sportlich. Am Donnerstag trifft der 26-Jährige, der bei den Füchsen mit Silvio Heinevetter ein Gespann bildet, auf seinen Ex-Verein - und das sind die Recken der TSV Hannover-Burgdorf.

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„Es ist eine coole Halle“, sagt Malte Semisch über seinen neuen Arbeitsplatz. Der Torwart meint die Max-Schmeling-Halle im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Dort läuft der 26-Jährige, der bis zum 30. Juni bei der TSV Hannover-Burgdorf unter Vertrag stand, jetzt für die Füchse Berlin in der Handball-Bundesliga auf: „Wir bekommen oft zu hören, dass dort eine gute Atmosphäre herrscht.“

​Tore der Ex-Kollegen verhindern

Semisch trifft am Donnerstag (19 Uhr) in der Arena, die knapp 10 000 Zuschauern Platz bietet, auf die Recken, seinen früheren Club. Und es ist wahrscheinlich, dass der 2,08-Meter-Hüne auf dem Parkett gegen die Ex-Kollegen nun Tore verhindern muss. Bisher erhielt Semisch in jedem Berliner Pflichtspiel Einsatzzeit – in der Bundesliga waren es 50 von 180 Minuten.

Mehr über die Recken

„Das muss sich erst einpendeln, die Saison ist ja noch frisch“, sagt Semisch, der aus Rehburg-Loccum stammt, fast entschuldigend. In Hannover hatte er noch quasi auf Augenhöhe mit Martin Ziemer (35), dem anderen Recken-Schlussmann im Profikader, agiert. Doch sein Mitbewerber im Füchse-Tor hat ganz andere Meriten: Silvio Heinevetter (33) ist Olympia-Dritter und bestritt bisher 176 Länderspiele für Deutschland.

​"Ich weiß, dass mir nichts geschenkt wird."

Semisch schreckt diese neue Herausforderung in Berlin keinesfalls. Er möchte im Sport vorankommen, das heißt, bei den Füchsen die „Nummer 1 im Tor“ werden. „Ich weiß, dass ich dafür hart trainieren muss, dass mir nichts ge­schenkt wird“, sagt der Torwart, der sich wohlfühlt in Berlin

Frisch Auf Göppingen - TSV Hannover-Burgdorf (27:26): Enttäuschung bei den Recken

Cristian Ugalde ( TSV Hannover-Burgdorf ) kann es nicht glauben. Göppingen jubelt unbändig.  Zur Galerie
Cristian Ugalde ( TSV Hannover-Burgdorf ) kann es nicht glauben. Göppingen jubelt unbändig.  ©
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„Ich wohne in Friedrichshain, nahe an unserer Trainingsstätte in Hohenschönhausen. Der Stadtteil ist quirlig und multikulturell“, sagt der Lehramtsstudent, „ich dachte, Hannover ist schon groß. Aber hier muss man mindestens eine halbe Stunde einplanen, um von einem Ort zum anderen zu kommen.“

​"Wir haben die Top 3 als Ziel."

Auch die Ansprüche der Füchse sind höher als die Recken-Ziele mit einem einstelligen Tabellenplatz. „Wir haben eine junge Mannschaft, die sich weiterentwickeln kann“, sagt Semisch. „Wir haben die Top 3 als Ziel, die Teilnahme an der Champions League.“ Und er er­gänzt, dass sein Team „relevant“ sein müsse in der Berliner Sportszene.

​"Das Angebot ist viel größer als in Hannover."

„Das Angebot ist viel größer als in Hannover, wo die Recken im Publikumsinteresse die Nummer zwei hinter 96 sind“, sagt der Torwart und verweist auf die deutschen Topteams der Alba-Basketballer, der Eisbären im Eishockey, der Berlin Volleys und nicht zuletzt auf Hertha BSC und den 1. FC Union im Profifußball.

Malte Semisch (links) bildet mit Silvio Heinevetter das Torhütergespann der Füchse Berlin.
Malte Semisch (links) bildet mit Silvio Heinevetter das Torhütergespann der Füchse Berlin. © imago/Jan Huebner

Damit die Füchse aber in Berlin im Gespräch bleiben, muss am Donnerstag ein Sieg über die Recken her, auch wenn es ein hartes Stück Arbeit wird. „Wir hatten viele Verletzte und ein kniffliges Startprogramm, deshalb hinken wir mit 2:4 Punkten etwas hinterher“, sagt Semisch.

​Recken sind voll im Soll

Die Recken (6:2) dagegen hätten bisher ihr Soll erfüllt. „Ich habe das Spiel in Gummersbach im Fernsehen verfolgt“, verrät Semisch. Er konnte dort beobachten, wie seine früheren Kollegen trotz spielerischer Schwächen die Nerven be­hielten und einen Rückstand drehten.

Auch Drähte zu den Recken existieren noch. „Ich habe in der vergangenen Woche Glückwünsche zum Geburtstag erhalten“, erzählt Semisch, „aber unmittelbar vor einem direkten Duell schreibt man sich nicht.“

Wie sich Semisch und die Füchse schlagen, das erfahrt ihr später an dieser Stelle im SPORTBUZZER-Liveticker.

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