11. September 2019 / 13:45 Uhr

Hannover 96: Mamadou Koné verpasst den Lift und muss wieder nach Hause

Hannover 96: Mamadou Koné verpasst den Lift und muss wieder nach Hause

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse

Gastspieler Mamadou Koné konnte beim internen Test von Hannover 96 nicht überzeugen.
Gastspieler Mamadou Koné konnte beim internen Test von Hannover 96 nicht überzeugen. © Florian Petrow
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Der vertragslose Mamadou Koné sucht weiterhin einen Verein, der ihn zum Profi macht. Bei Hannover 96 konnte der Gastspieler am Dienstag im internen Trainingsspiel gegen die eigenen U23 nicht überzeugen. Der Mann aus Mali spielt nicht länger bei 96 vor.

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Ein Mann wie ein Aufzug: Arouna Koné, ein starker Stürmer, der nur kurz half beim Klassenerhalt, als Trainer Mirko Slomka sein erstes Abenteuer bei 96 begann. Koné verletzte sich in Hannover, es ging gesundheitlich bergab, aber irgendwann wieder rauf bis in die Premier League. Nun testete 96 einen neuen Koné aus Mali – Mamadou.

"Er war sehr auffällig"

Am Dienstag beim Mini-Test gegen die eigene Reserve spielte der lange Verteidiger in der zweiten Hälfte. Offiziell war es am Dienstag noch nicht, aber Koné konnte nicht bei 96 landen. Er muss sich einen anderen Lift im Profifußball suchen. Sein Berater Jürgen Rehberg, früher Schalker Chefscout, brachte ihn wieder zurück nach Essen, wo Koné aktuell mit einem weiteren Mali-Talent wohnt.

Das Casting ist vorerst beendet. Nun hofft er auf positive Rückmeldung – aus Essen, Duisburg, Bremen oder Hannover. „Er war sehr auffällig“, fand Rehberg zufrieden. In Frankreich hatte Koné schon versucht, Profi zu werden. Er trainierte dort mit einem Arbeitsvertrag bei Thonon Evian FC.

Bilder vom internen Testspiel von Hannover 96 (10. September)

Bilder vom Vormittagstraining von Hannover 96 (10. September) Zur Galerie
Bilder vom Vormittagstraining von Hannover 96 (10. September) ©
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Schlechte Ansätze im Defensivverhalten

Slomka sucht noch eine Verstärkung für die Innenverteidiger-Position. Koné ist hoch ge­wach­sen, fast gelang ihm gegen die Reserve sogar ein Kopfballtor. Aufgestellt hatte Slomka ihn als rechten Verteidiger. Er zeigte gute Ansätze im Spielaufbau, aber auch schlechte im Defensivverhalten. Das 1:3-Gegentor durch Daniel Eidtner (54.) ging mit auf seine Rechnung.

Die zweite Hälfte verlor Koné mit 0:1. 96 würde Koné zwar keine Ablöse kosten (er ist vereinslos), geht aber wohl nicht das Risiko ein, mit ihm ein Ligaspiel zu planen. Wäre er für die Reserve spielberechtigt (hätte er einen französischen Pass), hätte 96 ihn genommen, weil der Ka­der schon numerisch un­ter­be­setzt ist.

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Koné in vermeintlich schwächerer Elf

Qualitativ hatten die Profis natürlich insgesamt Vorteile gegenüber 96 II. „In der ersten Hälfte haben sie schön Druck gemacht, da hat man den Unterschied gesehen“, fand Reserve-Trainer Christoph Dabrowski, „in der zweiten Hälfte haben wir besser gespielt. Die Jungs haben alle Träume, sie wollen nach oben.“

Nach oben wollen die 96-Profis theoretisch auch. Das wird aber schwierig mit Leistungen wie in der zweiten Hälfte. Marvin Ducksch vergab völlig frei die einzige Profichance in der zweiten Hälfte. Er schoss drüber. Fast im Gegenzug fiel auch der Gegentreffer. Abwehr, Mittelfeld, An­griff, alle Bereiche waren mangelhaft besetzt.

Ungleich besser war die erste Hälfte mit Dennis Aogo als Stabilisator auf der Sechser-Position und einem überragenden Ce­dric Teuchert. Nach Hen­drik Weydandts 1:0 im Nachschuss (5.) verwandelte Teuchert nach Ducksch-Flanke volley (16.) und anschließend stark mit einem Flachschuss (26.). Umso mehr verflachte auch seine Leistung in Hälfte zwei. Vielleicht auch Pech für Koné, dass er mit der vermeintlich schwächeren Elf spielen musste. Sein persönlicher Karriereaufzug bleibt erst mal stecken.

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Dennis Aogo (vereinslos -> Hannover 96) ©
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